Erfahrungsbericht über

Update 3.0 - X-rx

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X-Rx, das/die/der Dritte

4  18.09.2010

Pro:
beugt sich NICHT dem "Noise - Einerlei" und ganz gute Remixe am Ende

Kontra:
leider immer wieder der gleiche Drum -  und Synthesizer - Sound

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

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ellementz

Über sich: Hallo, mein Name ist David. So lautet mein richtiger Name. Natürlich NICHT "ellementz". I...

Mitglied seit:18.07.2006

Erfahrungsberichte:298

Vertrauende:4

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 41 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Über X-Rx

Nun, was oder wer ist/sind X-RX? Also, da es die 3. CD von denen ist, mache ich einen 3. Bericht über sie.
Also X-Rx sind eine Band im Bereich des Industrials/Electros. Wobei man sagen muss, dass die Übergänge oft fließend sind, da in 80% mir bekannten Electrobands Industrialelemente enthalten sind. Sprich, harte, "maschinelle" Beats, aggressive, SEHR künstliche Synthesizer und verzerrter Gesang. Natürlich das ganze deutlich härter als die Originale von Kraftwerk oder Skinny Puppy.
Und das ganze Industrial-Electro-System ändert sich. Von der klassischen Phase, über das Drum-and-Bass-Electro über Aggrotech bis hin zum PowerNoise. Zumindest empfinde ich die neuesten Scheiben der Größen der neueren Szene (Hocico, Funker Vogt, Suicide Commando oder Combichrist) so.
Mal sehen, ob es diesmal stimmt mit "komplexen Krach anstatt Straight-Line-Beats".
Hinter X-Rx steckt übrigens Pascal Beniesch. Er selbst bleibt aber STETS im Hintergrund und lässt seine Mädels tanzen.


Design und Beschreibung

Also, die CD von X-Rx enthält sehr groß und fast genau so schwarz das Logo der Band/des Projekts. Es ist relativ schlicht gehalten und der Steampunk-Look soll symbolisieren, dass diese Musik sehr "maschinenhaft" ist.
Es sind 18 Lieder drauf, auf einer CD. Also eher kurze Stücke von MAXIMAL 5 Minuten Länge. Schließlich passen auf eine CD - Ja, für den Musikmarkt wird es die CD auch in 10 Jahren noch geben! - nicht mehr als 80 Minuten im Moment.


Die Tracks

Wie gesagt, es gibt 18 Tracks – Die Bewertung gibt es übrigens am Ende in meinem Fazit.

The Update

Gleich am Anfang fängt es relativ hart an. Und ein wenig ungewöhnlich für Industrial. Schließlich fängt es mit einer Gruftstimme an. Dafür aber mit dem typischen Sound von X-Rx, sprich, die künstliche Snaredrum und den Synthesizer mit dem leicht rauszuhörenden "Reifen-Quietsch-Sound". Und auch die weiteren Synthesizer erinnern eher an Hardtrance/Hardstyle als an das typische Noise-Electro-Industrial-Einerlei. Denn dazu gehören ja auch noch Sprachsampler aus diversen Filmen.
Vor allem, weil es kein "Kraftlärm" ist, gefällt mir der Track relativ gut. Die Länge des Tracks sind übrigens 4:35 Minuten
Drumz, Bazz, Drugz and Noise

Kommt jetzt der berühmte "Krach"? Ein wenig schon. Es wird DEUTLICH "industrieller" als am Anfang. Eine Frauenstimme ist zu hören, die Synthesizer wirken nicht mehr ganz so melodisch wie beim ersten Lied. Schade, selbst bei knapp unter 4 Minuten hätten sie sich besser "entfalten" können.
Das ewige Leben

