Das Beste von Manni und seinen Männern!
15.11.2005
Pro:
natürlich die Kult - Songs "Mighty Quinn" und "Ha ! Ha ! said the Clown"
Kontra:
die Songs "Feeling so good" & "Trouble and Tea"
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 Meskalero
Über sich:
blond, kurze Haare, blaue Augen, schlank, ca. 1,80 m groß, Brillenträger
Mitglied seit:20.11.2000
Erfahrungsberichte:321
Vertrauende:6
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 41 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
In letzter Zeit ertappe ich mich immer wieder, daß ich in den CD-Abteilungen diverser Kaufhäuser immer mal wieder in der Oldie-Ecke ein bißchen herumstöbere und hoffe, daß ich ein paar presiwerte Tonträger ergattern kann. So erging es mir auch vor einigen Tagen, als ich in einem Geschäft das Album "The very Best of the Fontana Years" von MANFRED MANN erblickte. Ein kurzer Blick auf die Trackliste und auf das Preisschild, welches 4,99 Euro anzeigte, überzeugten mich dann recht schnell diese CD zu kaufen. Zur Bandgeschichte von MANFRED MANN weiß ich leider nicht all zu viel-es scheint aber, dass die Band wohl zwischenzeitlich die Plattenfirma gewechselt hat, da es einen weiteren Longplayer der Gruppe mit dem titel "The EMI Years" gibt. Diesen habe ich aber bisher noch nirgends finden können. Was die Bandgeschichte angeht, so wird diese in Kurzform als der CD beiliegende Inlay-Karte auf zweite Seiten in englisch erzählt. Es reicht aber Schulenglisch und Wörterbuch um diese verstehen zu können.
Nun aber genug des langen Vorgeschwafels, hier sind die sich auf dem Album befindlichen Tracks in Einzelkritik: 01. Mighty Quinn "Come on without/come on with in/your Love seen nothing/light a Mighty Quinn…."-diese mitsingbaren Zeilen, welche auch gleichzeitig Refrain und Songanfang sind waren mein persönlicher Hauptgrund, weshalb ich mich für den Kauf dieses Albums entschied. Natürlich ist dies für mich der beste Track des gesamten Albums und ich bin mir sicher jeder hat entweder den Refrain im Original oder bei einer Cover-Version mitgegröhlt. Hier stimmt jedenfalls alles, was Musik, Text, Anspruch, Stimmungsfaktor etc. angeht. Aber das dürfte, da es sich ja wie schon erwähnt um das beste Stück handelt, selbstvertsändlich sein!
01. Ha! Ha! Said the Clown Zweitbestes Lied des gesamten Albums, zweitbester Stimmungsmacher hierauf und zweitwichtigstes Argument, warum ich mir diese zugelegt habe. Das dieser Song jetzt zufälligerweise als zweites Stück dieser CD kommt ist purer Zufall. Auch an dieser Nummer gibt es nix zu nörgeln und das lustige daran ist, dass immer wenn dieses Stück läuft meine Mutter mir vorhält, dass dies in ihren jungen Jahren damals ihre erste Vinyl-Single war, welche sie sich selbst gekauft hatte. 02. The Vicar´s Daughter Dieser Song gehört zu den etwas ruhigeren Nummern des gesamten Albums und im Gegensatz zu den beiden vorangegangenen doch sehr mitsingbaren Stücken ist dieses Teil wohl eher zum Zuhören geeignet. Hier kann man sogar schon von Ballade sprechen. Und wenn mein Schulenglisch von damals noch ausreicht, dann meine ich verstanden zu haben, dass es sich hier um eine Art trauriges Liebeslied handeln soll. Aus diesem Umstand heraus ist wohl fast überflüssig zu erwähnen, dass man jedes einzeln gesungene Wort dieses Songs wunderbar versteht.
03. Semi-Detatched Suburban Mr James Der Songtitel klang für mich beim ersten Lesen etwas nach Jazznummer, doch bereits beim Hören des ersten Taktes waren diese Befürchtungen verflogen. Dieser Song gehört sogar zu meinen persönlichen Überraschungsmomenten, da er es schafft trotz mittlerem Tempo und minimalem Einsatz eine positive Grundstimmung zu verbreiten und dazu verleitet, dass man öfters mal die Repeat-Taste drückt nach dem er vorüber ist. Von allen hierauf vertretenen Tracks ist dies der sechstbeste Titel! 05. I wanna be rich Als ich die ersten instrumentalen Intro-Takte dieses Stückes hörte, dachte ich zuerst dass jetzt eine Cover-Version von den KINKS kommen würde. Doch mit dem recht frühen Einsätzen des Gesangs sind diese Gedanken recht schnell verflogen. Ich glaube sogar, diesen Song zuvor schon des öfteren unbeachtet im Radio gehört zu haben. Von der musikalischen Geschwindigkeit lässt sich diese Nummer durchaus als gutes Midtempo-Stück aus den 70er Jahren bezeichnen. Für mich persönlich ist es der neuntbeste Song dieses kompletten "Best of"-Albums.
