Rutherford mal ohne Genesis
07.11.2003 (14.11.2003)
Pro:
einige gute Titel
Kontra:
auch einige schlechte
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
mehr
 Wuschel_F
Über sich:
Bin hier nicht mehr wirklich oft... aber falls mir jemand was schreibt krieg ich das schon mit :-)
Mitglied seit:13.03.2003
Erfahrungsberichte:515
Vertrauende:201
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 106 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Ich möchte nach meinem Punk CD-Bericht gleich noch einen CD Bericht dran hängen, der aber in eine ganz andere Richtung geht. Ich möchte euch von dem Album „Word of mouth“ von Mike & the Mechanics berichten. Auf die Idee hat mich ein anderes Mitglied hier gebracht (Grüße an Squarerigger alias Alexander) und ich dachte es wäre ganz nett, das Album mal wieder anzuhören. Das Album gibt es bei amazon neu für 9,99€ und gebraucht schon für 2,49€ ist doch glatt geschenkt!
COVERGESTALTUNG °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° da das Cover hier nicht abgebildet ist ganz kurz: In den Farben lila, rosa, gelb und orange sind Figuren angeordnet, die durch weiße Linien von einander getrennt sind. Am rechten Rand in der Mitte ist ein großer schwarzer Kreis, in dessen Mitte man bei näherem hinschauen einen Mund und ein Stück einer Nase erkennt und aus dem Mund scheint eine Sprechblase zu kommen in der der Titel des Albums „Word of Mouth“ steht. Das Bandlogo befindet sich am oberen Rand.
BOOKLET °°°°°°°°°°°°
Das Booklet ist eigentlich ganz nett gestaltet. Die Seiten sind sehr stabil, nicht so lappig, wie bei manch anderen CD-Heftchen. Sie sind schwarz und mit bunten Formen in den Farben und dem Stil des Covers versehen. Darauf stehen natürlich auch noch die Texte der Lieder. In der Mitte befindet sich noch ein Bild der Band in schwarz-weiß gehalten (mit leichtem lila Stich).
CD SELBST °°°°°°°°°°°°°°° 1. Get up (4:22) 2. Word of mouth (3:56) 3. A time and a place (4:50) 4. Yesterday, today, tomorrow (4:37) 5. The way you look at me (5:08) 6. Everybody gets a second chance (3:57) 7. Stop Baby (3:53) 8. My crime of passion (4:55) 9. Let´s pretend it didn´t happen (5:34) 10. Before (the next heartache falls) (6:37)
Zu 1 – “Get up” Das Lied beginnt mit einer äußerst fröhlichen Melodie und einem aufmunternden “Get up!” Ruf. Dann wird es etwas ruhiger. Das Lied hat nicht besonders viele Höhen und Tiefen, als einziges fällt natürlich der Refrain aus dem Rahmen, der “Get up!“ Ruf vom Anfang leitet auch immer den Refrain ein (schließlich heißt das Lied ja auch so;-)). Worum es geht drückt, wie ich finde, die letzte Textzeile am besten aus:
„All of this time you´ve been learning to crawl when you´re down on your knees you´ve got nowhere to fall – Get up!” Zu 2 – “Word of mouth”
Mein klarer Favorit des Albums. Live gespielt, wenn die ersten Töne des Liedes erklingen hört man im Hintergrund Jubel und ein stetes Klatschen begleitet das Lied. Ich glaube das Lied hat jeder noch im Kopf. Beim Refrain singen alle laut mit: „From the west side to the east side, from the north side to the south. You´ll never get bad information if you believe in the word of mouth…” Schööööön!! Die Melodie geht einfach ins Ohr und will nicht mehr raus und ich weiß jetzt schon, dass ich ab jetzt einen neuen Ohrwurm habe ;-) Zu 3 – “A time and a place”
Dieser Titel beginnt sehr verträumt, mit sanften Klängen und das bleibt auch das ganze Lied lang so. man könnte fast sagen etwas langweilig, aber man kann sich auch mal ne ruhige Schnulze reinziehen. Auf jeden fall ist es mit sehr viel Gefühl gesungen und daher auch nicht unbedingt schlecht. Zu 4 – “Yesterday, today, tomorrow”
Hier ist der Beginn gleich wieder etwas flotter. Der Gesang klingt eindringlicher und ist sehr facettenreich. Der Refrain hat eine schöne Melodie, gefällt mir wirklich gut der Titel. Ich weiß nicht warum, aber es fällt mir schwer das Lied zu beschreiben… Es geht einfach darum, das es doch immer so bleiben sollte, wie es ist, dass es kein gestern gibt und das morgen, wie das heute ist, ich hoffe ich habe jetzt niemanden verwirrt. Zu 5 – “The way you look at me”
Sanfte Klänge, ein ruhiger Gesang, ein Lied über eine verlorene Liebe… Ich glaube ich bin zu unsentimental für solche gefühlvollen Liebeslieder ;-) Zu 6 – “Everybody gets a second chance”
Das ist schon eher was für mich, außerdem sollte diesen Titel auch noch jeder kennen. Schon die Eingangsmelodie, die ja auch gleichzeitig die Melodie des Refrains ist, ist sehr eingängig und gut gemacht. Das Lied hat einfach das gewisse Etwas. Also, auch wenn es etwas ruhig ist und der Refrain ziemlich oft wiederholt wird, aber vielleicht macht das ja gerade den Reiz aus… Zu 7 – “Stop Baby”
