The reason love is the greatest theme...
27.08.2007
Pro:
Solide & zeitlose Folk / Pop Platte . . .
Kontra:
Nichts . . .
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 MauriceAC
Über sich:
t.b.a.
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 33 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
>Intro 2005 brachten The Guggenheim Grotto ihre erste Platte "...Waltzing Alone" in Eigenregie auf den Markt. Das aus Dublin stammende Trio besteht aus Kevin May, Mick Lynch und Shane Power, allesamt Multiinstrumentalisten und auf der Suche der großen Melodie, irgendwo zwischen Pop und Folk.
Im amerikanischen College Radio fand sich schnell eine Nische für diese Art von Musik, Auftritte in Shows bei KCRW und SXSW folgten, das Label UFO brachte das Debüt der Irländer in 2006 den USA heraus. Nun, gut ein Jahr später, ist "...Waltzing Alone" auch in der restlichen Welt erhältlich... >Kritik
Gleich den ersten Song der Platte, "Philosophia", kann man nicht nur in der erfolgreichen und ebenfalls extrem sehenswerten US-TV Serie "Brothers And Sisters" hören, nein, der Track war auch gleichzeitig iTunes Free Single of the Week. Was viele Songs irgendwann sind, sicher, aber die Beliebtheit des Stückes verhalf "...Waltzing Alone" zu Position 1 bei den Downloads unter den Folk Album auf iTunes, einen Platz den die Platte wochenlang hielt. Und wer ein iPhone in den USA gekauft hat, bekam eben jenes Stück gleich mitdraufgespielt dazu, juhu. The Guggenheim Grotto und Apple, nun ja, eine doch intensive Beziehung augenscheinlich. Und "Philosophia"? Ein schlichter, gar wunderschöner Song... Thematisch folgt ein erster Sprung ins kalte Wasser mit "Portmarnock Beach Boy Blue", einem Track der rein gesangstechnisch gegen Anfang an die Talking Heads erinnern mag, später dann aber doch Richtung klarem Popsong umschwenkt. Anschließend dann mit "Told You So" ein klassisches Liebeslied, Einsamkeit wird in "Wonderful Wizard" zum zentralen Thema, also alles wie gehabt, die typischen Themen, auch The Guggenheim Grotto sind ihnen verfallen. Sehr schlicht fällt dann "Rosanna" aus, "we considered adding more instrumentation, but in the end I'm glad we didn't" so Shane Power, Schlagzeuger der Band. "Only fools wear heart on sleeve" heißt es da gleich zu Beginn in "I Think I Love You", einem gar countryesken Folksong. Der Song "Ozymandias" behandelt dagegen die Unausweichlichkeit des Todes zu einer Kings Of Convenience alle Ehre machenden Melodie , angelehnt an ein Gedicht Shelleys, der zu Mays großen lyrischen Vorbildern gezählt werden kann; "I've always loved that poem, and it was swimming around in my head when a melody came to me and that turned into this song". "A Lifetime In Heat" setzt sich mit unerfüllter Leidenschaft auseinander. Und genau dieses Stück gewann den 2007er Independent Music Award für Folk / Singer-Songwriter, Glückwunsch.
Mit "Koan" zollen The Guggenheim Grotto Leonard Cohen Tribut, laut May der Musiker, der ihn selber dazu brachte eine Gitarre zu nehmen und eigene Lyrics zu schreiben. Da muss man natürlich danke sagen. Es schließt sich "Vertigo" an, welches leicht an Marvin Gaye Songs erinnern mag, was auch Shane bestättigt: "the first demo I heard of Vertigo was heading in the groove style of Marvin Gaye's "Inner City Blues". After days […] we fighting it, and recorded percussion ala "Inner City Blues".". Erneut greift die Band das ewige Thema Liebe in "Cold Truth" auf, abermals in melancholischer Verklärung, denn es ist die Liebe, die man manches Mal zurück lassen muss. Laut Kevin May der älteste Song der Platte und wohl gleichzeitig der düsterste. Das letzte Stück der Platte, "Tromboner", "is the complete "demo" first take which was recorded in Kevin's bedroom", ein stilles, melancholisches Ende für "...Waltzing Alone"... >Verpackung & Booklet
Die Platte selber kommt im Digipak in Lederoptik daher, hübsch anzusehen, wirklich so großartig neu wie Band und Plattenfirma tun, ist dies aber nicht wirklich. Und nein, man braucht dann im Booklet auch kein Vorwort über ach so schlimme CD Verpackungen und wie man es besser machen könnte. Einfach besser machen hätte nämlich auch gereicht, cheers. Nett sind dagegen die Lyrics und Liner Notes zu jedem Song, sowie das Artwork des Booklets. >Fazit
Ganz schön viele Liebeslieder auf "...Waltzing Alone"? In der Tat, Kevin May dazu: "The reason love is the greatest theme is that when you're in a relationship, your senses are so heightened; you're lifted out of the banal; you notice more and you see more details. I think that it's within the idea of a relationship that you learn a lot more about yourself because it's far more dramatic [than normal life] - that's why I write love songs." Einleuchtend? Geht so, nichts desto trotz versammelt das Trio auf "...Waltzing Alone" zwölf bestechend simple, aber eingängige Pop und Folk Songs. Alles natürlich nicht wirklich aufregend, aber das wollen The Guggenheim Grotto auch gar nicht, aufregend sein. May, Lynch und Power liefern stattdessen die leisen Töne, das dann aber nahezu perfekt. Ein dichtes Debüt, ein schönes Album, The Guggenheim Grotto, eine angenehm unanstrengende Band... >by MauriceAC '07 (zuerst erschienen auf splashmusik.de)
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