Rapmusik aus Großbritannien findet ja meistens irgendwo zwischen The Streets, Roots Manuva und Dizzee Rascal statt - und genau da liegt Ty.
Seineszeichens einer der wenigen Conscious-Rapper des britischen Empires wurde der der Rapper nigerianischer Abstammung bereits für den Mercury-Award ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von Senilm über Ty - Closer 05.10.2006
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
gut
Klangqualität:
ausgezeichnet
Langzeithörspaß:
mittelmäßig
Pro:
Intelligentes Textwerk und herausragender Reimflow
Kontra:
musikalisch zwar abwechslungsreich aber kaum innovativ
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Rapmusik aus Großbritannien findet ja meistens irgendwo zwischen The Streets, Roots Manuva und Dizzee Rascal statt - und genau da liegt Ty. Seineszeichens einer der wenigen Conscious-Rapper des britischen Empires wurde der der Rapper nigerianischer Abstammung bereits für den Mercury-Award nominiert. Mit "Closer" liegt jetzt, nach langer Welttournee, sein dritter Longplayer vor.
"Don´t watch that" fährt bereits mit dem Mikroskop vor - über clevere Hook- und Basslines gibt Ty seine Nährlösung an Flow ab. "Everybodys want to be the best in the world - i just want to have sex with my girl", mit solchen Zeilen und einer Produktion die sich enorm nach Dr. Dre auf Speed anhört, wartet "Everybody" auf. Besser machts, die ploppende Neptunes-Synthies bringende HipHop-Ode "This here music", welche mit Speech von Arrested Development hochkarätige Mikrounterstützung und eingängige Ohrwurmhooks frisch aus dem mittleren Westen der USA importiert. Die Featureliste führen aber ganz klar DeLaSoul an, die Veteranen geben "The idea" die leider dringen benötigte Zugkraft - denn musikalisch langweilen die mittlerweile abgestandenen Old-School-Pianosamples und das monotone Hintergrundgejaule.
"I´m really not into that - reach from the starship - i´d rather speak from the starship"
"What you want" gibt sich jazzbetonter aber etwas zu laid back - während der Titeltrack letztendlich mehr Flow vorlegt als der Rhein-Main-Kanal. Auch dieser Track muss sich einen Vergleich gefallen lassen - diesesmal standen eindeutig "The Hieroglyphics" mit klasse Soulbläsersampling und vocodergestützter Hook Pate für den Sound - rein textlich repräsentiert Ty aber seine ganz eigene Klasse, und die glänzt heller als der S-Stern von Mercedes. Etwas zu nervig mit gepitchten Keyboards verspielt "Oh" seine textlich eingespielten ironischen Gängster-Image-Sympathien, da können auch Hochkaräter wie Bahamadia auf der Gästeliste das Menü nicht mehr retten.
"I rock but i´m not Billy Idol - HipHop Version of Coldplay"
"Aim for your goals" versetzt musikalisch in bereits verdrängte Früh-90er HipHop Jahre inclusive wummernder Bässe, setzt "Sweating for your salary" dafür aber ins rechte Licht - das dank Ty und anschliessendem "Sophisticated und Coarse" heftig zu flimmern beginnt. Eingängig lullt sich dieser Flow - auch mit Eska´s Soulstimme - ins Gehör. "L.O.V.E." als der experimentielle Disco-Electro-Liebhaber in Balladen-Pumps zelebriert sich selbst zu sehr ins Off, aus welchem sich "Hustle ( that´s why we)" mit sägender Mundharmonikamelancholie, selbst nicht mehr herausrettet.
Die Portion Conscious-Rap aus U.K. kann man ganz gut vertragen - auch wenn sich Ty vieler gängiger Producingtechniken bedient - stehen sein Reimskill und textlichen Ergüsse stets auf innovativem, hohen Niveau. So just take a closer look…
..., in der Tradition von Souls of Mischief stehenden "Movements" lässt sich das Gewicht erkennen, daß später noch mit "Witness ( I hope )" und "Colossal Insight" weiter beschwert wird. In den Ring steigt auch TY, einem Award-Winning-Rapper des BigDada-Stalls. Mit seinem Durchbruch "The Tale", "Wait a minute", "Look for me" sowie dem letztjährigen Hit "Closer" ist er gleich mehrfach vertreten. BigDada hat mehr zu bieten, die im Wu-Tang-Wahn enstandenen Infesticons, ebenso wie den Veteranen NewFlesh, dessen heissblütige Raps in letzter Zeit aber etwas dickflüssig durch den Äther krochen. Dieses Temperament bringt Diplo ins Spiel, die Breakbeats taumeln im TwoStep-Fieber von "Diplo Rhythm", das die weibliche Rapperin mit Salvengleichen Raps seziert. Highlight natürlich der US-Import Spank Rock, welche nicht nur mit Ihrem sexstrotzenden Funkmonster "Sweet Talk...
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hilfreich 01.01.1970
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