Erfahrungsbericht über

Turning the Mind - Maps

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung Turning the Mind - Maps

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Turning The Mind - Das neue Gesicht der elektronischen Musik

5  22.08.2010

Pro:
Elektronische Kunst, Fast für jeden Anlass ein Lied dabei

Kontra:
Nicht mehr so besonders und einzigartig wie We Can Create

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

mehr


thomashoffmann

Über sich: Freu mich sehr, dass ich auf diese wunderbare Seite gestoßen bin. Es gibt hier auch viele Cds über ...

Mitglied seit:29.03.2008

Erfahrungsberichte:6

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 37 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Nach dem mit guter Kritik überfallendem Erstalbum "We Can Create" kommt jetzt ein weiteres grandioses Album. Allerdings muss vorher gesagt werden, dass das zweite Album immernoch schwebende Sphäre serviert aber in einer viel elektropoppigeren Art. Ein Unterschied zu "We Can Create". Man findet zunächst weniger Shoegazingeinflüsse, diese tauchen völlig unter oder sind besser gesagt garnicht mehr da. Streicher werden mehr und mehr von überstarken Synthesizern ersetzt.
Das alles soll noch kein Armbruch sein, denn nicht umsonst habe ich diesem Werk 5 Sterne verliehen. Aber es bleibt für die We Can Create-Fanatiker mit Vorsicht zu genießen. Dass Turning The Mind im Gegensatz zu We Can Create in der NME nicht erwähnt wird und auch sonst weniger Aufmerksamkeit bekommt, lässt daraufschließen dass so mancher Maps-Fan enttäuscht sein könnte vom neuen Album. Gerade weil mehr Elektronik und etwas weniger Melancholie die Runde macht.
Aber sei es drum. Hier präsentiere ich Euch jetzt alle 13 Tracks auf dem Album. Schriftlich erklärt...die euch ab jetzt ein positiveres Denken über das Album bescheren könnte..

Turning The Mind:(5/5)
Der Opener ist mit sehr viel Melancholie beschmückt und fängt erstmal sehr ruhig an. Gut an dem Lied finde ich dass sich der Sound immer verstärkt und das Lied immer außergewöhnlicher und elanvoller wird.
Die wirbelnden Effekte und der gewöhnungsbedürftige Sound verleiht dem Lied nochmal eine interessante Art und Weise Schwermut auszudrücken.
Eine sehr schöne , zwar eingängige Melodie, an die man sich erstmal wie gesagt mit den wirbelnden Sounds im Hintergrund gewöhnen muss.
Aber man gewöhnt sich dran, der Song packt einen immer mehr und die Traurigkeit kommt erst richtig zum Vorschein wenn man das Lied öfters aufdreht.
Dann schwebt man auch hier wie bei We Can Create.

I Dream Of Crystal:(4/5)
Ein sehr synthesizerlastiger Track. Ebenfalls auf Melancholiewelten gebaut und wie gehabt und wie gewohnt eingängig. Aber auch wenn nur vier Töne den Track dominieren. Diese Melodie bleibt in einem stecken. Der Song kann aber auch nach einiger Zeit zu monoton ausfallen.
Highlights des Tracks: Die hauchende Gesänge Chapmans , vor allen Dingen in der wesentlich ruhigeren Strophe und der bombastische Synth-Pop am Ende des Songs.

Let Go Of The Fear: (4/5)
Dieser Track wäre eine Beleidigung gewesen für We Can Create, da dieser Track nicht auf das Erstalbum gepasst hätte. Es ist ein eher normaler, ja fast housiger Sound der sich bemerkbar macht, so, dass man sich beinahe vorstellen könnte durch die Clubs Berlins zu wandern. Errinnert an deutsche DJ-Arbeit.
Rockt auf jeden Fall in Diskotheken. Zwar findet man hier keinen Schimmer Schwermut, aber dafür wird man von vielen netten Basssounds und Elektroeffekten begleitet. Darum auch eine 4-von-5-Bewertung.

Valium In The Sunshine: (5/5)
Wir verlassen den Berliner Club, lassen uns Let Go Of The Fear vergessen und stürzen wieder in die typische melodiöse betrübte Mapswelt.
Erstmal beginnt der Track sehr vielversprechend ohne große Instrumentalisierung, aber es lässt sich schon feststellen dass der Track sich steigern wird... und ja das tut er. Das alles bepackt mit einer einfachen schönen Melodie und mit Möchtegern-Orgelsound eingeschnürt, aber großartig.
Der ja schon fast heilige Chorgesang im Hintergrund, die typischen verrücktspielenden Sounds, als würden Sterne vom Himmel prasseln und natürlich wieder das Talent von Chapman gute Melodien zu komponieren ... lassen wieder in Seifenblasen schweben. Highlight!

Love Will Come (4/5)
Love Will Come ist ein Track der vor allen Dingen von sehr verrückten Effekten und Randgeräuschen lebt. Die bewusst schiefe Hintergrundmelodie und der etwas gewöhnungsbedürftige Sound stellt Maps Musik neu vor.
Große Basslines und intensive Rhytmen laden zum Tanzen ein. Wieder ein Clubsong. Aber auch nach mehrerem Hören ist auch dieser Track kein Reinfall oder ein Ausrutscher. Ganz im Gegenteil. Er geht in die Ohren. Dieser Track ist schwer zu beschreiben, denn er drückt viel Geheimnisvolles aus. Die Lyrik allerdings basiert nur auf den Satz "Love Will Come" , aber Schwamm drüber...

