Hallo und willkommen,
Pulp sind jetzt das Thema !
Ihr neuestes Album "We love Life" um genauer zu werden !
Schafft es das Album den Poppigen Erfolg von "Different Class" zu wiederholen oder klingt es wieder so dunkel verschroben wie das Vorgängeralbum "This is hardcore" ?
Das will ich ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von Senilm über We Love Life - Pulp 28.02.2002
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
annehmbar
Klangqualität:
gut
Langzeithörspaß:
wird nicht schnell langweilig
Pro:
Harmonische Stücke mit wundervollem Textwerk . . .
Kontra:
Teils arge musikalische Durststrecken . . .
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Hallo und willkommen,
Pulp sind jetzt das Thema ! Ihr neuestes Album "We love Life" um genauer zu werden ! Schafft es das Album den Poppigen Erfolg von "Different Class" zu wiederholen oder klingt es wieder so dunkel verschroben wie das Vorgängeralbum "This is hardcore" ?
Das will ich nun aufklären...
I. DIE BAND
Pulp wurden schon als DIE britische Pophoffnung gehandelt, ihr erstes Album "Intro" wurde von der englischen Musikpresse hochgehandelt, dasselbe wiederfuhr dem zweiten Release "His`n`hers" und so war es kaum verwunderlich das die Musiker mit ihrem darauffolgenden Album "Different Class" nicht nur die englischen sondern auch die europäischen Charts überrennen würden. Das unverschämt poplastige Werk mit Hits wie "Disco2000" und "Common People" sorgte für viel Aufsehen um die 5 jungen Musiker ! Der ganze Trubel um seine Person wurde Mastermind Jarvis Cocker jedoch zuviel, er begann sich aus dieser Welt der Interviews und Klatschgeschichten zurückzuziehen! Diese Phase dann wandelte er auch musikalisch um, in das 1998 erschienene Werk "This is Hardcore". Wie der Titel vermuten lies wurden hier ganz andere Töne angeschlagen, deutlich dramatischer - tiefgründiger wurde hier musiziert - die Zeit des Pop schien vorbei ! Drei Jahre später, um Monate nach hinten verschoben erschien nun im November 2001 das Nachfolgealbum "We love life". Sollte man hier nach dem Titel gehen müsste man denken dies wäre wieder ein Popfideles Album - doch so ist es nicht, nicht ganz !
Jarvis Cocker, Candida Doyle, Steve Mackey, Mark Webber und Nick Banks haben sich hier an etwas eigenständiges gewagt...
II. DAS ALBUM
Das Cover glänzt mit Schlichtheit, zweireihig in ultragroßen Lettern ist der Bandname zu lesen. Die Buchstaben sind in bräunlich-roten Farben gehalten und man erkennt rankende Wurzeln und Blätter auf diesen. Der weisse Hintergrund lässt den sehr klein darunter stehenden Albumtitel besser lesen ! Das Booklet ist vorbildlich, sehr informativ und ausführlich mit netten Acessoires!
Mit "Weeds" beginnt das Album, leicht orientalisch psychedelisch angehaucht gibt es hier ziemlich viel Atmosphäre. Verträumte Gitarrenakkorde, orientale Elektronikklänge und eine Stimme die harmonischer nicht klingen könnte. Um dies noch zu unterstreichen, gibt es frohlockende "Aaahh...aaah" Männerchöre im Hintergrund ! Das ganze arbeitet auf den energischen Refrain hin, welcher mit Stimmgewalt und Schlagzeugbefeuerung hinter sich gebracht wird.
Eine Fortsetzung finden diese Klänge in "Weeds II Origin of Species". Etwas mehr elektronisch angehaucht, mit deutlich relaxterer Auslegung wird hier wieder Psychedelic Sound fabriziert. Sanft erzählerisch legt Jarvis Cocker seine Geschichte vom Ursprung der Menschheit auf Stimmteppiche hoher männlicher Stimmen... langsam wogt sich die Stimme von Gitarren und drallen Beats getrieben in unser Ohr ! Atmosphärisch einmalig !
"The night Minnie Timperley died" ist eine deutlich poppigere Nummer. Das ganze hat aber diesen leichten Undergroundpoptouch, wie wir ihn von den SuperFurryAnimals kennen. Eine treibende Gitarre sorgt für riffendes Tempo und Jarvis Cocker gibt sich zunächst zurückhaltend blüht dann aber zusammen mit den harmonischer werdenden Gitarrenklängen auf. Der Refrain wird dann von Mr. Cocker deutlich betont, die Story von einer Minnie Timperley die in dieser "Beautiful World" starb bringt er dabei sehr gut umgesetzt ins Mikrofon ! Die Klänge werden von Minute zu Minute basslastiger, bis dann auch mal ein kurzes Gitarrensolo mit deutlicher Rifflastigkeit ertönen darf !
