Erfahrungsbericht über

Visible World - Jan Garbarek

Gesamtbewertung (2): Gesamtbewertung Visible World - Jan Garbarek

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Visible music for the world

4  12.05.2004

Pro:
wunderschöne sax/piano arragements

Kontra:
manchmal zu quitschig

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

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Galadriel_17

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:104

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 22 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Na Leute, ich glaub’s ja nicht aber hier ist ja tatsächlich eine CD von Jan Garbarek vorhanden...muss ich natürlich gleich meinen Senf dazugeben...*g*

Das gute Stück, um das es sich heute mal drehen soll, heißt „Visible World“ und ist 1996 bei ECM erschienen. Ich habe die CD über Ebay gekauft (ca. 10 Euro) bei Amazon zahlt man deutlich mehr (etwa 18,99). Die Cd hat eine Gesamtspielzeit von 75,22 min ... hui!

Das Cover:

Auf der Vorderseite sieht man in schwarz/weiß einen Sandstrand und eine Steinmole, die aber nur ein wenig ins flache Wasser hineinreicht. (Ebbe?). Im oberen und unteren Sechstel ist einfach nur ein weißer Balken, wobei auf dem oberen in sehr schlichter Schrift „Visible World“ und in Fettdruck Jan Garbarek steht.
Ich finde das Bild sehr entspannend aber auch ein wenig melancholisch...es assoziiert Stille, Ausgeglichenheit aber auch Einsamkeit (Trauer?)....ich war schon auf die Musik gespannt....

Die Band:

Neben Saxmeister Garbarek konnte man auf dieser CD mal wieder das altbekannte Quartett vereint vorfinden: Rainer Brüninghaus an den Synthis/Piano, Eberhard Weber am Bass sowie Marilyn Mazur an den Percussions/drums... ich hatte im April das Glück, diese Viererformation live in Kiel zu erleben und ich war schlichtweg begeistert....
Des weiteren hat sich Jan Garbarek noch Manu Katche (drums), Trilok Gurtu (tabla) und Mari Boine (vocal) an Bord geholt....das hörte sich schon mal sehr vielversprechend an *Vorfreude*

Aber genug gesabbelt, kommen wir zu den Titeln im Schnellverfahren (a la Susi bei Herzblatt *g*):

1) Red Wind

Leicht rasselnde Percussion und ein zartes Leadsopransax machen den Anfang. Danach steigen gaaaanz sanft die Synthies ein. Das Sax übernimmt die Hauptstimme (für meinen Geschmack ein bissel zu hoch...), das Ganze hört sich ein bissle an wie in den Filmszenen, wenn alle am Lagerfeuer sitzen und einer anfängt eine Geschichte zu erzählen: “Es war einmal...“
Bissle langweilig, da man vergebens auf eine Steigerung wartet!

2) The Creek

Mein Lieblingslied! Eine super ins Ohr gehende Melody (natürlich vom Sax, aber diesmal in der mittleren Tonlage!). Die Percussion werden diesmal um leise Bongos verstärkt und ganz leise kommen auch Drums dazu, die aber nie aufdringlich im Vordergrund stehen. Das Thema wiederholt sich mehrmals, was das ganze sehr harmonisch wirken lässt.


3) The Survivor

Diesmal machen Piano und Bass den Anfang mit klaren Akkorden, der Bass spielt die Melody darauf...Nett! Ganz leise und unauffällig mogelt sich das Tenorsax ins Lied um dann mit dem Bass zusammen zu arbeiten...Super schön! Unerwartet schwingt es sich dann energisch und kräftig auf (mit klasse Drumeinsätzen!). Das Thema von „The Creek“ wird hier teilweise wieder aufgegriffen... ebenso plötzlich wie das Tenor da war ist es auch wieder weg und überlässt dem Bass mal wieder die Bühne...das Hin und Her wiederholt sich, was das Lied ungemein spannend wirken lässt! Hat ein bissle was von der Heldenmelodie in den Schottlandfilmen – da passt dann auch der Titel!....(vielleicht, weil sich die Trommeln und das Sax zusammen ein wenig wie Dudelsack anhören ????)

4) Healing Smoke

Schellenkranz und ein ziemlich auf Panflöte getrimmtes Keyboard dominieren den Anfang….mhhhh – nicht so mein Fall! Penetrant! Das Sax ist zu laut und nöllig!


