Musik der 80er Reloaded: Fuck like a beast
23.12.2005
Pro:
Glam - Rock - Metal mit der Testosteronspritze im Arsch
Kontra:
nichts für Oma und Opa
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
Häufigkeit der Nutzung
Dieser Tonträger ist:
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 Senilm
Über sich:
FREE Musicjournalism // The world ends on a sunny day // Sympathy for Empathy // Alive and kicking....
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 56 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Aus der Reihe Musik der 80er reloaded - welche von bojorix ins Leben gerufen wurde - heute noch ein Beitrag von meiner Seite. Solltet ihr in Weihnachtsstimmung sein - dann versaut euch die diese Meinung sicherlich... LOL
**WARNING EXPLICIT LYRICS** Los Angeles - Anfang der 80er - abseits Hollywoods machen sich vier junge Liebhaber der härteren Gangart auf den prüden amerikanischen Kontinent mit ihrer Kombination aus Glam-Rock-Metal, schockenden Texten und einer Horror-Bühnenshow mehr Aufsehen abzuverlangen als es die Filme aus Kaliforniens Metropole taten. Das gelang Ihnen 1984 mit dem Erstling "WASP" sehr wohl - und eben über diesen will ich heute berichten, allerdings über das Re-Issue von 1997 mit drei Bonustracks.
Die Band rund um Blackie Lawless hatte es 1984 dank erfolgreicher Bands wie Judas Priest, etc. leicht Ihren Sound unters Volk zu bringen - den Look dazu schaute man sich von Alice Cooper und Barbra Streisand ab! Mit speedenden Riffs und shoutenden Refrains plärrt man uns "I wanna be somebody" in die Eingängigkeitsendlosschleife - mit geballter Faust und aufgeputschten Blutwallungen gehts ab zur "L.O.V.E. Machine" - einem überdreht, selbstüberzeugtem Testoneronangehäuften Drummenden Rocker, der genau da rauskommt, wo auch das Textwerk herstammt - den Eiern! "The Flame" als routinierter Stadionrock zielt dafür auf die Moshende Kundschaft - bassgetränkte Riffs poltern im kopfnickenden Rhythmus durchs Gebälk und lassen sämtliche Marshall - Anlagen ehrfürchtig erzittern wenn der mehrstimmige Refrain einen Großangriff auf unsere Hörbunker startet. Zwar nicht besser als Michael Jackson - aber auch Wasp´s "B.A.D." lässt energischen Sound vom Stapel! Plärrend krächzend macht sich Blacky zum JonBonJovi der Glam-Rocker und malträtiert wenig später die Alice Cooper Fans mit "School Daze" ! Einem bollernden Chevy-8V-Block-Metaller - der den Meister wie nen VW-Käfer an der Ampel stehen lässt. Hier sitzt jedes Riff - jedes Bassgrollen lässt einen zuckenden Energieschub spüren und Blacky plärrt als würden wir bei Tempo 240 hinten auf seinem Motorrad sitzen und hätten den Helm auf... mit dem Tempo macht "Hellion" weiter. Mit Devil´s Hellion - gehts zum Soloriffstakkato der derberen Sorte. Das vor Axl Rose schon Leute wussten - das ne Ballade zum guten Beiwerk einer harten Rockplatte gehört, beweist man mit "Sleeping in the fire". Ein verträumt, selten auf die Stromgitarre zurückgreifender Liebeshuldiger - der allerdings Blackys versoffenes, krächzendes Stimmorgen unschön hervorhebt. Nen Tritt in den Arsch verpasst "On your knees" - auf eben diesen ist man dann auch wimmernd, wenn dieses knallende, unglaublich Gas gebende Werk das Mörserfeuer aus röhrenden Riffchords und kreischenden Bridges über uns abfeuert. Ebenso betäubend "Tormentor" mit seinem klampfenden, schweren Schrittes marschierendem Drumsound - plärrend erbarmt man sich des Mikros - welches unter Blackys ehrfurchteinflössender Stimme zu leiden hat. Der Soundtrack dafür "The Torture never ends" springt uns mit schockenden Riffs und auf wildem Gaul reitenden Chords an, welche einen konditionellen Fight mit Blackys Stimme hinlegen - wobei der Sänger beim Refrain eindeutig als Sieger vom Felde zieht. Aber jetzt packt eure Mami ein - denn die nächsten drei Bonustracks ballern alle Pseudo-Stadion-Rocker zurück in die Scheisshäuser aus denen Sie gekrochen kamen ! "Show no mercy" reitet wie der Lonesome Ranger auf nem schwarzen Bike durch die Prärie und feuert seine Salven aus der abgesägten Schrotflinte in Form von preschenden Drums und abrechenden, die Todesmelodie spielenden Saitensounds auf die Gesetzlosen. Unverfroren gecovert lässt "Paint it black" als Rolling Stones Cover eben jene zu Gummibärchen werden ! Jaulend bricht Blacky alle Regeln und stimmt mit den pulsierend, marschierenden Drums mit ein - zum Wahn hin steigert sich der Track letztendlich zum Abschluss. Der letzte Track "Animal ( Fuck like a beast )" lässt zu enge Hosen als Ursache für das Textwerk vermuten - kreischend wie ein wildgewordener Bonobo nagelt und penetriert Blacky Lawless alles in Reichweite - verbal die Frauenwelt - musikalisch den Mikrofonständer! Kreischend unterstützt ihn seine Halbstarkengang beim Refrainorgasmus - steuert ansonsten Motorsägenden Riffs bei, die den Urwald zu Kleinholz machen.
WASP braucht heutzutage kein Mensch mehr -was auch der Grund ist, warum die immer noch veröffentlichende Band keinen Erfolg mehr hat. Aber dennoch macht ihr Metal - gerade mit seinen Glam-Rock-Faktor und dem gewaltig kreischenden Blacky Lawless Spass, so richtig aber auch erst, wenn sich dieser zum prolligen Hormongestörten Super"stecher" entwickelt...
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12.03.2006 01:48
oh my fucking god...
18.02.2006 10:45
Wasp hatte ich mal empfohlen bekommen wegen ihrem Album "The Headless Children". Evtl war ich auch zu sehr in den Hard-Rock der Siebziger Jahre verbunden, ich bekam leider keinen Bezug beim Probehören. Diese Platte kenne ich natürlich nicht, aber sie ist gut beschrieben, wenn es auch nicht die Art von harter Musik ist, die ich bevorzuge. Und Wasp hatte ich völlig ignoriert, seitdem ich hörte mit was für einer widerlichen Show sie versuchten Aufmerksamkeit zu erreichen bei Ihren Konzerten: Frauen (Puppen) wurden die Bäuche aufgeschlitzt, Babies die Köpfe abgesägt, etc. Also so gelungen Alice Coopers Horror-Show ist, aber so was, ich weiss nicht. Aber musikalisch scheinen sie ja nicht übel zu sein.
25.12.2005 18:01
Dazu fällt mir der skandinavische G-W.A-R Schwachsinn ein. Lg der altesaxe