Also für mich hört sich es schon vom Titel an wie das typische Sprachsampler-Dark-Electro-Industrial-Zeugs an. Schließlich ist der Titel ja in Deutsch. Und „Industrial“ mit deutschen Texten bedeutet ja „Sprachsampler“. Und wenn man vom Teufel spricht, ist er schon da. 4:30 Minuten Länge ist in Ordnung. Also nochmals zur Betonung: Ich habe NICHTS gegen irgendwelche Sprachsampler in dieser Musik. Nur hätte ich gerne gewusst, woher dieser Sprachsampler kommt. Und zu den Synthesizern: Das „Reifengequietsche“ hält sich diesmal zurück. Statt dessen hat man dem Keyboard einen neuen Sound „verpasst“. Ich finde es sehr interessant, weil es trotz des ewiggleichen Snaredrum-Sounds doch ein wenig anders klingt als die anderen 17 Tracks auf diesem Album.
The Doll Underground

Obwohl X-Rx seine meisten Tracks in Englisch hat, wissen wir anhand von deutschen Texten bei diesem Projekt, dass es aus Deutschland kommt.
Etwas länger als 4 Minuten müsst ihr aushalten. Dann ist es ENDLICH vorbei. Der Beat fängt erst einmal anders an. Nämlich OHNE Snaresounds. Die kommen später dazu. Und auch die Synthesizer erinnern eher an eine Flex als an das Übliche von X-Rx. Und auch, was ich bereits im Vorfeld ein wenig kritisiere, die sich stetig wiederholenden „Reifenquietscher“. Dafür klingen diese doch recht fröhlich und weniger düster als bei den ersten/letzten/allen Teilen.

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Obwohl X-Rx seine meisten Tracks in Englisch hat, wissen wir anhand von deutschen Texten bei diesem Projekt, dass es aus Deutschland kommt.
Etwas länger als 4 Minuten müsst ihr aushalten. Dann ist es ENDLICH vorbei. Der Beat fängt erst einmal anders an. Nämlich OHNE Snaresounds. Die kommen später dazu. Und auch die Synthesizer erinnern eher an eine Flex als an das Übliche von X-Rx. Und auch, was ich bereits im Vorfeld ein wenig kritisiere, die sich stetig wiederholenden „Reifenquietscher“. Dafür klingen diese doch recht fröhlich und weniger düster als bei den ersten/letzten/allen Teilen.
Panikattacke

Nun ja, wieder mal was Deutsches auf diesem Album. Mit 4 ¾ Minuten einer der längsten Tracks hier. Denn wie gesagt, bei knapp 20 Tracks musste man alles relativ „kompakt“ gestalten.
Eine Frauenstimme die etwas von Panikattacken „schwadroniert“ ist zu hören. Als Synthesizer –Ja, das sage ich, um Ersthörern den Unterschied dabei klar zu machen – sind Alarmsirenen zu hören. Der Text soll aus „Scrubs“ sein. Die weibliche Hauptperson in der Serie regt sich offenbar über ihren etwas prüden Kollegen auf. Also da ich Scrubs mag, hat dieser Track bei mir irgendwie was gut.
Push it!

Okay, der Titel ist ein wenig schlecht gewählt. Ich meine, es gibt bessere Titel als dieser. Dieser dauert noch einmal 7 Sekunden länger als sein Vorgänger und ist damit der „Progressive-Track“ hier. Ja und X-Rx scheinen in ihr altes Muster zu verfallen. Also weniger „fröhlich-melodische“ Synthesizer, sonder mehr „düster-dramatische“ Versionen davon. Und auch sogar in die alten Muster des Aggrotechs. Sprich, der übliche Röchelgesang. Ja, dieser Track lässt die kurze aber schöne Zeit des Aggrotechs wieder aufleben. Die Bassdrum, soweit ich sie raushören kann, klingt noch ein wenig "dumpfer" und "betonter" als in den Tracks davor.
Bass and Percussion