5) Visible World – chiaro –

Düster und bedrohlich hört sich die Melodie am Anfang an! (passt gut in einen Gruselfilm....) Man stelle sich ein Mädel vor, dass in der Dämmerung durch einen nebliges, alten Wald läuft und überall Schatten sieht! So ist die Stimmung! Die dezenten Percussion lassen das Ganze noch beklemmender wirken...interessant, aber nicht so wirklich romantisch *g*

6) Desolate Mountain I

Ui ein Piano zu Beginn, und noch dazu mit einer interessanten Stimme! Es wechselt sich mit dem Sax ab, wobei ihm der schnellere Part überlassen ist und die beiden eine Art „Frage und Antwort- Spiel treiben. Der gesamte Song bleibt sehr pianolastig (schön!), manche stellen erinnern mich an klassische Titel u.a. an den Tanz der Zuckerfee! *g* doch plötzlich ist’s vorbei mit der Harmonie und extrem jazzige Akkorde unterbrechen den Dämmerschlaf des Zuhörers....*grins*

7) Desolate Mountain II

Thematisch wird hier wie beim vorhergehenden Lied begonnen nur wesentlich düsterer! Na ja, find ich etwas überflüssig, entweder beide in ein Lied oder was anderes dazwischen....

8) Visible World –scuro-

Îtalienisch, fällt mir da spontan zu ein! Man nehme ein paar Weinberge, Sonnenuntergang und ein bissle Melancholie, ein paar Streicher und ein wunderschönes Sax und mische das Ganze kräftig durch *lol*
Wer von euch diesen süßen Film mit Keanu Reeves kennt, weiß so etwas was ich meine....kurz bevor der Weinberg brennt (nee, war nur ein Witz)....

9) Guilietta

Auf geht’s nach Südfrankreich a la Chocolat. Das Saxophon erzählt traurig seine Geschichte und wird diesmal etwas kräftiger von den percussion unterstützt....joah, ist genehmigt....

10) Desolate Mountain III

Langsamer als die Vorgänger, und mehr Sax als Piano. Was keineswegs heißen soll, dass dieses nicht vorhanden ist.... Kein Bass, no drums am Anfang! Hier bitte einen rauchigen Nachtclub und einen Mann in mittleren Jahren mit Liebeskummer vorstellen, draußen regnets....

11) Pygmy Lullaby

Afrikanisch! Eingängige Melodie, die wieder mal stark von Sax/Piano geprägt wird. Auch hier wird ein zentrales Thema wiederholt...Der Titel passt, es hört sich echt ein bissle wie ein Gute-Nacht-Lied an....

12) The Quest

Zu viele Synthi und kitschig! Mag ich nicht sonderlich.....

13) The Arrow

Die Sonne ist untergegangen und die Jäger machen sich auf den Weg... *grins* eine indianische/afrikanische Mischung... interessant, wie vielfältig sich ein Saxophon anhören kann!!! Der Bass ist hier kaum zu hören, dafür tragen die Drums im wesentlichen den Song.

14) The Scythe

Ein superrauchiges Sax (pustet der die halbe Luft daran vorbei????). Erinnert an diese arabischen Schlagenbeschwörerflöten!!! Auch von der Melodie her...was das Ganze mit ner Sense zu tun hat, ist mir aber nicht ganz klar...

15) Evening Land

Das einzige Lied mit Gesang... finde ich aber nicht sooo dolle, da es sich mir zu arabisch verquert anhört...(wie der Türke in der KitKat-Werbung *g*)...auch das Sax ist mir zu quitschig und schrill....

Fazit:

Einige Lieder liebe ich und könnte sie immer wieder hören und andere sind mau oder man drückt schnell weiter aber da insgesamt 15 Lieder auf der CD sind und die Guten überwiegen, ist das nicht weiter schlimm. Das Groß der Lieder ist sehr harmonisch aber nicht anstrengend oder aufdringlich, so dass man die CD schön zum Lesen oder Entspannen hören kann. Gerade Leute, die mit richtigem Jazz nicht so viel am Hut haben aber z.B. gerne Saxophonmusik hören, werden die CD sicherlich mögen. Sie ist vielfältig und nimmt einen auf eine musikalische Weltreise mit (insofern passt der Titel gut!).
Vier von fünf Sternchen!

LG eure Caro
Bilder von Visible World - Jan Garbarek
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
11071984

11071984

15.05.2004 10:30

Den muss man nicht kennen oder etwa doch?! Gruss aus dem schönen Spreewald 11071984

logan

logan

15.05.2004 04:19

das album könnte mir gefallen, zumal sich auch der bericht von plumtree dazu gut anlässt. schön beschrieben, dein bericht ist interessant und liest sich gut.

IlkaSehnert

IlkaSehnert

12.05.2004 15:27

GarBBBBarek natürlich...grins...

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