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Aber, dass soll hier nicht zur Grundsatzdiskussion werden, sondern um „Treasure Chest“, also die Schatztruhe, von Helloween gehen. Da ich ein Alles-Haben-Müsser der Kürbisköpfe bin (habe schätzungsweise knapp 100 CDs von ihnen rumfliegen [bin übrigens IMMER auf der Suche nach Live-Bootleg-CDs!!!], ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von hausfeld über Treasure Chest, Best of (Ltd) - Helloween 16.10.2002
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
gut
Klangqualität:
ausgezeichnet
Langzeithörspaß:
wird nie langweilig
Häufigkeit der Nutzung
häufig
Dieser Tonträger ist:
durchschnittlich für den Künstler
Pro:
Sehr gute Auswahl, gutes Booklet
Kontra:
3 - CD - Version kaum besser als 2 - CD - Version
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Irgendwann „erwischt“ es jede mehr oder weniger erfolgreiche Band: Eine „Best of“. Über Sinn oder Unsinn einer solchen Compilation könnte man stundenlang vorzüglich streiten: Für Einsteiger und Alles-Haben-Müsser einer Band ist das Ganze natürlich ok, für den „normalen“ Fan, der die regulären Studioalben im Regal stehen hat, ist eine solche Best of unnötiges Geld-aus-dem-Fenster-werfen.
Aber, dass soll hier nicht zur Grundsatzdiskussion werden, sondern um „Treasure Chest“, also die Schatztruhe, von Helloween gehen. Da ich ein Alles-Haben-Müsser der Kürbisköpfe bin (habe schätzungsweise knapp 100 CDs von ihnen rumfliegen [bin übrigens IMMER auf der Suche nach Live-Bootleg-CDs!!!], von Japan-, Russland-, Brasilien- WeißderGeier-Versionen, Live-Scheiben, diverse Compilations usw.) Daher habe ich mir „Treasure Chest“ auch in beiden erhältlichen Versionen gekauft; zum einen die „normale“ Doppel-CD, zum anderen die limitierte 3-CD-Box.
Eine kurze Info zu Helloween: Die Mitte der 80er Jahre in Hamburg gegründete Metal-Band zählt zu den erfolgreichsten deutschen Metallschmieden in aller Welt; in Deutschland und Europe waren sie insbesondere in den späten 80er Jahren mega-erfolgreich, im asiatischen Raum (insbesondere Japan) sind sie es seitdem immer noch. Die Band spielte zunächst heftigen Melodic-Speed-Metal, verlegte sich später immer mehr auf nachvollziehbare Kindermelodien; zwischendurch gab es auch mal eine Rockscheibe (Chameleon); seit Mitte der Neunziger konzentrieren sie sich wieder auf reinrassigen Melodic-Speed.
Ihre „reguläre“ Diskographie sieht folgendermaßen aus:
Mk. I: = = = = Kai Hansen (v/g), Michael Weikath (g), Markus Großkopf (b), Ingo Schwichtenberg (dr) 1985 Helloween (EP) 1986 Walls of Jericho 1987 Judas (Maxi)
Mk. II = = = = Michael Kiske (v), Kai Hansen (g), Michael Weikath (g), Markus Großkopf (b), Ingo Schwichtenberg (dr) 1987 Keeper of the seven Keys Pt I 1988 Keeper of the seven Keys Pt. II
Mk. III = = = = Michael Kiske (v), Michael Weikath (g), Roland Grapow (g), Markus Großkopf (b), Ingo Schwichtenberg (dr) 1989 Live in the UK 1991 The best, the rest, the rare 1991 Pink bubbles go ape 1993 Chameleon
Mk IV = = = = Andi Deris (v), Michael Weikath (g), Roald Grapow (g), Markus Großkopf (b), Uli Kusch (dr) 1994 Master of the rings 1996 The time of the oath 1996 High live 1998 Better than raw 1999 Metal Jukebox 2000 The dark ride 2002 Treasure Chest
Mk V = = = = Andi Deris (v),Michael Weikath (g), Sascha Gerstner (g), Markus Großkopf (b), Marc Cross (dr) Die neue Scheibe soll im nächsten Jahr erscheinen
Dazu kommen einige Live- und Compilations-Scheiben, die nicht in allen Ländern veröffentlicht wurden (bspw. Keeper Live oder I want out live, die aber beide nahezu identisch mit Live in the UK sind – bis auf ein Stück, das fehlt, oder Pumpkin Tracks, Karaoke Remix Vol I + II) sowie unzählige Live-Bootlegs, also quasi „illegale“ Livemitschnitte.
