Warwick Corvette Std. 5 Bubinga

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Warwick Corvette Std. 5 Bubinga

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Der Löwe unter den Bässen...

5  19.11.2002

Pro:
Bespielbarkeit, flexibel, Aussehen, Sound

Kontra:
-

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Sir_Sly

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:15

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 21 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

-- Inhaltsverzeichnis: --
1. Einleitung (kann übersprungen werden)
2. Von Außen
3. Die Hölzer
4. Tonabnehmer
5. Der Steg
6. Der Hals
7. Die Armaturen
8. Bandtauglichkeit
9. Post Scriptum
10. Mein Fazit

-- 1. Einleitung: --

Ich möchte nach langer Schreibpause mal wieder einen Bericht über eine Neuanschaffung schreiben. Diesmal handelt es sich um einen E-Bass. Lange Zeit habe ich mir zum Anfang einen E-Bass von meiner Schule geliehen. Das war ein netter Fender Squire Jazz-Bass. Aber da der veradmmt kaputt war und ich langsam einen eigenen brauchte, bin ich in den Musikladen meines Vertrauens gefahren und hab mich da mal umgesehen. Sowas softes wie den Fender wollte ich nicht haben, da ich mehr so auf die knurrenden Brocken stehe. Den ersten Bass, den ich vom Regal nahm war ein Warwick Corvette Standard 5-String Active. Nach mehreren Proben von anderen Bässen, griff ich aber sofort auf diesen zurück. Warum? Er ist einfach perfekt!! Genaueres kommt jetzt:

-- 2. Von Außen: --

Was ich gar nicht mag, sind Bässe, die lackiert sind, weil man mit schweißigen Fingern absolut gar nicht über das Griffbrett gleiten kann. Noch schlimmer finde ich Bässe, die mich in einem schwulen Türkis oder weiblichen Hellrot beeindrucken wollen. Das Naturbraun des Holzes ist somit genau mein Geschmack. Dazu kommen noch die edlen Armaturen in Chrom. Weitere Eindrücke könnt ihr euch auf www.warwickbass.com holen, oder ganz simpel das Produktbild ansehen :).

-- 3. Die Hölzer: --

Richtig! Der Bass besteht nicht aus einem einzigen Holz, sondern aus drei verschiedenen:
1. Bubinga (Corpus)
2. Wenge (Griffbrett)
3. Ovangkol (Hals)
Da mir diese Hölzer weniger bekannt sind, habe ich hierzu mal das Handbuch zu Rate gezogen.
Bubinga-Holz findet man im äquatorialen Afrika vom Südwesten Nigerias, über Kamerun und Gabun bis hin zur Kongo-Region. Was ich sehr wichtig finde ist, dass dieses Holz sehr schwingfreudig ist und klare Bässe, sowie sehr gut definierte Mitten und Höhen liefert. Im tiefen Bereich brummt er mir die Ohren weg, während der hohe Bereich sehr gut betont wird.
Zum Wenge-Holz ist nicht so viel zu sagen. Es bringt, was es bringen soll. Es ist stabil und dicht und hat einen großen Anteil an dem Power-Sound.
Ovangkol-Holz kommt aus den gleichen Regionen wie Bubinga und hat auch de gleichen guten Eigentschaften. Das Aussehen ist ein wenig anders, aber es besitzt wunderbare Maserungen, sodass der Bass trotz Naturholzes ein beeindruckendes Aussehen hat. Der einzige Nachteil, der durch unlackiertes Holz ensteht, ist die Pflege. Am Anfang sollte man den Bass ja nach Nutzung sogar täglich einwachsen. Dazu liefert Warwick gleich den hauseigenen Bienenwachs mit, den man nur mit einem weichen Tuch auftragen, und nach kurzer Einwirkzeit mit einem weiteren sauberen Tuch abwischen muss. Ansonsten entstehen hässliche Schweißflecken auf dem Holz, und das will doch niemand.
Soviel dazu, nun weiter im Text zum Thema...

-- 4. Tonabnehmer: --

Diese Klötze kommen von der Marke "Mec". Wenn die nicht gut wären, dann könnte man natürlich auch nix erwarten. Mit ein paar Schraubenumdrehungen kann man die beiden leicht anheben oder absenken, je nachdem wo es an Lautstärke und Druck mangelt. Wenn sie grade eingeschraubt sind, quasi auf Normaleinstellung stehen, so liefern sie schon genug. Eine Nachstellung ist somit nur bei ausgefalleneren Geschmäckern nötig.

