Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Preis, Erweiterbarkeit |
| Kontra: |
Software (teilweise), Gehäuse (teilweise), Transferrate |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Der Kauf eines Gerätes in dieser Preisklasse ist immer einen Vergleich und die ein oder andere Abwägung Wert. Wenn ich hier über meinen A4000 schreibe, dann letztendlich deshalb, weil ich mich selbst für ihn entschieden habe. Ich möchte daher vorausschicken, daß es meineserachtens nach den Kauf Wert war und in den Grundkategorien sein Soll erfüllt. Dann rumzuzicken ist nicht unbedingt angebracht, aber es sind die Details, die letztendlich im Alltag über Daumen hoch oder runter entscheiden und daher möchte ich mich auch mehr auf das Konzentrieren, was halt erst im längeren Betrieb auffällt:
Gehäuse:
Da ein Sampler im Prinzip nichts anderes darstellt, als ein, in ein 19" Gehäuse gestopfter Rechner und ähnlich erweiterbar ist, wird man ihn auch das ein oder andere mal öffnen. Was beim Heimrechner noch problemlos geht, wird hier zumindest zum Geduldspiel, unzählige Schrauben halten den Deckel auf dem Gerät, hier gibt es keine Schiebemachanik oder ähnliches, also erst einmal schrauben, schrauben, Schrauben.
Ansonsten ist an dem Gehäuse und an der Verarbeitung nichts zu meckern, einzig negativ fällt vielleicht noch die extreme Tiefe des Gerätes auf.
RAM:
Das Gerät hat einen 64Bit breiten Datenbus (dies schließe ich aus den immer paarweise zu bestückenden PS/2 RAMS) verzichtet jedoch, obwohl neues Modell, auf aktuelle DIMMs. PS/2 ist jedoch, wenn auch noch nicht Mangelware, mittlerweile recht teuer, was im Besonderen auf die vom Sampler akzeptierten Typen zutrifft.
Peripherie:
Das unterbringen eines IDE Busses neben dem SCSI Bus ist vorbildlich! Die zugriffszeiten und die erreichten Transferraten jedoch sind nicht anders als vorsinnflutlich zu bezeichnen (auch wenn dies auf fast alle Samplerkollegen zutrifft, warum müssen 32MB mahr als 5 Minuten dauern?). Dei Erweiterbarkeit jedoch dadurch erst einmal auch kostengünstig möglich.
Ein Sampler über SCSI-bus mit dem Rechner zu Verbinden ist keine Seltenheit, sondern eher die Regel, warum der A4000 dabei jedoch eher unkomfortabel ist kann ich nicht nachvollziehen. Zu nennen wären da folgende Punkte: Das Gerät wird unter MS-Win>=95 gleich 7x gemeldet (treiber gibt es dafür aber natürlich nicht, nicht einmal Dummytreiber, die wenigstens die unschönen Ausrufezeichen überdecken). Unangenehm ist auch das Zusammenspiel der Betriebssoftware mit, im Rechner integrierter, SCSI-Hardware. Auch wenn bestimmte Laufwerke im Sampler nicht gemapt sind, werden diese regelmäßig abgefragt und der Rechner legt dann jedesmal einen kleine Pause ein.
Allgemeines:
Die Betriebsstabilität ist halbwegs ok, ich hatte jedoch auch durchaus schon Abstürze des Gerätes (auch ohne zusatz Rams und uneingebaut). Im Studioeinsatz ist das sicherlich vertretbar (mal abgesehen vom langwierigen Neuladen des Samplesets), live jedoch würde ich diesem Gerät (zumindest meinem) nicht unbedingt in kritischen Situationen vertrauen.
Ansonsten Daumen hoch und bei dem Preis sicherlich eine des besten Wahlen!
Diese Meinung ist eher als Erfahrungsbericht zu sehen und bezieht sich auf mein ganz persönliches Exemplar und die damit gesammelten Erfahrungen.
Viel Sapß beid er Kaufentscheidung!
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22.07.2000
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