Who's next , Whos beste!
24.07.2000
Pro:
Das Album überhaupt ! ! ! Perfektes Remastering ! ! !
Kontra:
nichts !
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 sisskins
Über sich:
21jähriger Philosophie und Deutschstudent
weit gestreut
Mitglied seit:23.07.2000
Erfahrungsberichte:22
Vertrauende:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 3 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Eigentlich bräuchte man zu diesem Album gar nichts mehr zu sagen. Es ist und bleibt der absolute Höhepunkt der Karriere der Who und gehört zu den stärksten Rock-Alben aller Zeiten. Die Neuauflage, bei der die alten Tapes noch einmal digital überarbeitet wurden, kommt darüber hinaus noch mit 7!!! Bonustracks daher und verlangt eine Neubesprechung. Das originale Album war an sich ein Kompromißprodukt und sollte die Dynamik der Songs aus Petes bis vor kurzem unveröffentlichtem "Lifehouse" Projekt auffangen, dass als direkter Nachfolger den Erfolg von Tommy in allen Belangen überbieten sollte, letztendlich aber aufgrund seines Umfangs und der Undurchsichtigkeit für alle anderen außer Townshend selber scheiterte. Das Resultat waren neun Songs auf Vinyl gepresst, die es allemsamt in sich haben. "Baba O'Riley" ist die erste wirkliche Mischung aus Rock und Synthesizer, wobei dieser nicht etwa als Melodie-Instrument eingesetzt wurde, sondern vielmehr den Grundrhythmus bietet, über den das Stück konstruiert wurde. "Bargain" ist für mich der Prorototyp des perfekten Rocksongs schlechthin, "love ain't for keeping" eine angenehm ruhiges Stück, das mit zwei Akkustikgitarren und einer phantastischen Melodie daherkommt, ohne dabei kitschig zu wirken. Entwistles "my wife" ist ein für "The Ox" typisches Rockstück, das seine volle Entfaltung später live entwickeln sollte. "behind blue eyes" ist eine Ballade mit rockigem Ausgang, die auch unter Leuten, die "the Who" weder kennen noch mögen, meist auf Anklang stößt und "won't get fooled again" ist ein zeitloses Statement gegen Illusion und Selbstblendung, dass neun Minuten lang über einem athmosphärischem Synthesizer-track die Buzze in Grund und Boden abrockt. "Song is over", "Getting in tune" und "Goin mobile" runden das Album mit verschiedenen Stilen ab, wobei vor allem "Goin mobile" Zeugnis von Townshends Eyperimenten mit Gitarren-Synthesizern ablegt. Die Band ist insgesamt in Topform: Moons Drums erschlagen einen förmlich vor Wucht (vor allem in "Bargain", muss man unbedingt über Kopfhörer hören), Entwistles Bassspiel ist perfekt wie eh und jeh, Daltreys Stimme hat nie wieder so geklungen, und Townshends Gitarrenspiel passt haargenau zu jedem Song, wobei er noch mit allerlei anderen Instrumenten und Sounds experimentiert. Der Sound des Albums allgemein ist perfekt, das Remastering hat noch sein übriges dazu getan. Mehr ist da eigentlich nicht mehr drin. Die bonus-tracks der remasterten Version enthalten "pure and easy", eines der Ausgangsstücke des Lifehouse-Projekts, welches ebenfalls auf der "odds and Sodds" veröffentlicht wurde. Diese Version ist um einiges schneller und rockiger und zieht einem, gelinde gesagt, die Schuhe aus. "Baby don't you do it" ist ein Jam mit zweitem Gitarristen, der gut abrockt, dabei relativ rauh abgemischt ist, was ihm aber nicht schlecht bekommt. "naked eye" und "water" sind Live-Mitschnitte von 71er Auftritten im young-vic theater, die ebenfalls im Zusammenhang mit "lifehouse" stattfanden. "Too much of anything" ist auch auf Odds and sodds enthalten, ein nettes Stück, "I don't know myself" als Studio-version ist ein echtes Juwel, eine der B-Seiten aus den frühen 70ern. Abschließend gibt's noch eine frühere Alternativversion von "Behind blue eyes", produziert von Kit Lambert mit anderem Arrangement. Die CD enthält ausführliche liner-notes sowie Kommentare zum Entstehungsprozess von Album und Lifehouse, unter anderem von Pete selbst. Also, wenn es möglich war, ein geniales Album noch zu verbessern, dann ist es mit dem Remastern von "Who's next" definitiv gelungen. Für mich ist es das Album aller Alben schlechthin und ich kann nur jedem dringend empfehlen, zumindest mal reinzuhören. Es lohnt sich!!!
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30.08.2000 18:44
Deine Ausführlichkeit udn Begeisterung in Ehren, aber ich finde, du hättest das Tüpfelchen auf dem i dieser Neu-Edition erwähnen sollen: Auf der Innenseite des hinteren Covers findet sich Roger Daltrey abgelichtet, und zwar als Domino in Mieder und Peitsche! Einfach egal. Und das war mal als Coverfoto eingeplant;-)