Die erste Singleauskopplung "The Trees" ist zuerst als gewöhnungsbedürftig zu bezeichnen. Aber spätestens nach dem zweiten mal hören kann man sich der Harmonie von konsequenten Streichereinsatz und sympathischen Gitarren nicht mehr entziehen. Die Sinnlosigkeit des Daseins ist für Jarvis Cocker Anlass zu diesem Song... "I might go and tell it to the trees..." Der locker dahinplätschernde Sound profitiert ungemein von der sanftcharismatischen Stimme des Jarvis Cocker - vor allem der Refrain geht in sich ungeheuer stimmig auf ! Das ist zwar nicht unbedingt Gute-Laune-Musik aber herzerfrischend ist sie allemal !
"Wickerman" - was soll ich zu diesem Titel sagen - wir lauschen acht Minuten lang einer rauschenden Meeresbrandung, begleitet von Oboen, die wie die Möwen dieses Wogen leise begleiten. Dazu gibt es ab und an mal verträumte Gitarren ! Allesamt reiht sich aber hinter "Märchenonkel" Cocker ein, dieser erzählt, ja er redet nur, von einer Liebe die ihm sehr viel bedeutete aber nun vorbei ist... acht Minuten lang ! Diese dramatische Erzählung ist wohl mehr als Beiwerk gedacht...
"I love life" beteuert uns, sich auch an den Kleinigkeiten im Leben zu erfreuen ! Schrammelnde Gitarren geben etwas disharmonisch ihre Klänge ab, die sich dem sanft Takt gebenden Beat ergeben. Jarvis Cocker´s Stimme klingt arg dramatisch, etwas überzogen. Er springt sehr schnell in seiner Stimmlage von Sanftmut hin zu dramatisch tiefen Gesangseinlagen, dabei geht ihm ab und an die Luft aus was sich in Krächzen oder Aussetzern bemerkbar macht...
"Birds in your garden" zwitschert uns von Anfang an mit den verschiedensten Vogelgesängen in die Ohren. Zaghaft gesellen sich langsam zupfend die Gitarren dazu, im Hintergrund mit hohen Orgeltönen begleitet. "It`s 6 o´clock and the birds are in my garden..." säuselt Cocker um danach die Stimme zu erheben und die Gitarre zu einem harmonischen Wunderwerk hinzureissen. Der Refrain, von Engelsfrohlocken begleitet, blüht dann auf und lässt Jarvis Cocker mit den Vögeln im Duett singen ! Etwas gewöhnungsbedürftig... aber allerliebst !
"Bob Lind ( The only way is down )" erklingt zunächst etwas hektisch mit wild zupfenden Gitarren, dramatisch schleppenden Streichern und einem chaotisch, trommelnden Schlagzeuger. Auch Jarvis Cocker schafft es erst spät etwas Melodie einfliessen zu lassen, doch letztendlich schaffen es die Streicher doch das ganze klanglich harmonisch erklingen zu lassen. Die stark zwischen Erzählem und Singen schwankende Stimme von Jarvis Cocker kann man auch nur im Refrain ernst nehmen... "You´re fucked up like the rest of us"! Diese Gemütslage scheint beim einsingen dieses Titels auch bei ihm vorzuherrschen !
Einen Coversong wollten Sie nicht machen, deshalb einfach einen Titel der "Bad Cover Version" heisst. Nur so bad ist dieser Titel gar nicht, lockere Rhytmen getrieben von langsam wogenden Streichern, sanft taktendem Schlagzeuger und harmonisch zupfenden Gitarren zaubern hier ein melodisches Meisterwerk ! Der Meister selbst ist hier aber eindeutig Jarvis Cocker, welcher es trotz sanft erklingender Stimme schafft sich in den Vordergrund zu schieben ! Der Refrain stellt dann das bisher gehörte in den Schatten, begleitet von hochgestimmten Frauenstimmen steigert sich Jarvis Cocker immer mehr in diese "Bad Cover Version" eines Liebessongs hinein... das geht ans Herz !
Mit "Roadkill" ist ein melancholisch, langsam schwebendes Werk! Keine der Instrumente traut sich so recht hervor, leise zupfen die Gitarren, während wir im Hintergrund wieder das leise aufbrausende Meereswogen vernehmen. Auch Jarvis Cocker übt sich in Zurückhaltung, säuselnd jammernd klagt er von der Liebe im allgemeinen ... das ganze macht er aber so gefühlsbetont das er dabei hin und wieder vergisst zu betonen und so passiert es leider das man ab und an den Text kaum versteht ! Der Titel plätschert arg belanglos dahin...
