Here to stay
25.07.2002
Pro:
fast alles
Kontra:
Sachen wie "Wake up hate"
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
mehr
 daZwerg
Über sich:
Ich schaff's im Moment einfach nicht, einen neuen Bericht zu schreiben.
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 86 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hi! KoRn sind wieder da. Fans und Kritiker warteten sehnsüchtig auf den „Issues“-Nachfolger. Die Erwartungen waren verdammt hoch und ich kann im Vorfeld schon mal sagen, dass KoRn sie erfüllt haben. Jetzt ist „Untouchables“, das fünfte KoRn-Album, draußen und ich kam nicht umhin, mir den Neuling zu besorgen. Bevor ich hier mal wieder meine CD-Eindrücke niederschreibe, noch ein paar Infos zur Band.
>KoRn< KoRn sind die „daddies“. So hat Jonathan Davis die Band im Interview mit Visions bezeichnet (nachzulesen in der Mai-Ausgabe dieses Jahres). Und zwar sind KoRn sozusagen die Väter des Nu Metal, die, die alles ins Rollen gebracht haben. 1994 gab’s das erste KoRn – Album, selbstbetitelt. Darauf mixte die Band munter harte Gitarrenmusik mit Rap. Und Jonathan Davis schrie sich seinen ganzen Frust von der Seele und das tut er auch heute noch.
Na ja, irgendwann fand dann die breite Masse heraus, dass KoRn ja ´ne ziemlich coole Band ist und bla. Allerdings finde ich nicht, dass die Band so großartig vermarktet wird oder kommerziell ist wie z.B. Limp Bizkit – die übrigens von KoRn entdeckt wurden. Jedenfalls sieht man ja, was draus geworden ist: Limp Bizkit sind Trend, Linkin Park sind Trend und was-weiß-ich wer noch. KoRns Besetzung sieht übrigens folgendermaßen aus:
Jonathan Davis – Vocals und hin und wieder Dudelsack James „Munky“ Shaffer – Gitarre Brian “Head” Welch - Gitarre David Silveria – Drums Reginald „Fieldy“ Arvizu – Bass Ich höre KoRn nicht seit den Anfängen (damals war ich auch erst 8, von daher sollt’s nachvollziehbar sein ;o) ), aber mittlerweile ist mir die Band in gewisser Weise ans Herz gewachsen oder wie ich das auch immer nennen soll. *smile* (daZwerg)
>DISCOGRAPHIE (ALBEN)< - KoRn - Life is Peachy - Follow the Leader - Issues - Untouchables
>DAS ALBUM< Das Cover: Beeindruckend, wie ich finde. Das Cover gefällt mir verdammt gut. Ganz im Stil vom „Follow the Leader“-Cover gibt’s eine Zeichnung zu sehen. Kinder, die völlig verschieden aussehen und auch aus verschiedenen Ländern zu kommen scheinen, sehen dem Betrachter mit düsterem und ziemlich kaputtem Blick entgegen. Ein Kind mit Mütze in der zweiten Reihe trägt ein T-Shirt, auf dem der Name der Band steht, also „KoRn“. In roten Buchstaben steht dann noch „Untouchables“, der Albumtitel, weiter unten. Die Zeichnung finde ich ziemlich klasse und das Cover knüpft an die früheren KoRn-Alben an, die ja auch alle etwas mit Kindern zu tun hatten bzw. haben.
