MEGADETH : UNITED ABOMINATIONS
So heute gibt es mal nach langer Zeit wieder ein CD Bericht von mir. Dieser handelt von der letzten Megadeth CD: "United Abominations", welche im Mai letzten Jahres erschienen ist.
Megadeth gehören mit zu einer meiner absoluten Lieblingbands. Von daher war ich letztes Jahr wie immer tierisch gespannt auf die neue CD.
Ob sie mir gefallen hat und nach einem Jahr auch immer noch gefällt, darüber geht es nun im Weiteren…
Preis und Plattenfirma:
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Zu kaufen gibt es das Album zum Beispiel bei Amazon für 18,95 Euro. Man sollte es aber auch in jedem gut sortierten CD-Geschäft bekommen.
Erschienen ist es im Mai 2007 bei Roadrunner Records.
Nähere Informationen unter:
www.roadrunnerrecords.de
Die Band:
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Die Band gibt es seit 1983 und wurde vom Sänger und Gitarristen Dave Mustaine gegründet, der vorher bei Metallica tätig war und dort wegen einiger Eskapaden rausgeschmissen wurde.
Megadeth sind vom Prinzip her Dave Mustaine, der Rest der Band sind es zwar immer alles exzellente Musiker, die aber immer wieder im laufe der Jahre ausgetauscht wurden. Was aber keinen großen Einfluss auf den Sound der Band hatte.
Es ist seine Band in der er das sagen hat und wo er die Songs zum größten Teil alleine schreibt. Kurz gesagt Dave Mustaine ist ein Egomane und der Diktator der Band, gleichzeitig aber einer der besten Musiker und Songwriter wie ich finde.
Musikalisch bewegen sich die Songs immer auf höchstes Niveau und sind sehr ausgefeilt. Die Texte stehen dem nichts nach und sind in der Regel oftmals politischer sowie auch persönlicher Natur.
Den Höhepunkt hatte die Band kommerziell gesehen Anfang der 90iger mit dem Alben Countdown to extinction und Youthanasia. Welche sich Millionenfach verkauften und deren Singles oft auch auf MTV, mit den dazugehörigen Videos gespielt wurden.
Die Band hat im laufe ihrer über 25 jährigen Karriere 12 Studioalben veröffentlicht, wobei kein wirklich schlechtes mit bei war.
Auch wenn alle Alben über einen typischen Megadeth Sound verfügen, klingen alle anders und die Band hat sich stetig weiter entwickelt und ist mit der Zeit gegangen, so das sich jedes neue Album modern anhört.
Discografie:
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1. Killing Is My Business... And Business Is Good!
2. Peace Sells... But Who's Buying?
3. So Far, So Good... So What?
4. Rust In Peace
5. Countdown To Extinction
6. Youthanasia
7. Hidden Treasures
8. Cryptic Writings
9. Risk
10. Capitol Punishment (Best of)
11. The World Needs A Hero
12. Rude Awakening (live)
13. Still Alive... And Well? (live)
14. The System Has Failed
15. Greatest Hits: Back To The Start (Best of)
16. United Abominations
So und genau über dieses 16. Album soll es nun im Folgenden gehen:
Cover:
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Das
Bilder von United Abominations - Megadeth
Cover habe ich mal eingescannt und mit hochgeladen, macht sich besser und man kann sich die Beschreibung sparen.
Gehört nicht zu den besten Alben Covern von Megadeth aber am wichtigsten ist ja schließlich hierbei die Musik.
Das Album wurde in folgender Besetzung eingespielt:
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Dave Mustaine: Gesang, Lead-Gitarre
Glen Drover: Gitarre
James LoMenzo: Bass
Shawn Drover: Schlagzeug
Die einzelnen Songs:
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1. Sleepwalker (5:53)
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Der Song beginnt ruhig mit einem kleinen akustischen Part und steigert sich dann von der Geschwindigkeit und der Härte her immer weiter, so dass der Song nach knapp einer Minute seine volle Kraft hat und nun auch der Gesang einsetzen kann.
Hierbei handelt es sich um einen guten Opener um das Album zu eröffnen, da sich der Song, wie grad beschrieben, langsam aufbaut und danach zu einem sehr schnellen und kraftvollen Megadeth-Stück wird.
Trotz der Schnelligkeit ist der Song immer noch sehr melodiös und bleibt schnell in den Gehörgängen hängen und überzeugt mit einigen Breaks welche den Song abwechslungsreich gestallten und wodurch auch nach mehrmaligem Hören keine Langeweile aufkommt.
Dave Mustaine schafft es mit seinem Gesang, diesem recht harten Song, weitere Melodie einzuhauchen und der mehrstimmige Chorus trägt des Weiteren dazu bei.
Mit einer der härtesten Megadeth-Songs seit Jahren aber auch gleichzeitig super eingängig auf Grund der Melodie.
Note: 1
Sleepwalker - Did I give you concrete shoes?
