Meat Loaf light
17.04.2002
Pro:
Der Dicke kann halt singen . . .
Kontra:
. . . aber die Lieder könnten rockiger sein !
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 micbac0
Über sich:
Tach, Bach!
Nein, nicht Bodo aber auch aus Hessen! Ich kann auch "Aschebescher" und "...
Mitglied seit:29.09.2001
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Vertrauende:2
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 19 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Der Nachfolger zu "Bat out of hell II" hatte von vornerein keinen leichten Stand. Das mit Spannung erwartete "Bat out of hell II" war ein unglaublicher Erfolg, wie also soll man so etwas nochmal nachmachen oder sogar toppen? Trotz z.T. sehr guter Alben ist es ihm ja auch vorher nicht gelungen das erste "Bat out of hell" zu übertreffen. "B.o.o.h III" wäre aber einfallslos und unglaubwürdig gewesen, also hat der (ehemalige) Dicke das für mich einzig richtige gemacht: Er hat ein Album eingespielt, daß sich doch ein wenig vom Bombast des Vorgängers abhebt. Die Song tragen immer noch die typische Handschrift von Jim Steinman und Meat himself, wirken aber doch entspannter und weniger monumental. Auch hier sind lange Lieder zu finden und stellenweise fühlt man sich sogar an den Vorgänger erinnert, dennoch wird hier darauf geachtet, daß es nicht allzu eintönig wird. So wird u.a. auch mit spanischen Rhytmen gearbeitet um etwas Abwechslung auf die Platte zu zaubern. Alles in allem ist das Album vielschichtiger als der Vorgänger geworden. Wenn man einen Kritikpunkt sucht, dann kann man u.U. sagen, daß meat vielleicht etwas weniger engagiert singt als auf "B.o.o.h.II", aber das war halt nun mal ein Album der Superlative... Die Aufmachung des Booklets ist allerdings allererste Sahne! Für jedes Lied gibts ein Filmplakat im Stil der 30er/40er Jahre das die jeweilige Seite ziert! Klasse gemacht! Aber zur Musik: Es gibt 12 Lieder mit einer Spieldauer von 58m57s 1. Where the rubber meats the road Nach einem typischen Piano/Gesang-Anfang gibt es einen recht gelungenen Rocker, der mit einem einprägsamen Riff aufwarten kann. Der Chorus ist dann wieder urtypisch für den Meat Loaf der 90er - melodiös und bombastisch.
2. I´d lie for you (and that´s the truth) Da drängt sich einem ein wenig der Verdacht auf, daß dies der "I would do anything for love" Nachfolger sein soll. Er unterscheidet sich jedenfalls nicht sonderlich von diesem Song. Es wird sogar wieder im Duett gesungen! Kein schlechter Song, aber ein wenig mehr Originalität hätte ich den Herren Steinman/Loaf schon zugetraut! 3. Original sin Dieser Song ist bombastisch im klassischen Sinn. Es gibt zwar auch eine gute Portion Gitarre, aber die Grundstimmung ist doch recht düster, fast traurig. Kommt aber gut und stellt eine gelungene Abwechslung zu den schmalzigeren Nummern dar! Hätte fast auf "Dead ringer for love" stehen können. Gefällt mir gut, vor allem der Chorus geht mir nicht mehr aus dem Kopf!
4. 45 seconds of ecstasy Der Titel ist ein wenig irreführend, denn das Teil hat schon ´ne Minute Spieldauer! Es singt aber kein Meat Loaf, sondern eine weibl. Stimme ist hier zu leichten Klängen zu hören. Über Sinn und Unsinn lässt sich hier sicherlich streiten... 5. Runnin´ for the red light (I gotta life) Recht flotter Rocksong mit Party-Flair. Passt sich aber den bombastischeren Songs gut an und fällt nicht weiter aus dem Gesamt-Rahmen. Solche flotteren Sachen kann er ruhig noch mehr abliefern - der Mann ist schließlich ein Rock´n´Roll-Sänger und seine Stimme für solche Sachen sehr gut geeignet!
6. Fiesta de las almas perdidas Spanisch/mexikanische Instrumentalnummer, die einfach gute Laune verbreitet (Tequila! Olé!). 7. Left in the dark So, hier sind wir wieder beim Thema. Urtypische Meat-Nummer mit Piano, z.T. Geigen und ruhigem Gesang sowie einer Portion Bombast dabei. Ist allerdings nicht gerade die beste Nummer, die er in dieser Richtung aufgenommen hat. Irgendwie zu Identitätslos.
8. Not a dry eye in the house Ballade, die (wie der Titel vielleicht verrät) ein wenig auf die Tränendrüse drückt und zwar mit schönen Melodien aufwarten kann, mir allerdings etwas zu schmalzig ausgefallen ist. Trotzdem erwische ich mich ab und zu beim Mitsingen... 9. Amnesty is granted DAS ist doch mal ein Rocker im klassischen Sinne! Gitarre, Drums, Gesang, ein wenig Piano und der Fuß wippt automatisch mit! Kommt schon nicht schlecht. Zudem die Strophen auch wirklich gut gesungen werden! Und der Chorus ist angelehnt an den Rock´n´Roll der 50er. Und wirklich eine ordentliche Portion Gitarren!!!
10. If this is the last kiss (let´s make it last all night) Trotz des Titels fängt der Song NICHT mit Piano an, sondern eigentlich recht flott. Hört sich ein wenig nach Bryan Adams an und ist somit auch ein wenig untypisch für Meat Loaf, steht im aber gut zu Gesicht! Ist halt irgendwie rockiger wie die Monumentalsongs und wird zudem im Duett vorgetragen. 11. Martha Ein alter Tom Waits Klassiker von Meat neu intoniert. Da die Nummer nur recht spärlich instrumentiert ist und ich außerdem das Original kenne, muß ich sagen das Meat hier ein wenig verloren wirkt. Bei Tom Waits verschmelzen Stimme und Musik einfach zu einer Einheit, die dann nicht mehr getrennt werden sollte, dazu ist Waits Stimme einfach zu markant.
12. Where Angels sing Und zum Schluss gibt es noch mal eine Schmalznummer ohne Gleichen! Hier fällt mir leider keine andere Umschreibung ein. Von "huhhh"-Gesängen bis Frauenchöre (wegen der helleren Stimmen) ist hier alles vertreten was einen schmalzigen Song schmalzig macht. Hier ertappe ich mich auch nicht beim Mitsingen. Ist absolut nicht mein Ding!
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22.11.2002 23:28
Zu dem Album hat Jim Steinmann nur 3 Songs beigetragen, und selbst wurden nicht neu geschrieben sondern stammen aus der Konserve: "Original Sin" (© 1989), "Left in the dark" (© 1980) und den dritten Titel weiß ich ich leider nicht aus dem Stehgreif. Diese beiden Songs jedenfalls stammen von Jim Steinmann:-) Lieben Gruß vom König:-)