Auf meiner CD klebt übrigens noch so’n toller Aufkleber, der mir sagt, dass ich eine „Limited Edition“ der CD besitze. Das bedeutet für mich folgenden Bonus (ich zitiere den Aufkleber): „Here to Stay exclusive remix & director’s cut video + free subscription to the KoRn kamp at KoRn.com until 9/15“. Aha. Na ja, eigentlich weiter wichtig und ich werde den Remix auch net im Bericht behandeln. Ist eben ein Remix. :o) Das Booklet:
Faltet man das Booklet aus, kann man auf der einen Seite noch mal den Albumtitel in riesigen weißen Buchstaben bewundern und die obligatorische „Would like to thank...“-Liste bewundern. Auf der anderen Seite gibt es wieder die gezeichneten Kinder zu sehen, darüber ein Rotton, sodass die Kinder nicht mehr ganz so deutlich erkennbar sind wie auf dem Cover. Die Songtitel sind in wirrer Reihenfolge auf die Booklet-Seiten gekritzelt, und zwar sieht es aus, als sei dies mit Klarlack gemacht worden. (daZwerg) Songtexte gibt’s leider nicht, schade. >BESPRECHUNG DER EINZELNEN SONGS<
01. Here To Stay Dieses Lied ist der Hammer schlechthin! Davis’ etwas abgehackter Gesang und das einprägsame, „schwere“ Riff setzen sich sofort im Ohr fest. Das gleiche gilt für den Refrain, der auch ziemlich basslastig ausgefallen ist. Nach circa dreiviertel des Songs gibt’s eine etwas ruhigere Stelle im Lied, an der ausschließlich Jonathans Stimme im Vordergrund steht, danach knallt das Lied wieder gut rein. Wertung: 10/10 02. Make Believe Hier kommen die elektronischen Elemente, die dieses KoRn-Album mit ausmachen, zum ersten Mal richtig zur Geltung. Diese kommen besonders am Anfang von „Make Believe“ zur Geltung. Der Song ist einer der etwas ruhigeren; nur im Refrain kommen die Gitarren recht gut raus. Wertung: 8/10
03. Blame Wieder so ein verdammt cooles Lied. Heftige, dumpfe Gitarren leiten „Blame“ ein, danach wird’s etwas ruhiger und Davis beweist, dass er auch relativ klar singen kann. Allerdings nur für kurze Zeit, denn dann geht’s wieder heftiger weiter. Bei diesem Song gibt’s immer so ein Spiel zwischen laut-leise und schnell-langsam. Davis leistet mal wieder Großartiges: mal ist seine Stimme schon fast ein eindringliches Flüstern, mal schreit er. Insgesamt ein ziemlich gelungenes Lied! :o) Wertung: 10/10 04. Hollow Life Ganz leise fängt “Hollow Life” an; mit Synthesizern. Davis singt ganz ruhig und mit klarer Stimme. Diese wird mal etwas heftiger und wechselt dann sofort wieder zum klaren Gesäusel. In diesem Lied dominieren die Gitarren nicht, sondern eher der Bass. Ich finde den Song wirklich super, er ist zwar einer der ruhigeren, aber hat irgendwie Atmosphäre (daZwerg) und auch die etwas lauteren Passagen sind sehr gelungen. ;o) Einer der Höhepunkte. Wertung: 10/10 05. Bottled Up Inside Wie um “Hollow Life” wieder wettzumachen, setzen bei Track Nummer Fünf sofort die dumpfen Gitarren ein. Die harmonieren auch ganz gut mit den Elektro-Parts, die Davis zwischendurch reingemixt hat. Ich finde, „Bottlet Up Inside“ ist ein typisches KoRn-Lied. Und die sind ja nie schlecht. :o) Wertung: 9/10
06. Thoughtless Wieder ein einprägsameres Riff und Davis gibt alles. Ich liebe diese Stimme! Mal singt er eher mit seiner „normalen“ Stimme (na ja, normal...), dann grollt er wieder los oder säuselt mit hohem Stimmchen vor sich hin. Der Song hat zwar keine Höchstgeschwindigkeit vorzuweisen, aber die Gitarren hauen mal wieder etwas doller rein und Davis – dazu muss ich wohl nix sagen. ;o) Wertung: 10/10 07. Hating Eine Reihe von quakenden Synthesizern leitet “Hating” ein. Nach einer kleinen Weile kommt das Schlagzeug dazu. Merkwürdigerweise singt Davis ganz ruhig, anstatt seinen Hass laut rauszubrüllen. Das Lied wird nach einer Zeit aber schneller und die Breitwand-Gitarren setzen ein. Während der Strophe ist das Lied aber wieder sehr ruhig. Der Tempo-Wechsel ist wieder sehr gut gelungen. „Hating“ ist so’n Song zum auf-dem-Bett-liegen-und-Töne-in-sich-aufnehmen. *räusper* Ihr wisst schon. *g* Wertung: 10/10