And throw you off of a bridge
Sleepwalker - When I lay down to sleep
Pray your soul's mine to keep, I feel you near me
Go to sleep, Sleepwalker
2. Washington is Next! (5:19)
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Mein absoluter Lieblingssong auf diesem Album.
Er beginnt mit einem sehr eingängigen und melodiösen Gitarrensolo und der Gesang setzt genauso melodiös ein. Der Song ist schnell, kraftvoll und hat eine klasse Melodie die sich sofort festsetzt und einen in ihren Bann zieht.
So oft wie dieses Lied schon gehört habe, müsste es mir eigentlich schon zum Halse raushängen. Ist aber nicht der Fall und gefällt mir immer noch genauso wie beim ersten hören und von daher:
Note: 1+
The word predicts the future and tells the truth about the past
Of how the world leaders will hail the new Pharaoh
The eighth false king to the throne: Washington is Next!
3. Never Walk Alone... a Call to Arms (3:54)
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N icht ganz so schnell wie der erste Song aber dafür besticht er durch eine ungeheurere Power. Der Gesang ist recht druckvoll und hart.
Trotz allem ist der Song immer noch melodiös und durch das ein oder andere Break auch recht abwechslungsreich.
Ein kleines Biest was da komponiert wurde, welches voll abgeht.
Dieser Song hat bei mir eine Weile gebraucht um sich bei mir festzusetzen und um mir zu gefallen aber von mal zu mal hat er mich mehr überzeugt.
Note: 1-
When you feel that something wrong
Ill shelter you and keep you warm
Ill never let you walk alone
I loved you when you still hated me
I'm coming and it wont be long
Time to reap what I have sewn
Never ever let you walk alone
I know your enemy it once was me
4. United Abominations (5:35)
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Es geht mit ruhigen Gitarrenklängen los und man hört leise Windgeräusche.
Im Anschluss hört man eine Stimme die aus einem Fernseher oder Radio zu kommen scheint und sich langsam aber sicher in rage redet. Untermalt wird das Ganze von Musik.
Dann startet der Gesang und dieser ist eher gemäßigt und etwas schleppend. Wie auch der ganze Song, welcher sich eher im Mid-Tempo Bereich befindet und auch recht düster daher kommt.
Zwischendurch wird der Song immer wieder von Samples mit der Stimme untermahlt.
Interessantes Stück, sehr eingängig und melodiös. Zudem Abwechslungsreich und kraftvoll. Überzeugt schon nach dem ersten hören und wird trotzdem noch von mal zu mal besser.
Note: 1
The U.N. is right; you can't be any more "un"
Than you are right now, the U.N. is undone
Another mushroom cloud, another smoking gun
The threat is real, the Locust King has come
Don't tell me the truth; I don't like what they've done
It's payback time at the United Abominations
5. Gears of war (4:25)
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Der Song wurde ursprünglich für den dritten Teil des gleichnamigen Action-Shooter Spiels produziert.
Der Anfang ist recht düster und atmosphärisch. Dann setzt der Gesang ein und hört sich ein bisschen eintönig und leiernd an. Der Chorus ist dann schon besser und eingängiger.
Bis dato der langsamste Song auf dem Album, der recht schlicht aber trotzdem nicht langweilig ist.
Note: 2-
Smart bombs, precision guided armament
A more sophisticated way to end up dead
Still we search and invent such intelligent weapons
That kill each other like the Gears of War
Hoo-rah!!!
6. Blessed Are the Dead (4:02)
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Hmm auf alle Fälle auch ein Lied welches man sich öfters anhören muss. Die ersten male war es nur an mir vorbeigerauscht ohne das was hängengeblieben ist.
Was ja in der Regel nichts Schlimmes bedeuten muss.
Hier ist es aber anders, mit dem Song kann ich mich nicht anfreunden. Mittlere Geschwindigkeit, sehr gute Solos aber der Song selber hat keine gute Melodie oder irgendetwas was ein vom Hocker haut.
Bis zum Schluss die besagten Solos kommen.
Note: 4
(RIDE!) Won't you four horsemen ride again
Before this kingdom is blown to kingdom come
I hold fast to what I believe
Till I see my name in stone
Blessed are the dead
7. Play for Blood (3:49)
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Hier verhält es sich ähnlich wie bei dem vorherigen Song. Etwas eingängiger, ein bisschen schneller aber trotzdem eher belanglos. Rauscht eher an mir vorbei und das auch noch nach dem 20. oder 30. mal hören.
Note. 4
If I win again, I'm still the champion
And if you win, ha, that's just impossible
I don't play for keeps; I don't play for your soul
I don't play to win; I don't play for it all
I play for blood
8. A Tout Le Monde (Set Me free) (4:11)
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Hierbe i handelt es sich um einen Titel welcher schon 1994 auf dem Album "Youthanasia" erschienen war. War dort eher als Power-Ballade angesiedelt und mit einer der besten Songs auf diesem Album.
