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„Whitey Ford sings the Blues“ war schon eine echte Überraschung als das Werk 1999 veröffentlicht wurde. Der besoffene Partyrapper hat sich zu einem ernsthaften Musiker gewandelt, der immer mit einer Gitarre unterwegs ist und Jonny Cash als Vorbild benennt.
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Erfahrungsbericht von derDosch über Whitey Ford Sings the Blues - Everlast 18.12.2004
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
gut
Klangqualität:
gut
Langzeithörspaß:
wird nie langweilig
Häufigkeit der Nutzung
ab und zu
Dieser Tonträger ist:
der beste des Künstlers
Pro:
Innovativ, Homogen
Kontra:
fällt mir nichts ein
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Lange bevor Eminem das Musikgeschäft gestürmt hat, gab es weiße Rapper. Zwar waren sie selten und oft auch peinlich, man erinnere sich mal an Vanilla Ice, aber es gab sie. Alles andere als peinlich oder unglaubwürdig waren Mitte der 90er das Trio Hause of Pain, die mit dem Welthit „Jump around“ zu Ruhm kamen. Kopf des weißen Hip Hop Trios mit dem ungesunden Lebensstil war der MC Everlast, der es zu Beginn des Jahrzehnts eigentlich als Solorapper schaffen wollte, dabei aber scheiterte.
Der Ruhmesgeschichte der Gruppe war nach wenigen Jahren vorbei, nichts wurde so erfolgreich wie „Jump around“, außerdem wollten dich die Mitglieder neu orientieren. Die Trennung war also beschlossene Sache. Bis man was von den drein wieder was hörte, sollte aber ein Weilchen vergehen. Danny Boy ließ niemals wieder was von sich hören, DJ Lethal stieg bei Limp Biskit ein und Everlast, der versoff erst mal sein Vermögen, bis er sich dann entschloss, Solo was aufzunehmen.
Den Erfolg seiner Arbeit sollte er fast nicht mehr erleben, kurz nach dem der letzte Takt eingespielt war bekam er einen Herzinfarkt. Fortan hat er seinen Lebenswandel gemäßigt und knüpfte an die Erfolge der Band an.
„Whitey Ford sings the Blues“ war schon eine echte Überraschung als das Werk 1999 veröffentlicht wurde. Der besoffene Partyrapper hat sich zu einem ernsthaften Musiker gewandelt, der immer mit einer Gitarre unterwegs ist und Jonny Cash als Vorbild benennt.
Man hat die Fans alter Tage aber nicht komplett ins kalte Wasser gestoßen, mit „THE WHITE BOY IS BACK“ startet man mit einem Oldschool Intro, das gleich in das mit pumpenden Bass unterlegte „MONEY“ übergeht. Der Song geht wie in alten Tagen nach vorne, der Beat ist streight, lediglich ein paar Klavierspritzer sind auf den Beat gekleckert. Unterstützung hat man auch dabei: Sadat X, der in den 90ern zu Ruhm kam. Textlich kann man schon hier eine Veränderung feststellen, der Song widmet sich dem lieben Geld und wie sich alle danach verzehren. Mit wunderbarer Ironie rappt Whitey am Ende: „I want cash and checks, I want diamonds....“ “ENDS” steht in direktem Zusammenhand mit “Money”, jedoch nur Inhaltlich. Der Beat klingt nach „WHAT IT’S LIKE“, welches sich gleich an diesen Song anschließt. Westerngitarre steht also im Vordergrund, darunter eine Hip Hop Bassline, dazwischen ein paar Scratches. Ein Rezept, welches hier innovativ, wenn nicht sogar revolutionär im Genre war. Aber leider hat sich der gute Everlast in seinen folgenden Alben nichts neues mehr einfallen lassen. „TIRED“ ist ein Hip Hop Brett, wie wir es von Everlast heute nicht mehr bekommen, keine Gitarren, auch keine jiggy Bassline. Die Bassline klopft konstant gegen die Boxen, hier und da ein paar Scratches. Richtig düstere Atmosphäre macht sich breit, auch etwas aggressiv. „HOT TO DEATH“ zeigt deutlich in Everlasts Zukunft, hier bekommt man E-Gitarren Breitseite, entstanden ist ein etwas chaotisch wirkender Headbanger. „PAINKILLERS“ ist eine absolute Perle, melancholisch wird hier ein Cello (?) gestrichen, dazu ein tiefer Bass und ein paar Drums. Im Text erzählt Everlast davon in einer Hotellobby niedergeschossen zu werden. „Mr. Ford, I don’t think you’ll be jumping around anymore“. “PRAISE THE LORD” ist noch einmal ein oldschoolig Hip Hop Track, der von “TODAY” gefolgt wird. Dies ist ein Song der wieder deutlich in die „What it’s like“ Richtung zeigt. Anders als dieser Song ist dieser hier nicht so melancholisch, zumindest von der musikalischen Untermalung nicht. „DEATH COMES CALLIN“ ist eine nette Uptempo Nummer mit Hip Hop Beat und dezenter Gitarren -Untermalung. Der Hip Hop Faktor überwiegt hier deutlich, so auch bei „FUNKY BEAT“ mit erneuter Unterstützung von Sadat X. Auch dieser Song verbeugt sich vor der Oldschool, mit funky Breakbeat aus dem Synthie sammelt man hier Pluspunkte. Ein Highlight ist das kurze „LETTER“, über ein Klavierbeat, der aus einer Spieluhr kommen könnte, richtet Everlast ein paar Worte an seine Exfreundin. Ein feines, aber trauriges Lied.