-- 5. Der Steg: --

Am Steg kann man nochmal sehr viel einstellen. Ich persönlich mag kleinere Saitenabstände, als die, die man im Normalfall vorfindet. Das war auch ein Grund für eine hervorragende Bespielbarkeit. Allerdings ist es möglich, die Saitenabstände du ändern. Wer gerne mit Plektron spielt mag vielleicht eher größere Abstände...wer weiß. Außerdem kann man natürlich auch die Intonation und die Saitenhöhe ändern wie man will. Das alles garantiert beste Flexibelität und somit perfekten Klang in allen Lebenslagen.

-- 6. Der Hals: --

Um sich nicht die Finger (vor allen Dingen den kleinen) auf der H-Saite brechen zu müssen, kann man die Saitenhöhe am komfortabel einstellen. Am Hals befindet sich ein schmaler Sattel, den man an zwei Seiten mit einem Imbussschlüssel heben oder senken kann. Durch eine niedrigere Saitenlage ist schnelleres und sichereres Spielen auf den ersten Bünden möglich - wieder ein Pluspunkt in Sachen Bespielbarkeit!
Zur Saitenbespannung muss ich wohl nicht viel sagen. Der Bass reagiert empfindlich auf die kleinste Verstellung an den Wirbeln, eben wegen einem guten Sattel. Ein gutes Stimmgerät ist also Pflicht ;)
Eine weitere Einstellung, die man allerdings nur von einem Fachmann durchführen lassen sollte, ist die Stärke der Halskrümmung. Mit dem mitgelieferten Halsstabschlüssel kann man an einer versteckten Öse drehen. Aber wie gesagt: Nur als Fachmann!

-- 7. Die Armaturen: --

In edlen Chrom glänzen einem die drei Regler entgegen. Einer für die Lautstärke, einer für die Balance zwischen den Tonabnehmern und einer für Höhen und Tiefen. Zieht man am Lautstärkeregler, so schaltet sich man von aktiv auf passiv um, was man sofort hört. Der Höhen/Tiefen-Regler besteht aus einem normalen Regler für die Höhen und darum befindet sich ein Ring für die Tiefen, mit dem man so manchen Verstärker zum Dröhnen bringt. Auch hier kann man anpassen wie man will, von sauberem, hohem Gitarrensound (D- und G-Saite) bis zum kratzenden Plektronsound.

-- 8. Bandtauglichkeit: --

Nun, ich spiele erst seit kurzer Zeit in einer Band und hatte auch noch keinen Auftritt. Allerings muss ich sagen, dass ich mit meinem Bass, trotz weniger gutem Verstärker dem Drummer was auf die Ohren geb! Klanglich in alle Richtungen variabel und kraftmäßig mit allem ebenbürtig...

-- 9. Post Scriptum: --

Sehr zu loben ist, dass Warwick die Bässe sofort mit einem hervorrangenden Rockbag liefert. Dieser Bag ist sehr gut verarbeitet und bietet Platz für über 5m Kabel, einen dicken Stabel Noten und ein Handy am Gurt ;). Innen ist er sehr dick gepolstert, der Hals kann mit einem Klettverschluss befestigt werden und steckt so Belastungen von allen Seiten weg. Für eine ähnliche Tasche zahlt man sonst locker >70@ und sie ist somit ein weiteres Kaufagument ;)
Außerdem ist das Handbuch sehr ausführlich und bietet eine Übersicht über alles, was man wissen muss!

-- 10. Mein Fazit: --

Das schicke Design, der knurrende Sound, die hervorrangende Bespielbarkeit, die Flexibelität und die Verarbeitung machen den Warwick Corvette Standard 5 Active zu einem Highend-Gerät, obwohl der Preis von etwa 950€ gar nicht mal so hoch liegt. Wer vor allen Dingen Power im Metalbereich oder ähnlichen Fraktionen sucht, der ist hier genau richtig! Meine Empfehlung haben sie...

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
D.Klein

D.Klein

17.03.2003 16:28

1A Bericht. Habe schon länger ein Auge auf diesen Bass geworfen. Werd ihn mir dann wirklich mal näher ansehen. CYA

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