So everybody put your best suits or dress on....
02.09.2004
Pro:
Musik fürs Herz bei der alles passieren kann !
Kontra:
. . . .
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
mehr
 Senilm
Über sich:
FREE Musicjournalism // The world ends on a sunny day // Sympathy for Empathy // Alive and kicking....
Mitglied seit:09.06.2001
Erfahrungsberichte:1040
Vertrauende:132
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 64 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Schräge Vögel, gibt´s genügende - das nicht nur in der Politik oder in der TV-Welt ! Nein - seht euch mal diesen Krähenvogel auf dem Cover zu "Transatlanticism" an. Da hat sich das schwarze Tier - auf der Suche nach dem roten Faden doch tatsächlich in selbigen eingewickelt und steht nun traurigen Blickes ratlos da - ganz so ratlos ist man beim Hören des Albums dann zwar nicht, aber ein wenig traurig schon.
Jedoch bietet das Album genügend Gelegenheit wieder gutgelaunt durch den Tag zu marschieren, denn was die ehemalige Ein-Mann-Band da letztes Jahr produziert hat ist ganz großer Hymnenhaft, harmonischer Indierock. So wurden schnell Vergleiche zu den Weakerthans herangezogen als die ersten Kritiker das Album hörten - ich persönlich bin eher zufällig auf die Band gestoßen. Denn das Mastermind Ben Gibbard, ist bereits Sänger beim Elektro-Indieprojekt "Postal Service" und lässt hier wie dort in jedem seiner Werke seine poetisch verfassten Texte fliessen und trotzt der Traurigkeit der Instrumente, wenn er lebensbejahend zu neuen Heldentaten aufruft. ".... ain´t no distance that could hold us back!"
Während Gibbard sich als Sprachrohr einer Generation betätigt leisten die Instrumentalisten um ihn herum großartiges - so etwa den schrammelnden Indieopener "The New Year" mit seinem hymnenhaften Bridgeübergang. So müssen die Saitenspieler des öfteren für eingängige Hooks und emogleiche Melodiechords herhalten, z:B. "Title and registration" - welche nur selten von elektronischen Instrumenten ersetzt werden - was z.B. beim langsam schwelgenden "Lightness" der Fall ist, wo ein tiefbrummendes Orgeln den Sound des Tracks bestimmt. Jedoch sollte man sich bei der Band keine großartigen Gefühlsausbrüche wie bei Emo-Bands a la Jimmy Eat World erwarten - nein, Gibbard zieht es vor mit klarem, beherrschten Gesang sein Anliegen näher zu bringen und mit Textwerk zu überzeugen - nur selten ist der Refrain etwas energischer, wie etwa bei "Expo`86" welches dort die schrammelnden Gitarren sprechen lässt. Gibbard ist Freund der Guten Laune - und das will er gemeinsam mit uns besingen - was speziell beim händeklatschenden Ohrwurmfähigen, aber leider viel zu kurzen "The Sound of Settling" der Fall ist. In träumerischen Tracks wie "Tiny Vessels" hingegen gibt auch er sich dem allbeherrschenden Thema Liebe hin - welches sich natürlich nur mit Pianobegleitung am besten anstimmen lässt.
"She is beautiful but she don´t mean a thing to me" Mit Werken wie "Transatlanticism" könnte man dann Wochen, wenn nicht gar ein Leben verbringen - sanftstreichelnde Indieballade mit sanften Pianoklängen und Textwerk das zum verweilen einlädt. Dieses gute Gefühl will auch nach "Passenger Seat" einfach nicht schwinden - ja es ist fast schon zu schön um wahr zu sein, das selbst Titel wie "Death of a interior decorator" noch dermassen mitreissen können - das ich beim nächsten Konzert der Band fast zum Groupie werden könnte! "We looked like giants" welches sich gemächlich, aber stetig dem Hörer nähert und "A lack of color" bilden den leider viel zu schnell kommenden Abschluß des Albums - doch letzterer ist so akustisch melancholisch gehalten, daß die Repeat - Taste noch ein paarmal in Anspruch genommen wird....
Barfuß in der Sommerwiese spazierengehen, im Wald die Bäume umarmen, in der Fußgängerzone samstagmittag ganz laut "Ich liebe dich" schreien, nachts im Freibad nacktbaden oder einfach so die Sachen packen und abhauen ... das alles kann dir passieren, wenn du "Transatlanticism" hörst. Ben Gibbards Texte strotzen vor Lebenswille und wirken wie Balsam auf die geschundene Seele. Da ist die gutmütige, sanfte Instrumentalbegleitung perfekt dazu geeignet diese Stimmung noch zu vertiefen - hymnisch, melodisch, melancholisch, düster und ein wenig verträumt kann man durch die Klangwelten wandern und findet dabei vielleicht sogar den roten Faden wieder , den man vor Jahren verloren hat - nur noch aufpassen, daß man sich nicht mehr drin verheddert, wie es dem armen Frontcovervogel passiert ist!
xxxxxxxxx PERSÖNLICHE EMPFEHLUNG
Hört euch "Transatlanticism" und "Give up" von The Postal Service für die doppelte Portion Ben Gibbard und Lebensfreude an! xxxxxxxxxx
"This is fact not fiction!
Preisvergleich
sortiert nach Preis
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Mehr über dieses Produkt lesen
Das könnte Sie interessieren
|
|
30.09.2004 13:07
Kann ich dir nur absolut Recht geben, absolut großartige Musik - solange sie von CD kommt... Dann war ich mal bei einem Konzert von ihnen und es war einfach nur .... langweilig... Ich mein klar, man kann keine PArty oder so was erwarten, aber normalerweise sind ja auch langsame, ruhige, whatever Konzerte dann eben wenigstens schön oder so, aber die waren tatsächlich echt langweilig... Eher enttäuschend. Aber so lange die Musik von CD kommt ist es traumhaft!
22.09.2004 19:56
Alter, ich flipp aus. Hammer- hab grad mal reingehört- dank für den Bericht der einsame spitzte ist.
05.09.2004 12:15
Hat ein interessantes Cover die CD! Cu Rauko