Erfahrungsbericht über

Through Her Eyes / (Maxi-CD) - Dream Theater

Gesamtbewertung (4): Gesamtbewertung Through Her Eyes / (Maxi-CD) - Dream Theater

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"Value for Money"

4  19.05.2003

Pro:
.  .  . massig Spielzeit, gelungener Titelsong, interessantes Live - Medley .  .  .

Kontra:
.  .  . Albumversionen sind dennoch besser, die Band ist bei den Live - Aufnahmen nicht auf der Höhe .  .  .

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

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The-Wishmaster

Über sich: +++ Der Countdown läuft: Weniger als 260.000 Punkte bis zum schwarzen Farbklecks +++ Momentan etwas ...

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 166 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo liebe Leserinnen und Leser!

Da es in der letzten Shake Heads-Woche ja um ein Werk aus dem Traumtheater geht - "Images and Words" von "Dream Theater" - möchte ich die Gelegenheit beim Schopfe packen und hiermit vielleicht noch dem ein oder anderen eine Veröffentlichung der Amis schmackhaft machen. Denn wo John Petrucci, Mike Portnoy & Co. auf der einen Seite mit unglaublichem Tempo und vor allem technischen Geschick die kompliziertesten Rhythmen meistern und schier unglaubliche Soli vollführen, bleibt auf der anderen Seite auch genug Freiraum für eingängige Songs und großartige Melodien. Genau Letzteres kommt bei meinem heutigen Review vorrangig zu tragen, denn es handelt sich hierbei um die 1999 zum "Scenes from a Memory"-Album erschienene EP "Through her Eyes". Im Prinzip ist das eine ganz normale Single, aber die Spielzeit von über 40 Minuten heben sie in den Status er EP. Der Track kann locker als "die Ballade" des Albums durchgehen, also widmen wir uns einfach mal den Songs selbst...

1.) ~ Through her Eyes (Radio Edit) ~

Generell halte ich ja von gekürzten Radio Edits nicht besonders viel, hier kann man zumindest einen Teil der Songbeschneidung noch verstehen. Die langen instrumentalen Parts zu Beginn sowie am Ende wurden hier nämlich wegrationalisiert und präsentieren den Song kompakter und direkter. Wenn man nun n den Rest des Songs einfach so gelassen hätte, könnte ich sogar gut mit dieser Version leben, da aber auch so ab und an die Schere zum Einsatz kam, empfehle ich doch lieber die volle Variante.

8/10


2.) ~ Through her Eyes (Alternate Album Mix) ~

Mit leichten und verträumten Keyboardklängen steigt man in den Song ein, eine an eine Gospel-Sängerin erinnernde Frauenstimme ("Uhhuhuhuuhhuhhh") gesellt sich alsbald hinzu. Mit dem Einsatz des seichten Drummings gewinnt der Song an Format, satte Pianoklänge und eine Akustikgitarre lenken ihn in feste Bahnen. Und seinen ersten Höhepunkt erreicht der Song bereits mit den ersten Vocals aus der Kehler von Sänger James LaBrie, der hier einfach fantastisch klingt. Egal, ob man seine Stimme sonst leiden kann oder nicht, hier sprintet er nicht durch die höchsten Regionen und lässt sich auch zu keinen theatralischen Eunuchen-Eskapaden hinreißen, sondern verpasst der stimmungsvollen Ballade mit seiner warmen und emotionalen Stimme den perfekten Touch an Schmalz.

"I'm learning all about my life
by looking through her eyes..."

Der Songaufbau bleibt ungewöhnlich simpel und man geht nach dem bekannten Strophe-Chorus-Schema vor, steigert sich in dessen Verlauf konsequent und erlebt rechtzeitig zum zweiten Refrain mit Chor-Unterstützung einen weiteren Höhepunkt.

"And as the images wander through my head,
I wept just like a baby as I lay awake in bed...

Ein sanft gespieltes E-Gitarrensolo begleiten James' schluchzende "Ahhhaahha"s und "Uuuhhuhuhu" noch eine Weile und bringen so nach einem auschweifenden Saxophon-Solo den Song langsam und getragen zu seinem wohl verdienten Ende und lassen uns fasziniert zurück.