Könnte eine Anspielung auf die offenbar seit 3 Alben üblichen Drumsounds von X-Rx sein. Vielleicht haben sie sich auch vergeblich umentschieden, einen anderen Drumsound zu generieren. Na ja, den „Neulingen“ soll es recht sein. Der Track ist ein typischer 4:30er.
Doch halt, er fängt minimal anders an als sonst. Mit einem Drum-and-Bass-Sound, meines Erachtens. Aber wem der Sound von denen nicht zusagt, der kann ja immer noch die ganzen Remixe hören. Aber auch da hört man die Gruftstimme, die „Bass and Percussion“ grunzt. Und nun ja, die Scratching-Sounds wirken eher künstlich düster und ein wenig verkrampft auf „klassische Electro-Industrial-Zeiten“ gemacht.
Electric Man

Mit ein wenig unter 4 Minuten wird es wieder kürzer. Und wir haben noch 10 Lieder vor uns. Also es wird eine SEHR umfangreiche Beschreibung dieser Platte sein.
Die Stimme, die man hört gehört übrigens Peter Griffin als Family Guy. Welche Episode das ist, das weiß ich allerdings nicht. Die Synthesizer treiben das Stück relativ gut voran. Vor allem, da sie eine relativ einfache Melodie spielen. Und immer wieder hört man „Electric-Man“.
Kra

Geht es da um den etwas durchgeknallten Vogel und Möchtegern-Diktator aus Alfred J. Kwak? Ja, darum geht es in diesem 4 ¾ er. Auch hier hört man wieder Scratching-Sounds. Die melodischeren Synthesizer kommen vielleicht noch. Und zwar ab der 2. Minute. Der Track ist an für sich ganz nett und relativ witzig gemacht. Aber abgerechnet wird später.
Mechanics

Es wird mit 4:20 Minuten ein klein wenig kürzer. Und das ist übrigens die durchschnittliche Länge der ganzen Tracks, meiner Meinung nach. Die Bassdrum scheint fast eine Hardcore-Bassdrum zu sein. Bis sie halt in das „Snaring“ verfällt. Aber das zweite Percussion scheint sich fast um die Wette mit dem „X-Rxschen Grundmuster“ zu streiten. Die Synthesizer klingen ein wenig fröhlich und erinnern an die „Hochzeit“ des Technos und des Dancefloors in den 90ern.
This is Rock and Roll

Mit gerade einmal 3:15 Minuten Länge ist das der wohl kürzeste Track auf dem Album. Warum schreibe ich das? Einmal, damit die Neulinge sich darauf einstellen und entsprechend lange darauf tanzen können, um später bei einem Bassdrum-losen-Einstieg wieder entspannt anfangen können. Zweitens, wer von dieser Musik genervt ist, der weiß, wann mindestens einer dieser Tracks des X-Jungen fertig ist.
Es ist übrigens der vielleicht lustigste Track auf diesem Sampler, vor allem macht sich Herr Beniesch über seinen Drumsound wieder lustig. Gut, andere würden das Ganze als albern und kindisch ansehen.

Virus Infect

Bevor die CD mit den Remixes vorheriger Tracks endet, stelle ich kurz vor Schluss noch einen Track vor. Er heißt „Virus Infect“ und dauert seine üblichen 4:20 Minuten.
Der Track fängt relativ aggressiv und sehr langsam an. Auch sonst geht kein Lied, auch wenn es sich auch so anhören mag über 110 BPM hinaus. Also eher als Dark-Electro zu bezeichnen als „Hardstyle“ oder „Hardtrance“. Da sind es ca. 130-160 BPM. Die Stimme stammt mal wieder von einer Roboterfrau.
Der Prediger

Zum inoffiziellen Schluss, falls man die Remixe NICHT dazu zählt, wird wieder die deutsche Sprache gesprochen. Es ist ein 4-Minütiger. Und zu hören ist der bereits aus früheren X-Rx-Tracks bekannte evangelikale Fanatiker. Und der Track geht ganz klassisch im „X-Rx-Gewand“ weiter. Also ohne irgendwelche Drum-Experimente. Auch dieser Track ist ganz amüsant, vor allem der Sprachsampler.
Also zumindest ist es von den Texten her das erste ETWAS „vergnügliche“ Album von X-Rx.
The Doll Underground – Remix by SAM