08. One More Time Huh, der Bass knallt gut rein in die Magengrube. ;o) Das gleiche gilt für die für mich leicht nach Metal klingenden Gitarren, die sich aber eher ins Ohr als in den Magen verirren. „One More Time“ ist eines der schnelleren Lieder, zumindest die meiste Zeit (mal abgesehen von den ruhigen, fast nur durch Elektronik bestimmten Breaks, in denen Davis wieder seine ruhige Stimme rauskramt). Ich hör’s immer wieder gerne, geht gut ins Ohr, rockt und ist einfach KoRn. Punkt. Wertung: 10/10 09. Alone I Break Bass und Elektronik umschwirren meine Ohren; dazu kommt die beschwörende, klare Stimme von Jonathan. Ist das wohl die erste KoRn-Ballade? Klingt zumindest so. Nur ein paar cleane Gitarren kommen ab und zu durch, ansonsten besteht „Alone I Break“, wie geschrieben, Bass und Elektro. Der Song ist mal was anderes – sehr, sehr ruhig eben; jedenfalls für KoRn. Aber nicht übel. Wertung: 10/10 10. Embrace Zum Ausgleich mal wieder etwas schneller, lauter, heftiger? Aber bitte doch. Die Gitarren – dumpf, knallhart, schnell. Jonathan – grunzt, nur unterbrochen von gelegentlichen Schreien. „Embrace“ – ganz okay wenn man Agressionen abbauen möchte, ist mir sonst zu roh. Mag ich nicht sooo gerne. Wertung: 5/10
11. Beat It Upright Jonathan gröhlt und grollt sich wieder seinen Frust von der Seele, dazu kommt der dumpfe, gut hörbare Bass plus Breitwand-Gitarren. Ich meine zuweilen, ein Bellen zu vernehmen. *g* „Beat It Upright“ ist wieder ein sehr rohes, wütendes Lied, ich persönlich finde es aber besser als den Vorgänger, deswegen ´ne bessere Wertung: 7/10 12. Wake Up Hate Wir kommen anscheinend nicht mehr raus aus der rohen, agressiven Ecke. Jonathan grollt sein „Wake Up Hate“ schnell und abgehackt zu den schnellen Kamikaze-Gitarren. Dieses Lied ist mal was ganz anderes. Einfach voller Hass und Agression. Passt allerdings nicht wirklich zu KoRn und ist eher ein Tiefpunkt. Ich find’s ziemlich nervtötend ... einfach stumpf, wenn man agressiv ist, kann man’s aber mal hören. Wertung: 4/10
13. I’m Hiding Es wird wieder ruhiger und “I’m Hiding” setzt sich fast ausschließlich aus Bass und Elektronik zusammen, bis irgendwann die fetten Gitarren einsetzen. Ganz nettes Lied, nix dolles, aber nett. Wertung: 8/10 14. No One’s There Eingeleitet wird das Lied durch einzelne Gitarrentöne, nach einer Weile geht’s aber mit Akkorden weiter, die – typisch – dumpf und schwer klingen (soweit ich weiß, sind die Instrumente von KoRn tiefer gestimmt, daher kommt das). Der Bass bahnt sich wieder mal seinen Weg in die Magengrube. Jonathan singt mit seiner beschwörenden, recht „normal“ klingenden Stimme um dann im Refrain wieder lauter zu werden. Recht gelungener Ausklang. :o) Wertung: 9/10
>FAZIT< Dieses Album ist auf jeden Fall verdammt gut gelungen. Songs wie „Here to stay“, “Hollow Life” oder “One More Time” sind einfach klasse und ein absolutes Muss. Das gleiche gilt allerdings auch für den Rest des Albums – hörenswert sind alle Stücke. Einige davon würde ich nicht als den absoluten Megakracher bezeichnen, aber diese ziehen „Untouchables“ in der Gesamtwertung nicht runter. HipHop-Elemente, wie auf „Follow the Leader“, muss man hier mit der Lupe suchen (außer beim „Here to stay“-Remix, den ich allerdings nicht erwähnenswert finde), nicht zu überhören sind aber die Elektro-Elemente (die Synthesizer etc. hat Jonathan selbst programmiert, an dieser Stelle ein Lob in seine Richtung, auch wenn er’s nie lesen wird! :o) ). Ähm, ja. Ich verliere mich schon wieder. Was wollte ich sagen? Ach ja. „Untouchables“ ist ein verdammt gelungener „Issues“-Nachfolger. Mal roh und laut, mal sanft und leise. Dass KoRn Instrumente spielen können, haben sie ja schon lange bewiesen und dass Goldkehlchen Jonathan Davis es einfach drauf hat, muss ich wohl nicht mehr betonen, dass hat er schon oft bewiesen.
Also: volle 5 Sternchen für „Untouchables“! Verbleibe mit den besten Wünschen und Grüßen (blablabla):
© 2002 daZwerg
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26.10.2004 22:14
Bericht is dir wohl gelungen! Finde das Album aber im Vergleich zu allen anderen korn alben nur mittelmäßig
25.10.2003 20:00
Weiß zwar nicht, ob man sich die Songs bei bloßer Beschreibung vorstellen kann- ich kenne sie- aber auf jeden Fall ein guter Bericht.
14.12.2002 13:52
Ich muss es zugeben: Ich bin einer dieser Scheuklappen-Metaller, der mit diesen Bands wie Korn absolut gornüscht anfangen kann...