Hier auf dem Album befindet sich nun eine Neuauflage welche Dave Mustaine im Duett mit Christina Scabbia von Lacuna Coil aufgenommen hat. Muss man einen klasse Song noch mal aufnehmen? Besser kann man den nicht mehr machen dachte ich mir… Dachte ich mir auch nur, es geht aber…
Der Song wurde mit einer höheren Geschwindigkeit aufgenommen, so dass man ihn nicht mehr als Ballade bezeichnen kann ohne dass er dabei an Feeling oder Faszination verliert.
Eher umgekehrt, er ist besser geworden und hat sogar an Feeling und Faszination dazugewonnen.
Einziges Manko ist, dass Dave zu sehr im Vordergrund mit seinem Gesang steht. Man hätte das Duett ruhig gleichberechtigt von den Einsetzen her machen sollen. Leider kommt Christina mit ihrer klasse Stimme etwas zu wenig zum Einsatz.
Trotzdem eine wirklich gute Neuaufnahme.
Note: 1
A tout le monde (To all the world)
A tout mes amis (To all my friends)
Je vous aime (I love you)
Je dois partir (I have to leave)
These are the last words
I'll ever speak
And they'll set me free
9. Amerikhastan (3:43)
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Hier beginnt das Ganze mit einem gesprochenen Part und mit einer Aneinanderreihung von Solos.
Dann folgt ein melodischer Part wo der Gesang im Vordergrund steht um dann wieder von einem gesprochenen Part ohne Solos abgelöst zu werden. Danach kommt ein längerer Soloteil.
Hier lässt man mehr die einzelnen Instrumente dominieren als den Gesang oder eine Melodie.
Mir gefällt es trotzdem irgendwie.
Note: 3+
All that they envisioned of what things would come to be
Turned into a pink mist when they blew to smithereens
We are just a war away from Amerikhastan
When God versus God;the undoing of man
10. You're Dead (3:18)
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Ein recht schleppender und etwas düster wirkender Song, der recht abwechslungsreich ist und mit einem klasse Solo aufwarten kann. Eingängig obwohl er das eigentlich gar nicht ist.
Der Gesang ist etwas schräg aber passt dazu…
Bis auf das Solo kein wirklich melodiöser Song. Bleibt aber trotzdem nach einigem hören im Ohr sitzen und macht jede Menge Freude.
Note: 2-
One day I'll dance on your graves
Even if you're buried at sea
Till then till when I exact my revenge
I'll tell them you're dead to me
11. Burnt Ice (3:47)
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Beginnt mit einem klasse Solo welches auch noch dudelt als der Gesang schon lange eingesetzt hat. Sehr interessanter, eingängiger und auch abwechslungsreicher Song. Braucht auch einige Anläufe ehe er sich beim hören festsetzt.
Die Geschwindigkeit ist von mittel bis schnell im Wechsel. Viele Solos und Breaks.
Hier ist es mal der Fall das die Instrumente im Vordergrund stehen und der Gesang den Song nur untermalt.
Ein würdiger Abschuss für das Album und ein wirklich klasse Song.
Nicht so gut wie der Opener dieser CD aber nah dran.
Note: 1-
Spiral to destruction, it's too late to break the spell
He wants the ride to stop on the freight train straight to hell
Without the truth he'll never find in a dungeon of his lies
His cause of death... high speed on burnt ice
Die Produktion:
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Die Produktion ist sehr sauber und klar. Man kann die einzelnen Instrumente glasklar raus hören. Die Musik kommt nie matschig oder breiig rüber. Der Sound ist von der Stimmung her leicht düster gehalten.
Samples wurden mit bedacht eingesetzt, genau da wo es richtig ist und nur soviel das sie denn Song untermalen und nicht tragen. So das man sie nicht vermissen wird wenn es sie live nicht gibt.
Der Gesang ist sauber produziert, so dass man jedes Wort verstehen kann.
Kurz gesagt, eine handwerklich solide Produktion.
Fazit:
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Ein gutes Album, mit einigen sehr guten Songs, zwei schlechten und zwei eher mittelmäßigen. Der Langzeit Hör spaß ist auf alle Fälle gegeben.
Das vorherige Album hat mir definitiv besser gefallen und auch viele andere waren besser.
Was jetzt wie gesagt nicht heißen soll, dass es ein schlechtes Album ist, was man auch an der Benotung der einzelnen Titel erkennen kann aber da der Maßstab an den anderen Alben liegt muss ich hier Abstriche ziehen.
Viele Alben davor waren einfach "perfekt" oder "sehr gut" und das ist dieses nicht. Wären die anderen Alben nicht die, die Messlatte so hoch gelegt haben, würde es vier Sterne geben.
So gibt es von mir leider nur 3 Sterne aber eine klare Kaufempfehlung.
Vielen Dank für das Lesen und Bewerten.
31.08.2008 20:32
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16.08.2008 18:59
Den Bericht musste ich eben mal noch umbewerten. Das "sh" konnte ich so nicht stehen lassen. Nicht unbedingt meine Musik, aber sehr schön und vor allem inhaltlich sehr informativer und interessanter Bericht. Grüße,Jens
10.08.2008 17:45
schön geschrieben. LG Placebo21