Paper Cuts (5/5)
Dieser Track hat einen sehr kriminellen, erotischen und frechen mysteriösen Grundsound. Nicht traurig, aber auch sehr geheimnisvoll. Drückt Neugierde aus.
Die Melodie ist wie gewohnt eingänig und vor allen Dingen einfach. Trotzdem weiß man nie wo Maps all diese Melodien herholt, nicht dass sie geklaut wären, aber es ist so simpel gemacht, dass sich hier so manch ein DJ aufregen wird, warum er nicht als Erster so ein Track rausgehauen hat. Egal - Auch ein Song der vor allen Dingen gegen Ende gefundenes Fressen für Diskotheken mit Niveau sein könnte.
Aber ein Track, wo man mal einfach erklären muss... Ohren mit Stöpseln füttern, rausgehen und ein bisschen dabei joggen... wenig Melancholie, aber Maps kann die Leute auch mit anderen Emotionen packen. Das schafft er hier zweifellos.

Everything Is Shattering (5/5)
Der Titel sagt alles. Nun wird wieder nach zwei positiven Sounds mal wieder auf die Tränendrüse gedrückt. Aber ich will nichts schlecht reden. Dieses Lied ist zweifellos das Beste auf dieser Platte. Die Melodie ist auch nicht eingängig, sie ist hervorragend komponiert und strahlt perfekt die schwarze einsame Seite des Lebens aus. Der Gesang ist zwar wie gewohnt sehr simpel ausgedacht worden, aber alles was im Hintergrund ist in diesem Track verschmelzt förmlich ineinander. Dieser Sound macht die Harmonie in Person.
Ein Song der nicht nur der beste Track des Albums ist sondern auch ein Track der eine Konkurenz für die allgemeine Letzte-10-Jahre-Musik werden könnte, wenn er denn bekannt genug wär...

Chameleon: (5/5)
Die Höhepunkte des Albums finden auch hier kein Ende. Hier haben wir auch wieder ein daherträumdes Werk zu bewundern. Ein Chameleon, wechselt seine Farben, genauso wie die Soundwelt von Maps sich wechselt.
Da blickt irgendwo in der seelenverletzten Welt noch ein kleiner positiver Schein aus den Fenstern. So ähnlich, klingt Chameleon.
Die sphärische Untermalung ist auch hier am Start und natürlich wieder einmal die hauchende Stimme des Künstlers. Einwandfrei. Zum Träumen. Errinnert aber auch nicht an "We Can Create".

Nothing:(5/5)
Dieser Track fängt erstmal mit leichten pianistischen Klängen an, geht aber noch nicht in die Richtung "Traurigkeit". Es bleibt ruhig, aber ein Hauch halberotischer Merkmale machen sich bereit. Ein leichter Bass begleitet von der geheimnisvollen Stimme ist die Ruhe vor dem Sturm, denn der Track steigert sich und steigert sich, bis er sich zu einem tanzbaren Track mutiert. Der feine Glockenklang und die hauchenden Atemzüge und die leichten Dschungelbeats schließen eine weitere Gänsehautgarantie nicht aus.

The Note (These Voices) (5/5)
Definitiv der einzige Song mit einer eher schnulzigen Melodie. Aber alles bleibt mal wie erwartet im träumerischem Umfeld und auch hier endet Dank der vielen schönen Elektrosoundmomente alles im grünen Bereich. Der Song drückt Lebensfreude aus, nach dem Motto "Ätschbätsch, der Tag und das Mädel gehören heute mir!".
Auch dieser Track ist wie ein typisches Lied aufgebaut, nach dem Schema Strophe-Refrain-Strophe-Refrain -Zwischenspiel und Refrain. Aber alles bleibt auf einer sphärischen und verträumten Grundstimmung. Ein sehr liebevoller Track mit schönen Hintergrundverfeinerungen.


Die Happy, Die Smiling (3/5)
Nicht dass dieses Lied ein Ausrutscher auf der Platte wär, aber dieser viel zu kräftige Bass und der etwas dafür schwächere Beat hat mich nicht so stark vom Hocker gehauen wie die anderen Momente auf dem Album.
Ein bisschen schwermütig angeschlagen, aber keine Candle-Light-Nummer.
Teilweise auch wieder verrückte Effekte und Honky-Tonky-Pianoklänge die den Song schmücken, teilweise sogar sehr verrückte Sachen die dort abgemischt worden sind.
Der Song hat seine beste Phase gegen Ende, da steigert er sich noch ein wenig und die Harmonie wird immer besser, aber insgesamt gesehen, kein Ober-Mega-Knaller des Albums.

Without You: (5/5)
Was wäre ein Mapsalbum, wenn es nicht traurig abgeschlossen wird?
Ein komisches Album auf jeden Fall. Um den komischen Sachen auszuweichen, ist das letzte Lied auf dem Album... na was? Richtig. Traurig.
Ein kleiner wirbelnder leicht trance-artiger Sound im Hintergrund, so wie wir es nun mal gewohnt sind, ist im Hintergrund zu hören und man ist gespannt was kommt... natürlich erstmal die hauchzarte Stimme von Maps der auch hier eine wunderbare melancholische Tonkunst bietet...Zunächst erstmal keine großartigen Beats, alles schön ruhig aber deutlich im Namen des Elektropops... und dann verschwindet die Strophe und was folgt ist eine kleine süße einsame stockende Melodie...
bis auch zum Schluss nochmal seine kleine verträume Stimme darauf Platz nimmt und die Beatwelt sich ein Rhytmus mehr schenkt...



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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
BegumW

BegumW

22.08.2010 17:51

Toller Bericht. LG

marie26

marie26

22.08.2010 17:46

Prima vorgestellt!

Puma27

Puma27

22.08.2010 17:43

klasse Bericht. LG Markus ;)

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