So, zunächst einmal zur 2-CD-Version: Das Cover ist aufgemacht wie eine Schatztruhe – wie der Name schon sagt. Das fantastische Booklet enthält eine detaillierte englische Bandbiografie, verfasst vom deutschen Metal-Schreiberling Matthias Mineur, sowie zahllose Bilder der Band. Dazu gibt es einen kompletten „Stammbaum“ der Band mit allen Mitgliedern, wo sie vorher gespielt haben, wo sie nachher gespielt haben – Klasse! Eine Diskografie fehlt ebenfalls nicht; am Ende gibt’s dann die Auflistung der 29 Songs, die auf „Treasure Chest“ enthalten sind, und auf welchen Alben sie ursprünglich veröffentlicht wurden.
Und damit kommen wir nach 1391 Stunden Vorgeplänkel ;-) endlich zur Hauptsache, der Musik!
Auf Disc 1 sind 15 Songs enthalten: Mr Torture / I can / Power / Where the rain grows / Eagle fly free / Future World / Metal Invaders / Murderer / Starlight / How many tears / Ride the sky / Halloween / A little time / A tale that wasn’t right / I want out. Disc 2 enthält 14 Tracks: Keeper of the 7 keys / Dr Stein / The chance / Windmill / Sole Survivor / Perfect Gentleman / In the middle of a heartbeat / Kings will be kings / Time of the oath / Forever and one / Midnight sun / Mr Ego / Immortal / Mirror Mirror
Objektiv betrachtet, kann man angesichts der Songauswahl überhaupt nicht meckern: Es sind ALLE regulären Studioalben berücksichtig worden, und somit auch alle Phasen der Band: Sowohl die raue, heftige Zeit des Debütalbums, die erfolgreichste Zeit der „Keeper“-Phase, auch die weniger erfolgreiche Zeit mit „Pink Bubbles...“ und „Chameleon“ sowie der anschließend zweite Frühling mit Andi Deris als Sänger. Es sind alle „Hits“ der Band vertreten (bis auf JUDAS, ein echter Skandal ;-), und auch die Songauswahl ist abwechslungsreich: Knüppel-Speedster wie „Starlight“, „How many tears“ und der GIGA-Songs „Ride the sky“ (ich werde es der Band NIE NIE NIE verzeihen, dass sie diesen Song Ende der 80er aus ihrem Liveprogramm gekickt hat!), eingängige Songs wie „Dr. Stein“, „I want out“ und „Future World“, „The Chance“, Balladen wie „A tale that wasn’t right“, „Windmill“, „In the middle of a heartbeat“, Hits wie „I can“, „Power“ – das ist absolut ok.
Wer sich ein Bild über das musikalische Schaffen dieser herausragenden deutschen Metal-Band machen will, ist mit der 2-CD-Version der „Treasure Chest“ bestens bedient. Wer schon einige „alte Schinken“ der Band im Regal hat, wird sich darüber freuen, dass fünf Songs (Murderer, Starlight, Ride the sky, Keeper of the 7 keys, Dr. Stein) remixed wurden – und zwar HÖRBAR remixt! Gerade bei Keeper... klingt der Sound jetzt 1000mal besser als auf der 88er-CD.
