UFOs, Heavy Metal und andere Feingeistigkeiten
23.12.2011
Pro:
Originalität
Kontra:
zu krass für die Masse
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
Häufigkeit der Nutzung
Dieser Tonträger ist:
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 Anacrusis
Über sich:
Wie man in weniger als 60 Sekunden einem Artikel ein "sh" mit dem Kommentar "die Glie...
Mitglied seit:27.05.2007
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 70 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hach! Eine großartige Idee von Alternative Tentacles das alte Demotape der frankokanadischen Scifiprogthrasher VOIVOD offiziell heraus zu bringen. Wie es der Titel schon vermuten lässt, sind die 16 Nummern auf diesem Silberling im Jahre 1984 live im Übungsraum mitgeschnitten worden. Mit diesem Teil, welches man als Demo an die Magazine verschickt hat, startet die Karriere dieses hypergenialen Quartettes. Kurz danach erscheint auch schon der Debütmeteroit, völlig bezeichnend "War & Pain" betitelt. Ein Album, welches ich damals zwar sofort verhaften musste, welches ich aber so gar nicht mögen wollte. Das war mir dann doch zu wenig Metal und zu viel Lärm. Heute liebe ich diesen Rundling, weil er eben so ungestüm und trotzdem progressiv klingt. Auf dem hier vorliegenden Zeitdokument, welches natürlich vom Originalquartett Snake, Pggiy, Blacky und Away eingezimmert wurde, gibt es alle neun Songs dieses Debütalbums, zwei Coverversionen von VENOM, eine von MERCYFUL FATE, sowie einige VOIVOD-Perlen, die es nicht auf die Longplayer geschafft haben. Also ein hübscher Sonntagsausflug durch die Milchstraßen der frühen VOIVOD. Der Sound ist herrlich dröhnend, ohne dabei Piggys Gitarrenlicks, die im Zickzackkurs durch das schwarze Dickicht der Herren Blacky und Away rasen. Die große Kunst KING CRIMSON und VENOM zu vereinigen, ohne sich zu blamieren. Es dröhnt, es wummert, die Drums scheppern herrlich und der keifende Gesang vermittelt den Eindruck als wolle Snake aus den Boxen springen. Die Jungs hatten Hummeln im Gesäß und waren heiß. Der Energiepegel ist unerreicht und so bleibt man als bloßer Zuhörer nicht lange regungslos. Schnell setzt die hektische Zappelsucht ein und man merkt noch Stunden, nachdem diese wunderbare Orgie ihr Ende gefunden hat, wie eingängig diese ruppigen Musiktorpedos doch eigentlich waren. Ich für meinen Teil brülle auf jeden Fall seit Tagen so feine Refrains wie 'Warrors Of Ice' 'oder Voivod' vor mich hin. Unseren Meersäuen gefällt das sogar.
Dass einige Nummern später nur auf Raritätensammlungen vertreten waren und es nicht auf reguläre Alben geschafft haben, sagt im Falle dieses Quartettes wenig über die Qualität des Songmaterials aus. Viel eher über die Produktivität der Musiker. So wäre ein 'Condemned To The Gallows' mit seiner beinahe melodischen Gitarrenführung ein hübscher Farbklecks auf dem Debüt gewesen, während 'Helldriver' eine erstaunlich gradlinige Riffkanonade ist. Vielleicht waren diese Nummern den Jungs einfach zu eingängig fürs Debüt. Dass die Coverversionen natürlich ebenfalls ganz ausgezeichnet umgesetzt sind, muss ich nicht extra erwähnen. Und mit 'Buried Alive' haben die Jungs einen meiner favorisierten Conrad-Songs genommen. Geschmacksicher. Und 'Evil' ohne Quietschen klingt ebenfalls toll.
Das alles ergibt unterm Strich natürlich einen Silberling, den man als Fan der Band haben muss. Nicht nur, weil er den Hörer auf eine fantastische Zeitreise entführt, sondern auch, weil man bei VOIVOD einfach komplett sein sollte. Es gibt kaum eine Band in unserem kleinen Musikkosmos, die unterbewerteter ist. Also, kaufen. Jetzt! Nackte Fakten:
Besetzung (dieses Albums): Denis „Snake“ Belanger (Gesang) (1983-1995, ab 2002) Jean-Yves „Blacky“ Theriault (Bass) (1982-1991, ab 2009) Denis „Piggy“ D'Amour (Gitarre) (2005 verstorben) Michel „Away“ Langevin (Schlagzeug, auch verantwortlich für alle Artworks und Texte) Diskographie:
War And Pain (1984, Metal Blade) Rrröööaaarrr (1986, Noise Records) Killing Technology (1987, Noise Records) Dimension Hatröss (1988, Noise Records) Nothingface (1989, MCA Records) Angel Rat (1991, MCA Records) The Outer Limits (1993, MCA Records) Negatron (1995, Hypnotic Records) Phobos (1997, Hypnotic Records) Voivod (2003, Chophouse Records) Katorz (2006, The End Records) Infini (2009, Nuclear Blast) Band im Netz: http://www.voivod.com/
Hörproben: 'VoiVod' http://www.youtube.com/watch?v=60mE2vsvTK4 'Suck Your Bone' http://www.youtube.com/watch?v=C2IX5aldL1Q 'Burried Alive (Venom Cover)' http://www.youtube.com/watch?v=82L7iGRYehA 'Nuclear War' http://www.youtube.com/watch?v=PM9PpRlXNk4
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08.01.2012 15:37
Ist mir leider völlig unbekannt.
05.01.2012 10:38
Bei denen war ich heillos zu spät dran und falsch angefangen hatt ich auch. Die einzige die ich von denen besaß war Katorz, die war ja schon aus nach Piggy-Zeiten. Ich will mir nicht alle CDs von denen kaufen und ob diese hier was ist, weiß ich auch nicht. Hast du nicht nen Tipp welches Album man unbedingt haben muss, ohne das man nicht weiterleben kann? Grundsätzlich herrscht großes Interesse an Voivod, auch wenn ich nie so recht an die herangekommen bin. Das könnte man im neuen Jahr ja mal ändern - wo ichs grad so mit Metal hab :)
01.01.2012 18:45
bh