Worship him !!!!
04.05.2004 (09.05.2004)
Pro:
sehr gutes Debüt, sehr atmosphärisch
Kontra:
ein teilweise liebloses Drum
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 marioh1
Über sich:
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 95 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo liebe Leser !!! Heute möchte ich mich wieder einer CD zuwenden. Nachdem ich mich in den letzen CD Berichten mit recht aktuellen Scheiben befasst habe, möchte eich mich heute wieder eine etwas älteren Scheibe widmen.
*********************** SAMAEL worship him ***********************
“Worship Him” stellt das Debütalbum von Samael dar, dieses Werk erschien im Jahre 1990 und schnell steckten einige kluge Kritiker Samael in die Black Metal Schublade, auch wenn sie dort stilistisch nicht wirklich etwas zu suchen hatten, denn Samael spielt nicht den typischen Black Metal. Das liegt sicherlich auch daran, dass die Band nicht aus den nordischen Gefilden stammt. Dennoch lässt sich ein überaus schwarzdüsterer Charakter in der Musik der Schweizer erkennen, vor allem auf den ersten drei Scheiben. Samael haben es geschafft sich einen sehr individuellen Musikstil anzueignen, der mich von Anfang an begeistert hat. Auch wenn in den Jahren die elektronischen Einflüsse zugenommen habe macht die Band immer noch hörenswerten Metal, wobei mir die Erstlingswerke ein wenig besser gefallen, weil sie eben reinmetallischer sind.
In der Vergangenheit gab es immer wieder Vorwürfe und Probleme mit Satanismus und so weiter und daher werde ich auch in diesem Bericht nicht auf die Lyrics eingehen.
Auf dem Debüt hat Samael dann 10 Tracks formiert, die im Einzelnen im unteren Teil des Berichtes als Trackliste aufgeführt sind, die eine Gesamtspieldauer von knapp 41 Minuten hervorbringen. Das wirklich geile an dieser Scheibe ist die Atmosphäre die sich beim Hören aufbaut, und dass obwohl die elektronischen Einflüsse auf diesem Album noch sehr selten sind. Dennoch wirkt das Album überaus düster und unheimlich und es hat schon etwas satanisch-dämonisches an sich. Hauptverantwortlich dafür ist auf jeden Fall der Gesangspart der doch sehr beeindruckend vorgetragen wird. Auch der Gesang klingt sehr individuelle, wir hören hier nicht das Gekreische des Black Metals und auch nicht das gegrowle des Death Metals. Hier haben wir irgendwie eine Mischung von beiden Stilen. Das wirklich interessante am Gesangsstil ist ein ungewöhnlicher Hall der den Gesang ein wenig verzerrt, denn stets klingt der Gesang ein wenig nach, wie ein dezentes Echo. Dadurch bekommt der Gesang zusätzliche Größe und etwas überdimensionales, was durchaus in die satanische Richtung passt. Unterstützt wird diese unheimlich und erdrückende Stimmung durch das Tempo, das auf dieser Scheibe gefahren wird, denn sehe ich mal vom Opener und den zwei Titeln im Mittelfeld ab, dann sind die restlichen Song sehr langsam gestaltet worden. Ein teilweise wirklich schleppendes Tempo, das etwas Bedrohliches ausstrahlt, als wenn sich etwas an den Hörer heranschleicht. Der Höhepunkt ist dann der siebente Track „Into the Pentagramm“, denn hier ist das Tempo schon ultra langsam, so dass der Hörer das Gefühl hat die Zeit steht still, der Refrain wird dann ein Quäntchen schneller und rhythmischer. Diesen 7ten Track möchte ich gern als Highlight der Platte bezeichnen, weil er trotz der Langsamkeit sehr ausdrucksstark ist, zudem ist er ein richtiger Kultsong. Das recht niedrige Tempo scheint dem Drum nicht zu bekommen, jedenfalls finde ich, dass der Drummer nicht wirklich überzeugen kann, denn irgendwie klingt das Schlagzeug 0815 und kann der Atmosphäre nicht wirklich Tribut zollen. In den schnelleren Songs klingt es dann wesentlich besser und intensiver, vielleicht ist dies auch der Grund, dass das Drum einige Jahre später durch einen Drumcomputer ersetzt wurde. Bass und Gitarre finde ich gut gelungen, denn sie fügen sich wunderbar ins Gesamtkonzept ein. Der Bass ist zwar unspektakulär, aber mir enormen Tiefgang, was der düsteren Stimmung natürlich dienlich ist. Die Gitarren sind ebenfalls nicht das Außergewöhnlichste an dieser Musik, aber viel wichtiger ist das sie in das musikalische Gebilde passen und dass tun sie allemal. Die Gitarren glänzen nicht unbedingt durch ausgefeilte Soloparts, sondern vielmehr durch sehr bissige und interessante Riffpassagen, die der düsteren und unheimlichen Mucke dann noch die nötige Prise Aggressivität verleihen. Insgesamt ein gelungenes Debütalbum, bei dem es auch heute, 15 Jahre später, noch Spaß macht zuzuhören.
Die Trackliste: 1. Sleep of Death (3:44) 2. Worship Him (6:30) 3. Knowledge of the Ancient Kingdom (5:05) 4. Morbid Metal (4:55) 5. Rite of Cthulhu (2:02) 6. The Black Face (3:30) 7. Into the Pentagram (6:47) 8. Messengers of the Light (2:42) 9. Last Benediction (1:23) 10. The Dark (4:29) 41 MINUTEN
MEIN FAZIT *********** Was bleibt unterm Strich? Die Scheibe lebt von ihrer Atmosphäre, die vor allem durch den Gesang und das teilweise schleppende und sehr langsame Tempo. Eine unheimliche und bedrückende Stimmung, die ausdrucksstark und intensiv zu gleich ist. Die Gitarren und der Bass sind unspektakulär, passen aber sehr gut ins Gesamtbild. Der Drummer scheint sich mit dem schleppenden Tempo nicht wirklich anfreunden zu können, in den schnellen Tracks kann er dann wiederum überzeugen. Sehr positiv finde ich, dass sich die elektronischen Elemente noch nicht so breit gemacht haben, also bekommt der Hörer hier noch Mucke aus fast lupenreinem Metall. Daher 5 der 5 Sterne.
In diesem Sinne.
Vielen Dank für Euer Interesse. Mario
© marioh1 2004-05-03
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10.05.2004 09:38
Für diese Musikrichtung kann ich mich nun gar nicht begeistern... zum Glück sind Geschmäcker verschieden...