8,5/10


3.) ~ Home (live) ~

Der längste Track der "Scenes from a Memory"-Scheibe wurde hier in einer Liveversion noch mit auf der Silberling gepackt. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir ja bereits in der Studioversion dieser Track von dem kompletten Album am wenigsten gefällt, in der Liveversion wird das leider nicht besser. James LaBrie versucht die Fans zwar ab und an anzuheizen, aber mir kommt es vor als wäre der komplette Song noch eine Ecke getragener und schleppender als auf der Studio-CD. Das ist natürlich wenn man die Spielzeit vergleicht Blödsinn, aber mir kommt es so vor. Dürfte wohl zum großten Teil am Gesang liegen, der gerade in den Strophen ja sehr langgezogen und gequält rüberkommt. Und da "Home" wohl in diesem Konzert eher gegen Ende hin gespielt wurde, merkt man das James LaBrie auch deutlich an. Denn wo der Rest der Band instrumental noch überzeugen kann, leiert er sich teilweise hörbar durch den Song und ist denke ich froh, wenn er vorbei ist. Kann ich gut nachvollziehen...

7,5/10


4.) ~ When Images and Words unite (live) ~

Jetzt kommen wir noch zu einem ganz besonderen Schmankerl, einem Live-Medley, in dem man im Hause Dream Theater mehrere Klassiker vermischt hat. Es ist gerade bei den Jungs vom Traumtheater ja üblich, bei Konzerten gern mal einen Song mittendrin abzubrechen, um dann mit einem ganz anderen Titel fortzufahren. Daraus ergeben sich teils abstruse Breaks, welche die Fans erst mal ein paar Sekunden schocken, um sie dann in Euphorie über den nächsten erkannten Song in Jubelgeschrei ausbrechen zu lassen. So auch hier, wo man den Reigen mit dem Stampfer "Pull me Under" eröffnet und gleich ordentlich Stimmung macht. Weiter geht's mit "Under al Glass Moon", bevor man noch Auszüge aus Klassikern wie "A Fortune in Lies" oder "Take the Time" präsentiert. An sich eine gelungene Mischung, aber man soll es nicht glauben: Da war wohl jemand nicht bei der Sache, denn ab und an gibt's kleine Ungenauigkeiten, man könnte es auch Spielfehler nennen, zu hören. Und das betrifft sowohl Saitenhexer Petrucci als auch Drum-Best Portnoy. Dass Sänger James LaBrie stimmlich nicht ganz auf der Höhe ist, dürfte da das kleinere - und vor allem zu erwartende - Übel sein. Wenigstens sieht man so, dass auch den Prog-Superstars sowas mal passieren kann.

8,5/10

~ Fazit ~

Bleibt natürlich abschließend die Frage, für wen sich dieser Silberling überhaupt lohnt. Die Antwort ist schnell gefunden, denn wer bisher noch nichts von Dream Theater gehört hat, der sollte wohl am besten mit einem Studioalbum einsteigen. An dieser Stelle sei auf jeden Fall das "Scenes from a Memory"-Album empfohlen, damit macht man nichts falsch. Die "Through her Eyes"-EP eignet sich dagegen eigentlich nur für richtige Fans, da der Song bereits in einer besseren Version als hier auf dem vollen Album zu hören ist. Und auch die beiden Livetracks sind zwar gut, aber eben nicht überragend und sollten somit lediglich für Anhänger der Truppe interessant sein. Aber immerhin gibt's hier mit über 40 Minuten genug "Value for Money", weshalb ich ganz knapp den vierten Stern gezückt habe.

In diesem Sinne...

Stay Dark!

The-Memorymaster

PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen von Mike Portnoy als Unterlage für ein Drumsolo missbraucht werden... ;)


Shake Heads - Für den Grief!

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Engelchen0109

Engelchen0109

07.09.2007 23:06

Alles da, was ich wissen will. Klasse. LG Nadine :-)

zoobremia

zoobremia

19.07.2003 19:36

Na ja, ich denke, die wenigsten Live-Aufnahmen gefallen der Masse ... Der Sänger scheint ja echt lustlos gewesen zu sein ... Na ja, seinen Namen habe ich schon wieder vergessen ... Na ja, Dream Theater hör ich mir wohl erst im Studio an ... Gruß, Sven (Zoobremia)

Unterrather

Unterrather

19.05.2003 21:39

Schade das die Liveaufnahmen etwas daneben sind, gerade *unplugged* finde ich solche Mucke geil :-)

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