Und noch ein ruhiges, verträumtes Lied, aber wer Mike & the Mechanics kennt, weiß, dass viele ihrer Titel eher ruhig sind. Dieses Lied hat aber nichts besonders eingängiges und ist daher nicht ganz nach meinem Geschmack. Zu 8 – “My crime of passion”
Hier ist der Anfang schon wieder etwas schöner, fröhlicher und alles auch etwas flotter. Der Refrain ist etwas verträumt und gut gemacht. Worum es geht sagt bereits der Titel und es wird nur noch näher erläutert… Zu 9 – “Let´s pretend it didn´t happen”
Noch ein Beispiel der ruhigeren Lieder, aber hier bildet zumindest der Refrain einen klaren Einschnitt. Dieser ist sehr dynamisch und eindrucksvoll. Das Lied erzeugt allgemein auch eine sehr interessante Stimmung. Es geht mal wieder um die Liebe… „I forgive but can´t forget I tried so hard and yet I´m afraid it´s the end We can never be friends”
…traurig… Zu 10 – “Before (the next heartache falls)”
Die CD klingt dann auch ruhig aus mit diesem Titel. Der allerdings auch schon fast wieder zu langweilig ist und auch die Tatsache, dass es zur Hälfte des Liedes etwas (aber kaum merklich) schneller wird ändert daran nichts. Es passiert mir einfach zu wenig und selbst der Refrain bietet nur wenig Abwechslung. Vielleicht zum Entspannen ganz gut, aber mehr auch nicht. Einen ganz gut gemachten Instrumentalteil gibt es noch gegen Ende, aber das ist auch schon alles.
ZUR BAND °°°°°°°°°°°°°° BIOGRAFIE ^^^^^^^^^^ Der Gitarrist von Genesis, Mike Rutherford, gründete 1985 die Band Mike & the Mechanics und startete somit, wie auch schon Phil Collins neben der Gruppe sein eigenes Soloprojekt. Die beiden ersten Alben sind äußerst Erfolgreich und das Titellied ihres 2. Albums landete sogar auf Platz 1 in den Amerikanischen Charts. Die Band bestand aus Mike Rutherford (Gitarre/Bass), Paul Carrack (Gesang/Keyboard), Paul Young (Gesang), Peter Van Hooke (Schlagzeug) und Adrian Lee (Keyboard). Leider verstarb Paul Young, der 2.Sänger der Gruppe 2000 wegen einer Herzattacke…
DISKOGRAFIE ^^^^^^^^^^^^^ 1985 – Mike & the Mechanics 1988 – The living years 1991 – Word of mouth 1995 – Beggar on a beach of gold 1999 – M6
MEINE MEINUNG °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° Auch wenn es nicht unbedingt das beste Mike & the Mechanics Album ist und ich für Leute, die die band nicht kennen eher eines der ersten beiden Alben empfehlen würde, muss ich sagen, dass durchaus gute Lieder auf der Scheibe sind. Allem voran natürlich die 2 veröffentlichten Titel „Word of mouth“ und „Everybody gets a second chance“. Natürlich ist die Stimme von Paul Carrack durchaus hörenswert, aber an den langweiligen titeln kann er auch nicht viel rausreißen. Die ganze CD enthält für mich einfach ein paar ruhige Titel zu viel und die wirklich guten Lieder sind zu karg gesät und zudem eher kurz geraten, während z. B. die Schnulze am Ende über 6 ½ Minuten geht. Alles in allem empfehlenswert, für Leute, die auf ruhige Musik stehen, wer allerdings einen Eindruck von der Band haben will, sollte zu einem anderen Album greifen und erst bei Gefallen auf dieses zurückkommen.
Danke an alle fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren!!
Da ich wohl jetzt erstmal bis Sonntagabend nicht da sein werde lasse ich euch mit diesem Bericht erstmal alleine, also nicht wundern, wenn die Kommentare diesmal erst am Sonntag oder Montag beantwortet werden!!!!! Liebe Grüße noch an alle!
P.S.: Wer einfach mal reinhören möchte, dem kann ich die Best of CD von der Band empfehlen, die heißt "Hits". Bis vor kurzem wußte ich noch gar nicht, dass es so eine best of gibt, aber bei Mike & the Mechaniks ist so eine Scheibe wirklich eine Anschaffung wert. Danke auch an Sven (zoobremia) und Réne (djrene) für den Tipp!!!
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14.11.2003 19:23
Hmm, guter Bericht. So richtig viel kenne ich von denen leider nicht. "Word Of Mouth" hat es mir jedoch angetan, dass haben wir bei der Marine immer gespielt, wenn unser Schiff (mitten auf See!) mit frischem Treibstoff versorgt worden ist. Es gibt nix geileres als "Word Of Mouth" und dazu einen herrlichen Sonnnenaufgang mitten auf dem Atlantik... Ach ich gerate schon wieder ins schwärmen wenn ich das so lese... - Gruß Sebastian
14.11.2003 12:49
ich mag die musik auch sehr gerne, aber dass der sänger gestorben ist, wusste ich noch gar nicht :-( naja, trotzdem lieben gruß vom tom und vielen dank für die glückwünsche
14.11.2003 11:37
Für Leute die die Band nicht kennen würde ich "Hits", die Best of-Scheibe empfehlen, da ist nämlich wirklich ein guter Querschnitt geschaffen worden.