FAZIT: „Whitey Ford sings the Blues“ ist sicherlich eine der 20 besten Hip Hop Platten in den 90ern. Unkommerzieller Hip Hop, dazu die innovative Idee, Elemente dieses Genres mit Country zu kreuzen. Absolut genial. Hinzu kommt die Tatsache, das sich ein düsterer Vibe durch die Platte zieht und sich trotz einer gewissen Stilvielfalt ein homogenes Album entwickelt hat. Leider konnte Everlast da dieses Album nicht mehr anknüpfen, er verstrickte sich in Wiederholungen, zudem klingen seine Raps längst nicht mehr so frisch wie auf dieser Platte. Diese höre ich noch heute sehr gerne, Sammler sollten dieses Werk besitzen!
...Everlasts Album „Whitey Ford sings the Blues" ist ein wahrer Glüchsgriff. Ich hab irgendwo mal das Video von „What it’s like" gesehen und war begeistert. Die Stimme von dem Kerl is einfach unglaublich. Es gibt nur wenige Menschen auf der Welt, die sowohl singen als auch rappen können. Everlast ist definitiv einer von ihnen. Man hat nicht den Eindruck, dass er nur eines von beiden kann und das andere nur probiert, nein, seine Stimme „erlaubt" ihm beides. Das Album ist sehr gemischt. Teilweise sind die Tracks nur Ankündigungen für den Song, der als nächstes kommt. Dazu noch das Lied „Ends"... einfach nur traumhaft. Everlast hat sich außerdem einige Gäste eingeladen, die ihm in manchen Songs akustisch unter die Arme greifen. KAUFEN!...
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Pro: man kann sie immer und immer wieder hören Kontra: zwei schwache Songs
...Ich glaube, es gibt wenige Alben, die eine so spektakuläre Vorgeschichte haben wie dieses. Zuerst trennte sich Eric Schrody alias "Everlast" von seiner Band "House of Pain" um sich musikalisch weiterzuentwickeln. Er machte sich dann daran sein eigens Album mit dem Titel "Whitey Ford Sings The Blues" aufzunehmen. Als das Album kurz vor seiner Vollendung stand, bekam "Everlast" völlig überraschend einen schweren Herzanfall, der ihm fast das Leben gekostet hätte. Nachdem er sich von diesem Schock erholt hatte, überarbeitete er weite Teile seines Albums und nahm einige Songs komplett neu auf. So lässt es sich erklären, dass sich viele seiner Songs mit Leben und Tod auseinandersetzen. Unter all diesen Umständen entstand ein Album, das für mich zu den besten Alben des Jahres 1999 gehört. Es beinhaltet eine geniale Mischung aus Rock, Hip Hop...
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Pro: wäre zu viel um es aufzuschreiben Kontra: ???
...everlast
erik schrody hat seine niesche gefunden . tref die stillistische umorientierung des ehemaligen house of pain-rappers die kritiker und fans vor zwei jahren noch völlig unvorbereitet , so beginnt der 31-jährige es sich mit ?eat at whitey?s? endgültig in der ecke der von ihm eingefüllte genre-mixtur gemütlich zu machen . akustische gitarren und streicher , hiphop beats , gesang und raps zwischen blues , rock und pop , all das bildet mittlerweile das künsttleriche forum des islam konvertierten mannes . auch wenn die parallelen zum platingeschmückten vorgänger ?whitey ford sings the blues? nicht überhörbar sind und everlast dem bereits dort eingeschlagenen weg folgt : songs wie das rockende ?babylonfeeling? (mit carlos santana) oder der dunkle hiphop-track (?deadly assassins? (mit cypress hills b-real) zeigen , dass sich sein...
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