Es ist ein wenig kürzer als das Original. SAM steht übrigens für „Synthetic Adrenalin Machine“. Und auch der Sound klingt anders. Viel düsterer und auch die Bassdrum ist ein wenig schneller und geht NICHT (gleich) in das Snaren über. Vielleicht der beste Track auf der Platte. Schade, dass es (noch) keinen Limited-Edition-Sampler gibt, wo alle Lieder noch einmal von anderen Electro-Industrial-Größen noch einmal gemischt werden.
Electric Man – Quagmired by Phosgore

Phosgore, wer ist das? Also bei Phosgore handelt es sich um ein sog. „PowerNoise-Projekt“. Und warum „Quagmired“? Ganz einfach, weil dort der „männliche Nymphomane“ Glen Quagmire aus Family Guy zu hören ist. Und wusstet ihr, dass es mit noch einmal ca. 5 Sekunden weniger Spielzeit als „This is Rock and Roll“ das kürzeste Lied auf diesem Album ÜBERHAUPT ist?
Die Bassdrum ist auch DEUTLICH "blecherner" als das Original und weniger "dumpf".
Bass and Percussion – Add Distortion Rmx. by Chaincreator

Was Chaincreator für eine Musik macht, das weiß ich nicht. Aber ich meine, auch das gleiche wie die Anderen Remixer.
Zumindest klingt der Eingang deutlich „härter“ als das Original. Und auch der sonstige Sound klingt eher nach Noise als nach dem klassischen Dark-Electro/Aggrotech. Deutlich stärker sind die Verzerrungen, also Distorsions zu hören.
The Update -Soman Remix

Wusstet ihr, dass es vom dem Track „The Update“, welches der Titeltrack des Albums ist, drei Versionen gibt? Die zweite bzw. die 17te ist von Soman, einem mir bereits relativ bekannten Industrial-Projekt.
Und mal sehen, wie es bei „Soman“ sich anhört. Schließlich haben die ja auch ihren eigenen Sound.
Es dauert ugf. genau so lange wie das Original. Und es hört sich mal abgesehen von dem leicht blecherner gewordenen „Grunzer“ fast genau so an. Na ja, bis auf die komplett anderen Synthesizer. Das Bassdrum-Grundgerüst ist aber vollkommen identisch.
The Update - Cyrex Noise Remix

Ja, da ist es da, das "Noise-Einerlei" bei vielen Größen bei dieser Szene.
Nur Cyrex scheint vollkommen unbekannt zu sein. Der Sound ist auch VIEL langsamer, aggressiver und verzerrter als das Original. Sogar die Drums scheinen stärker zu „schnarren“ als das Original Schade, auf mich wirkt es ein wenig zu sehr „dahin geklatscht“.

Mein Fazit


Also positiv finde ich, dass sich X-Rx sich NICHT dem Noise-"Einheitsbrei" der Größen der Szene beugt. Also fast nur Drumsounds und wenige Synthesizer und viele Sprachsampler zu hören sind.
Allerdings muss ich sagen, dass sich jeder Drumsound gleich anhört. Und das schon seit 3 Alben. Also, selbst bei "Suicide Commando" hat man relativ viel unterschiedliche Drumsounds pro Album gehört. Gut, das ist auch verständlich. Schließlich gehören SC zu den Größen ihrer "Zunft".
Aber auch das Grundgerüst der Synthesizer, sprich das künstliche "Reifenquietschen" mag für einen Fan für mich eher eine Enttäuschung sein.
Ansonsten kommen wir aber zur Bewertung. Ich verwende dabei Schulnoten:

Track 1: 2-3
Track 2: 3
Track 3: 3+
Track 4: 3-
Track 5:3
Track 6: 3-4
Track 7: 2-
Track 8: 2
Track 9: 2-
Track 10: 2-
Track 11: 2+
Track 12: 2-3
Track 13: 3
Track 14: 2
Track 15: 2-3
Track 16: 3+
Track 17: 2
Track 18: 3-4




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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
namnam

namnam

18.09.2010 09:08

Sehr schön gegliedert!

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