06. My name is Jack Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie hört sich dieser Song für mich nach einer lustigen Mischung aus Kinderlied und Weihnachtsmelodie an. Aber wohl gerade deshalb macht es besonderen Spaß dieser Nummer zuzuhören. Beim zweiten Anhören hat man sogar den Eindruck, dass hier minimale Folkmusik-Elemente miteingeflossen sind. Nebenbei sollte man vielleicht noch für die Statistiker erwähnen, dass dieser Song seinerzeit in den englischen Top 10-Billboard-Charts landete. 07. A "B"-Side Mit einer Spieldauer von satten fünf Minuten und sechzehn Sekunden ist dies das längste Stück des Albums. Der Beginn des Songs ist etwas psychedelisch gehalten und schafft es, sich die ganze Zeit des Stückes hindurchzuziehen. Daß der Song überwiegend aus Instrumenten wie Gitarre, Schlagzeug und Blasinstrumenten besteht merkt man erst dann, wenn einem danach die Ohren dröhnen und man fast schon erschrickt, weil das nächste Lied mit softem Gesang anfängt. Ich glaube, dass bei der Entstehung dieses Songs damals definitiv die eine oder andere drogenabhängige Substanz mit im Spiel war.
08. Fox on the Run Eine Band namens THE SWEET hatte in den 70er Jahren auch sehr großen Erfolg mit einem gleichnamigen Titel. Allerdings handelt es sich hierbei um komplett andere Version, welche mit dem SWEET-Klassiker gar nicht vergleichbar ist. Dieses Stück jedenfalls dürfte jedenfalls eine Art "Ach, von denen ist das"-Erlebnis auslösen. Die Nummer selbst würde ich als eher gemächlich daherkommend bezeichnen und der Gesang kommt etwas tragend und langsam, aber dennoch fröhlich rüber. Und man singt hier ungewollt spätestens bei der dritten Refrain-Wiederholung unbewusst mit. 09. It´s so Easy Falling Ich habe den Text dieses Songes schon mehrfach gehört-allerdings nur in Cover-Versionen. Ich wusste aber bis dato natürlich nicht, dass dies ein Original von MANFRED MANN ist. Gesanglich ist dies sogar eine der nicht ganz so langsamen Nummern, welche aber bei mir eine kleine Gewöhnungsphase gebraucht hat. Der Grund hierfür ist die hier doch sehr hoch angelgte Stimme des Sängers zu einer im Vergleich dazu doch etwas lauteren Hintergrundmusik, und dort scheint das Zusammenspiel zu anfangs oder zumindest bei den ersten zweimal Hören nicht unbedingt miteinander zu harmonieren. Aber nach dem fünften oder sechsten Mal gewinnt man dem Song dann doch überwiegend positive Aspekte ab.
10. Raggamuffin´ Man Schon in den 70er Jahren war wohl klar, dass es zwischen Reggae und Dancefloor eine Verschmelzung geben wird-nein Scherz beiseite. Mit Reggae oder dem neueren Raggamuffin hat diese Nummer schlicht und ergreifend einmal überhaupt gar nichts zu tun. Wenn ich das beiliegende in englisch geschriebene Booklet richtig gelesen habe, so müsste dies die dreizehnte Top 10-Single in den englischen Charts gewesen sein und danach hat sich die Band vorzeitig getrennt. Aber dieser Song hatte damals wie heute mehr als Top 10-Hitparaden-Potenzial.
11. Trouble and Tea Hier geht es fast schon verhältnismäßig hart zur Sache, da zu Beginn gleich einmal das Schlagzeug einsetzt und dies auch den ganzen Song über dominiert. Um hier jedoch von straightem Rock oder gar Metal zu sprechen fehlt jedoch noch ein ziemlich großes Stück. Ebenso klingt hier die Stimme des Sängers ziemlich abgehakt und monoton. Ich weiß zwar nicht, ob man bei diesem Song eine fröhliche oder düstere Stimmung erzeugen wollte oder beides zusammen-jedenfalls erzeugt dieses Machwerk für mich kein bisschen Stimmung in beide Richtungen. Deshalb ist dies auch der schlechteste Track des Albums!
12. Box Office Draw Hier muß man leider sagen, dass sich dieser Song von der Klangqualität leider am schrecklichsten von allen hierauf befindlichen Tracks anhört, da man wohl die damalige Single in ihrem Originalzustand verwendet hat. Dies gibt der Nummer leider einige Abzüge, obwohl sie an sich ein guter Mitpfeiffer geworden wäre. Aber leider übertönt hier dann doch das Krachen die Musik und den Gesang. Aufgrund dieser Tatsache lasse ich diesen Song mal von der Kritik außen vor. 13. Sweet Pea Mit einer sehr düsteren Stimme wird dieser Song kurz angekündigt. Bei diesem Stück selbst handelt es sich aber um ein reines Instrumental, welches eine Spielzeit von drei Minuten und neun Sekunden hat. An Instrumenten meine ich neben Gitarre und Schlagzeug noch Flöte und Xylophon herausgehört zu haben. Im Vergleich zu den bisher gesungenen Nummern ist dies eine gelungene Abwechslung und im Vergleich mit den anderen Songs des Albums würde ich sie sogar als drittbestes Stück bezeichnen. Und auf die Idee, dass es sich hier um eine Cover-Version eines Songs des unbekannten Künstlers TOMMY ROE handelt wäre ich ohne die Booklet-Infos wahrscheinlich nie gekommen.