Mit "Sunrise" haben wir dann schon den letzten Titel vor uns ! Hier herrschen auch zunächst wieder leise, harmonisch erklingende Akustikgitarren vor. Diese kommunizieren melodisch mit dem Schlagzeuger ! Jarvis Cocker erweist sich dann als Rettung dieses Songs, mit seiner Stimme hebt und senkt sich auch der Lautstärkepegel der Instrumente. Sehr melancholisch jedoch bleibt es den ganzen Titel hindurch, der Refrain scheint von einer unsichtbaren Kraft gebremst zu werden und so kommt Jarvis Cockers Stimme kaum zur Geltung, obwohl Sie im Rest des Songs doch deutlich das vorherrschende Organ ist ! Erst gegen Ende setzt sich eine E-Gitarre mit riffender Gewalt durch... um danach in verträumter Nacht unterzugehen...
III. MEIN FAZIT:
Das große Popwunderwerk ist auch dieses Album nicht ! Größtenteils von melancholisch, leisen Klängen harmonisch getragen besinnt sich das Album auf die textlichen Qualitäten, welche ein ums andere mal immer wieder von der Sinnlosigkeit des Daseins und der Liebe ! Titel wie "Trees" oder "Weeds" mögen gewöhnungsbedürftig sein, aber wenn sie es erst geschafft haben sich für jemanden erschlossen zu haben sind sie in sich stimmige harmonische Werke ! Doch sollte man auch anmerken das das Album teilweise arg belanglos, langweilende Stellen beinhaltet die eine wahre Durststrecke sind!
Ich vergebe vier Sterne für das melodisch, harmonische Werk und der sympathischen Stimme des Jarvis Cocker, welcher es versteht "sinnvolle" Texte zu schreiben !
Pro: interessante Texte, klasse Melodien und bombastische Instrumentierung Kontra: nicht zum Nebenbei hören
Lange haben sie sich Zeit gelassen für ihr neues Album, und noch länger ciao.com, um die neue Rubrik zu eröffnen. Zeit, die zumindest bei Pulp nicht verschwendet scheint. „We love life“ ist der erwartete Geniestreich, obwohl oder gerade weil es ganz ander ...
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Pro: Wickerman, The Birds In Your Garden, Bad Cover Version Kontra: Bob Lind, Roadkill
Allgemeines
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Die Gruppe Pulp rund um den Sänger Jarvis Cocker wurde 1978 gegründet. Das Album "We Love Life" stammt aus dem Jahre 2001. Es ist das 6. Studioalbum der Truppe. Die Gesamtspielzeit beträgt etwa 54 Minuten.
Ursprünglich hätte dies ...
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Pro: feine Kompilation belegt die Kreativität der Band Kontra: keine nennenswerte "Extras"
...?.
Bemerkenswert: Auf der Compilation markiert ausgerechnet ?Something Changed? (!) den Wendepunkt in der Bandgeschichte von den Heroen des Britpop hin zur vom Publikum missachteten Band. Die ?Different Class? -Nachfolger ?This Is Harcore? und ?We Love Life? liegen bis heute wie Blei in den Regalen. Da helfen auch die teilweise euphorischen Kritiken nichts.
1995 bis 1998 waren für Pulp stürmische Zeiten. Sie wurden von Konzert zu Konzert, von Festival zu Festival gereicht. Die Musik kommt euphorisch daher ? und eine Textzeile passt verblüffend: ?Let´s all meet up in the year 2000. Won´t it be strange when we´re all fully grown.?
So isses. Spätestens mit dem neuen Jahrhundert (Cocker) ist die Band erwachsen geworden. Am Ende beherrschen perfekte Arrangements (Produzent: Scott Walker) und nachdenkliche, fast introvertierte Texte das Geschehen...
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Pro: 12 tolle Popsongs mit cleveren Texten die BRITPOP mit definierten Kontra: /
...ziemlich viel Vorwissen verlangt) und "Commen People"mitsingend. Na ja, genau so oder so ähnlich.
Ein wenig mehr über die Band und Musik weiß ich jetzt schon. So war das mir vorliegende Album von Oktober 1995 das bis dato kommerziel erfolgreichste PULP-Album und schaffte es auf Nummer 1 der britischen Charts. Mit ihrem zweiten Album"Different Class" kamen sie gerade zur richtigen Zeit, nachdem ein Jahr zuvor Oasis mit "Definitly Maybe" die Britpopwelle in Bewegung gebracht hatten. Somit verkaufte das Album sich nicht nur besser als all die Vorgänger, Masters of the Universe (Juni 94), His'n"Hers (April 94), Intro (Oktober 93), Freaks (Mai 87) und It (April 83), sondern auch die beiden nachfolgenden Alben "This is Hardcore" und "We Love Life" konnten nicht mehr vollständig an den Erfolg anknüpfen.
PULP bestehen aus: - Jarvis Cocker...
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