bei den W.A.S.P.en nix Neues
22.05.2001 (03.06.2001)
Pro:
für W . A . S . P . - Fans gut, alles allgemein sehr bekannt
Kontra:
nix Neues, keine innovativen Ideen
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
Häufigkeit der Nutzung
Dieser Tonträger ist:
mehr
 ungeschaelterReis
Über sich:
Ich spiele viel Gitarre, man könnte schon sagen ich bin hypermusikalisch bin! *g* Ansonsten gibt's f...
Mitglied seit:01.04.2001
Erfahrungsberichte:17
Vertrauende:2
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 11 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
„UNholy Terror“, die jetzt neunte Studio-CD der Band W.A.S.P. ist leider nicht ihre Beste. Natürlich sind die allgemein bekannten Trademarks der Band erhalten geblieben (eingängige Refrains, „Kick-Ass“-Attitude, provokante Texte usw.), doch Originelles oder Neues findet man auf dieser Scheibe nich. Die Köpfe von W.A.S.P. sind nach wie vor Songwriter, Gitarrist und Texter Blackie Lawless und Leadgitarrist Chris Holmes. Sie werden auch weiterhin unterstützt von ihren Sidekicks Mike Duda am Bass und Stet Howland, die seit der 97‘er „Kill Fuck Die“ – Tour das Line-Up ergänzen. Ausserdem gibt’s auf dieser Scheibe ein Wiederhören mit Frankie Banali, der zuletzt auf der „Still not black enough“ – Scheibe die Stöcke schwang und auf „Unholy Terror“ bei fünf der zehn Stücke die Felle drischt. Soundtechnisch klingt das Ganze wie eine Mischung aus der Industrial-angehauchten „Kill Fuck Die“ - Scheibe und dem trocken und erdig produziertem Vorgänger „Helldorado“. Auch vom Songwriting hat man das Gefühl, alles schonmal bei W.A.S.P. gehört zu haben. Bei „Raven Heart“ klauten sich die Jungs auch noch ziemlich offensichtlich das „School’s out“ – Riff von Altmeister Alice Cooper. Zudem ist die Arbeit mit 2 Drummern der Scheibe nicht gerade zuträglich, denn die drei Stücke, die mit Stet Howland eingespielt wurden, hinken vom drumtechnischen Niveau der Arbeit eines Frankie Banali meilenweit hinterher. Zu den einzelnen Tracks:
1. Let it roar – typischer W.A.S.P.–Up-Tempo Track; netter Opener, nix Besonderes 2. Hate to love me – Mid-Tempo Track; hätte auch auf der „Kill Fuck Die“ stehen können... ebenfalls nix Besonderes
3. Loco-Motive Man – Up-Tempo im Stile von „Chainsaw Charlie“ (auf „The Crimson Idol zu hören“); textlich verfasst als offener Brief eines Schul-Amokläufers; eines der BESSEREN Stücke 4. UNholy Terror – Intro zum nachfolgenden Stück, frecherweise als eigener Track gezählt (Zeit- /Trackschindung?)
5. Charisma – Blackie’s Abrechnung mit diversen negativen historischen Gestalten (wie z.B. Adolf Hitler, Charles Manson etc.); langsameres Mid-Tempo; interessante Arrangements, das Kernstück der CD 6. Who slayed Baby Jane? – nette Abgeh-Nummer mit W.A.S.P.-typischen Horrorlyrics; eins der Highlights der Scheibe
7. Euphoria – Gitarreninstrumental; wird von Blackie beschrieben als „Music to get high by“; kommt ohne Drogen jedoch ziemlich langweilig; man hat ebenfalls wieder das Gefühl, als würden hier Zeit und Tracks geschunden 8. Raven Heart – Up-Tempo-Stück mit „School’s Out“ – Riff; nicht weiter originell
9. Evermore – im Grunde die Fortsetzung von „Forever Free“ (auf „The headless children“); musikalisch ähnlich gehalten und von Blackie leidenschaftlich gesungen, erreicht jedoch leider nicht die Klasse des Vorgängers 10. Wasted White Boys – ein weiteres Glaubensbekenntnis à la „Maneater“ oder „Cocain Cowboys“; zur Abwechslung mal wieder Up-Tempo
Zusammenfassung: Die Scheibe ist zwar nicht schlecht und als W.A.S.P.-Fan wird man wahrscheinlich nicht enttäuscht werden, gemessen an dem Standard, den die Band durch frühere Alben selbst vorgegeben hat, kein wirklicher Knaller. Zuviele Ideen wirken bereits bekannt oder wurden offensichtlich kopiert, der bereits erwähnte Sound ist wahrscheinlich Geschmackssache, ich kann allerdings auch die Leute verstehen, die damit so ihre Probleme haben. Nur etwas für Leute, die auf „Kick Ass“ – Mucke stehen... FAZIT: Nicht schlecht, aber keine Kaufempfehlung
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