14. Up the Junction Theme Hier handelt es sich glücklicherweise nicht um eine Instrumental-Hymne sondern es wird wieder gesungen. Der Song selbst ist mit Sicherheit der ruhigste des Albums, weshalb man natürlich von einer Ballade sprechen muß. Bis auf den Refrain klingt das Stück auch durchgehend dunkel, allerdigns gibt es im refrain dann doch immer wieder etwas kurzzeitige Hoffnung, so dass ich diesen Track nicht als den düstersten des Albums bezeichnen würde. Dafür ist er aber der fünftbeste in dieser gesamten Zusammenstellung! 15. Feeling so Good Mit einem etwas bedrohlichen Lachen fängt dieser Song an, der dann sofort fast schon wie eine Rock-Nummer übergeht, bei der man leider sehr deutlich an "All of the Night" von den KINKS erinnert wird. Leider steht jedoch astreiner Gitarren_rock trotz guter Riffs dieser Band irgendwie nicht. Und wenn man dann noch versucht, seinen eigenen fröhlichen Stil mit "Lalalala"-Gesang und stimmungsvoller Musik zu verbessern, so ist es schon vorprogrammiert, dass man das Teil in den Sand setzt. "Feeling so good" ist jedenfalls der zweitschlechteste Track des Albums und gutfühlen tut sich beim Anhören hierbei bestimmt niemand.
16. So long Dad Dieser Song gehört bei mir wieder zu den Nummern, bei dem man nicht so recht weiß, was man schreiben soll außer dass sie RANDY NEWMAN in seinen jungen Jahren komponiert hat. Ansonsten gibt es an diesem Stück nichts außergewöhnliches zu erwähnen aber auch ebenso wenig zu kritisieren. Man kann sofort heraushören, um wen es sich hierbei handelt, und auch zum Zuhören ist der Track sehr gut geeignet. Müßte ich diesem Song, der bei mir jenseits von Gut und Böse steht, eine schulische Benotung geben so würde er von mir eine gute 2,5 bekommen. 17. Each Other Dieser Song beginnt fast schon etwas traurig, wird aber dann nach einigen Sekunden doch wieder recht harmonisch. Beim ersten Hören kommt man hier allerdings nicht unbedingt sofort darauf, dass hier MANFRED MANN am Start sind. Mich persönlich hat der Track jedenfalls sehr an die älteren Werke von THE MAMAS & PAPPAS erinnert-auch wenn er nicht so sehr nach angehauchtem Flower-Power klingt.
18. Just like a Woman Bei dem letzten Stück dieses Albums handelt es sich um eine Cover-Version. Das Original von BOB DYLAN. Nun muß ich zugeben, dass Original nicht zu kennen-deshalb kann ich auch nicht wirklich beurteilen, ob denn nun diese Version in Ordnung geht oder nicht. Der erste Eindruck beim Anhören des Songs jedenfalls war doch sehr positiv, da man ohne weiteres auf den Original-Interpreten BOB DYLAN kommen könnte es aber MANFRED MANN trotzdem schaffen, dem Stück eine eigene Note zu geben. Insofern würde ich hier sagen, dass man das Cover ganz ordentlich nachgesungen hat. Nach dem Durchhören des Albums muß ich sagen, dass man hier mit sage und schreibe 18 Songs sehr viel Qualität für recht günstiges Geld bekommt. Ebenso ist dies ein Album, welches für fast alle Situationen einen passenden Song zu bieten hat-daran ändern auch die beiden musikalischen Totalausfälle "Feeling so Good" und "Trouble and Tea" nichts.
Wer auf guten gepflegten musikalischen Oldie-Pop kann bei dieser CD jedenfalls bedenkenlos und blind zugreifen!
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Very Best of the Fontana Years - Manfred Mann
Ausgabedatum: 1997-04-11, Audio CD, Spectrum (Universal)
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16.11.2005 11:37
Könnte an der Einschränkung "The Fontana Years" liegen, ist wahrscheinlich auch so.
16.11.2005 11:37
Die Preisleistung ist in der Tat herausragend - viel Material für recht wenig Geld. Auch wenn von den 18 Tracks auch nach Deiner Beschreibung die gute Hälfte nur dazu dient, die Platte ordentlich voll zu bekommen und nur die ersten beiden Song zu Begeisterungsstürmen Anlaß geben. Aber so ist es ja in den meisten Fällen. Und ie von manwah erwähnten Knüller fehlen wirklich, wenn wir schon von einem "Best of" reden.
15.11.2005 22:04
Ein sehr interessante Herangehensweise für eine Rezension - alle Titel einzeln zu untersuchen - Aber sie ist dir mehr als gut gelungen -> klares bh! mfg, Mathias