So, jetzt zur 3-CD-Version. Diese kommt in einer schicken, stabilen Box daher und enthält: Die oben beschriebene Doppel-C, ein schickes Poster mit Bandfoto (der damals gerade nicht mehr aktuellen Besetzung inkl. Grapow/Kusch) sowie – die Hauptsache: Eine dritte CD namens „Buried Treasures“.
Auf dieser befinden sich 11 Tracks, die bisher nur auf Maxi-CDs erhältlich waren – da der „durchschnittliche“ Metaller sich aber nur Alben kauft, wird er die meisten dieser Tracks nicht kennen. Das ist – mal ganz nüchtern betrachtet, im Falle Helloweens auch verschmerzbar. Denn die elf Lieder, die auf „Buried Treasures“ zu finden sind, besitzen nur wenige – meiner Meinung nur „Shit and Lobster“ und „Ain’t got nothin better“ (beide noch mit Michael Kiske als Sänger) entsprechende Qualität, dass sie auch auf einem regulären Album hätten stehen können.
Falls jemand an der Tracklist interessiert sein sollte: Shit and lobster (1), Oriental Journey (2), I dont care, you dont care (2), Aint got nothin better (3), Moshi Moshi-Shiki No Uta (4), Cant fight your desire (5), Star Invasion (5), Silicon dreams (6), Grapowskis Malmsuite 1001 in D-Doll (6), Electric Eye (7), A game we shouldnt pay (8)
(1) von Kids of the Century, (2) = von When the sinner, (3) = von I dont’t wanna cry no more, (4) = von Hey Lord, (5) = Mr. Ego, (6) = von Perfect Gentleman, (7) = The time of the oath, (8) = Von I can
Die 3-CD-Version rechtfertigt den höheren Preis (Do.-CD hab’ ich bei Media Markt für knappe 20 Euro bekommen, die 3-CD-Version für knappe 25 Euro) eigentlich nicht. Ok, sie sieht schöner aus, doch der Inhalt, auf den es ja eigentlich ankommt, ist nicht dementsprechend höherwertig. Nur für die Deppen wie mich, die alles von einer Band haben müssen, ist so was interessant ;-) Also, wer einmal in die Welt von Helloween reinschnuppern will, bekommt mit der Treasure Chest Doppel-CD einen idealen Einstieg. Vielen Dank für’s Wachbleiben...
Pro: Umfassende Best Of CD mit Bonus-CD Kontra: Sehr schlechte Aufmachung des Covers!
Diese Helloween Best Of CD erschien Anfang diesen Jahres (2002) und ist in der Bandgeschichte die zweite Best Of CD und da die erste namens „The Best – The Rest – The Rare“ schon länger zurückliegt (1991), die eine Zusammenstellung der ersten drei Alben w ...
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Pro: Gute Auswahl, endlich einmal regulär B-Seiten zu kaufen Kontra: Einige Klassiker fehlen natürlich
...Was vom Namen her eigentlich eher an "Running Wild" erinnert, ist die wohl umfangreichste "Best Of"-Zusammenstellung, die man im Bereich Power-Metal jemals gesehen hat: Helloweens "Treasure Chest".
Im "limited edition"-pack, auf den ich hier eingehe, gibt es soweit mir bekannt ist eine Version des Trippels, das stilvoll in einer kleinen Schatztruhe geliefert wird.
Aber zunächst einmal ein paar historische Infos zu diesem Best Of:
Die Band "Helloween" gibt es seit dem Beginn der 80er. Seitdem gab es insgesamt drei Sänger namens Kai Hansen, Michael Kiske und Andreas Deris. In puncto Besetzung tat sich auch ansonsten etwas: Die einzigen Mitglieder, die seit Anfang an dabei sind, sind Markus Großkopf (Bass) und Michael Weikath (guit.), an den Drums und an der zweiten Leadgitarre gab es ebensoviele Besetzungswechsel wie im Vocal...
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