Curse - Von Innen Nach Aussen
24.10.2001
Pro:
Beats, Rhymes, einfach alles
Kontra:
KKS
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
Häufigkeit der Nutzung
Dieser Tonträger ist:
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 Jay-Pee
Über sich:
Mitglied seit:09.07.2001
Erfahrungsberichte:13
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 20 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Intro: Am 1.10. war es endlich so weit. Das neue Curse Album wurde released. Die Erwartungen waren sehr hoch, da Curse in den letzten Wochen eine enorme Promotion für sein Album gemacht hat, und überall schon vor dem Release das Album in höchsten Tönen gelobt wurde. Und ??? Von Innen nach Aussen bleibt in der Tat nichts schuldig. Daten: 20 Tracks - 75:08 min.
Rhymes/Lyrics: Genau wie auf seinem Debut-Album Feuerwasser, gibt es bei Curse keine oberflächliche und nichtssagende Texte. Was er sagt hat Hand und Fuss, und vorallem: Wie er es sagt. Was Curse mit diesem und jenem Text sagen will, möchte ich nicht schreiben, denn das soll jeder selbst herausfinden. Ausserdem kann man sich ja nie so sicher sein, ob man ihn auch wirklich verstanden hat, also interpretiere ich mal nicht so viel hinein. Curse thematisiert auf diesem Album jedenfalls alle möglichen Bereiche seines Lebens. Seine Probleme mit seiner Ex, seine Einstellung zu Frauen, Drogen etc, seinen Hass auf Rap ohne Sinn und vieles mehr. Vorallem sein Statement zur Piraterie im Internet (Napster&Co.) ist beeindruckend. Wie er diese Dinge anspricht flasht mich einfach ohne Ende. Ich setze mich auf mein Bett, höre diese CD, und merke einfach wie sie einen zum denken anregt.
Sound: Fast alle Tracks wurden von Busy 1 A abgemischt und gemastert. Beats wurden von Sieben, Jaleel, Stieber u.a. und von Curse selbst beigesteuert. Und natürlich sind auch sie für das tolle Gesamtergebniss des Albums verantwortlich, denn sie (die Beats) sind ganz einfach perfekt auf die Lyrics abgestimmt. "Süssholz" z.B. enthält einen sanften Beat, während die battle-artigen Tracks von "Gegenmittel" und "Cherubim" harte und schnellere Beats liefern. Features: Curse wird auf der CD von einigen Kollegen gefeaturet. So sind z.B. Azad und Tone bei "Cherubim" mit ihren Skillz am Start. Xavier Naidoo beweisst, dass Rap Soulmusik ist und Germany tut seinen Rest dazu. Ausserdem ist noch Samir, Youdon und KKS mit am Start.
Meine Meinung: Also ich finde dieses Album der absolute Hammer. Jeder Text ist ein kleines grosses lyrisches Meisterwerk. Ich kann mich mit sehr vielen Texten einfach saumässig gut identifizieren, da ich ähnliches erlebt habe, und über viele Dinge ähnlich denke wie Curse. Dass er es schafft, diese Dinge dann so in Worte zu fassen, beeindruckt mich einfach wahnsinnig. Das einzigste was mich stört ist, dass er in dem Track "Gegenmittel" gegen Rap ohne Sinn rappt, aber im gleichen Track noch KKS einige Rhymes beisteuert. Und ich sehe in dem was KKS so labert, einfach keinen Sinn. (Vielleicht kann mir das ja jemand erklären.) Ausserdem finde ich die Abwechslung auf dem Album fett. Es gibt durchaus derbere Sachen, aber eben auch sanfte Sachen, zu denen man nicht so abgehen kann. Und vorallem ist das Album kaum fürs "so nebenher hören". Man muss einfach zuhören, und kann sich kaum auf etwas anderes konzentrieren. Also Leute, wenn ihr Rhyme mit Sinn mögt, und mehr hören wollt als nur "ich bin der beste und alle andern sind scheisse" dann kauft euch dieses Album und besucht ein Konzert !!!
Peace !!!
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25.10.2002 15:34
KKS rappt auch nicht, damit es Sinn macht...er ist nunmal ein Battler und dazu noch ein verdammt tighter! (Nichts gegen deepe Lyrics....die sind mir persönlich auch lieber, aber wenn der Flow stimmt, find ich auch Battlerhymes einfach nur saugeil)
14.11.2001 15:06
mh und wiedamal ne schmackhafte Kritik zum curse album, welches mir am besten gefällt von seinen bisherigen. ist wirklich nich zu verachten der mann!
06.11.2001 19:42
Salle. Dein Bericht geht echt deep. Ich dencke, ich wede auch mal meinen Senf zu dieser genialen Platte abgeben ;-) MfG Illu