E-Piano to go - das Piano für unterwegs mit 76 Tasten
22.04.2009 (23.04.2009)
Pro:
Leicht . Guter Klaviersound . Batteriebetrieb möglich
Kontra:
Noch keine echten E - Piano Qualitäten . Tastatur nicht gewichtet
Empfehlenswert:
Ja
 wiedema
Über sich:
Als Rundfunk Redakteur liebe ich Radios und guten Klang. Die Liebe sagt: Es ist, wie es ist...:-) wi...
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 25 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Ein ganz klares Nein!! Das Yamaha NP-30 ist kein überdimensioniertes Keyboard. Dafür sind seine 10 Klangfarben und ein schlichtes elektronisches Metronom einfach zu wenig! Es ist aber auch kein echtes E-Piano oder gar Stagepiano, hat keine gewichtete Tastatur und auch keine Hammermechanik!
Allerdings: Als tragbares Tasteninstrument mit einem schon recht annehmbaren Klavierklang steht es derzeit konkurrenzlos da. Grund: Das Instrument ist wirklich ultraportabel! 76 Tasten bietet das NP-30. Im Gegensatz dazu verfügen die "vollständigen" Klaviere und Pianos mit 88 Tasten über einen noch grösseren Tonumfang. Die 76 Tasten des Yamaha reichen jedoch aus für die meisten jemals geschrieben Kompositionen und Lieder und Melodien. 5,4 kg sind als Gewicht für ein "transportables Piano" die unterste Grenze, die es derzeit überhaupt gibt. (Zum Vergleich: Fast doppelt so schwer ist das M-Audio Prokeys 88sx, das nicht über eingebaute Lautsprecher verfügt. Es ist auch im Klangbild nur beim Flügelklang geringfügig überzeugender, andere Klänge, die E-Pianos vor allem sind etwas angezerrt und klingen schwammig. Mit ca 360 Euro ist das M-Audio prokeys 88sx merklich teurer als das Yamaha. Das M-Audio bietet 88 Tasten, das ist ein Vorteil. Dafür hat es keine eingebauten Lautsprecher, das ist ein Nachteil. Nicht ganz 10 Kg Gewicht beim prokeys 88sx sind zwar auch verhältnismäßig gut transportabel, aber das Yamaha NP 30 wiegt grob gesprochen nur die Hälfte)
Wer also ein ultraportables Instrument haben will, wird eher zum Yamaha NP 30 greifen. Für Frauen und Kinder vom Gewicht und von den Dimensionen her auf jeden Fall die bessere Wahl! Der Klang der "Voices" beim NP-30: Flügel recht gut, Pop Klavier eine Spur "glatter", man könnte auch sagen: etwas farbloser. Die E-Piano Klänge (2 verschiedene) gefallen mir persönlich sehr gut, wobei bei beiden eine leichte künstlich-elektronische Färbung vorhanden ist. Es fehlt ein wenig das Authentische, das ein hochwertigeres E-Piano in aller Regel hat. Wenn ich die Sounds mit meinem echten E-Piano Korg SP250 vergleiche, einem sehr guten Einsteigerinstrument in der Preisklasse 700-800 Euro mit Hammermechanik und gewichteter Tastatur, dann kann das NP-30 nicht wirklich mithalten. Also auf dem Teppich bleiben, Leute! Bitte nicht erwarten, dass ein 299 Euro Produkt mit einem 800 Euro Produkt gleichziehen kann.
Die Strings (Streicher) beim Yamaha NP 30 klingen sehr attraktiv, weil sie - wie alle anderen Klänge auch - dynamisch gespielt werden können. (Anschlagdynamik vorhanden, sie kann sogar in Abstufungen eingestellt werden) Die 2 Orgelklänge sind zu sehr in Richtung Kirchenorgel orientiert. Ein Hammond Orgelklang wird schmerzlich vermisst! Die restlichen Klänge sind Durchschnitt bis bedeutungslos. Für mich die wichtigsten Voices: Die Pianos und die E-Pianos. Man kann beim NP 30 problemlos zwei Klänge kombinieren und sie auch im Lautstärkeverhältnis in Stufen anpassen. Ganz nett in der Theorie! Hört sich aber in der Praxis doch nicht ganz so überzeugend an, wie auf einem hochwertigeren E-Piano! Soll keine vernichtende Kritik sein, aber eine klare Einschätzung für Leute, die für 299 Euro ein echtes "E-Piano feeling" erwarten. Die Rechnung geht definitiv nicht auf. Die beiden ovalen Lautsprecher (2x6 Watt Leistung) sind nicht schlecht, aber andererseits auch nicht wirklich klanglich herausragend. Es reicht fürs Üben und fürs Jammen mit Freunden. Auf keinen Fall aber reichen die eingebauten Lautsprecher für Konzerte oder andere ehrgeizige Projekte. Auch für Klavier Schüler ist das NP 30 kein wirklicher Klavierersatz. Das Instrument ist geeignet für Amateure und Keyboarder, die dürften wirklich Spaß damit haben.
Ein Dämpferpedal kann angeschlossen werden, und auch ein Kopfhörer. (Müßte allerdings beides optional erworben werden) Einen Ausgang für einen externen Amp gibt es nicht. Dafür sind "Midi out" und "Midi in" Buchsen vorhanden. Ein Netzteil wird nur mitgeliefert, wenn man das Instrument beim Händler in einem Set erwirbt. (Also: Kombiangebot NP-30 mit diversem Zubehör) Beim Kauf des Einzelinstruments, was manchmal etwas preiswerter möglich ist, muss man sich selbst um die Stromversorgung kümmern. Netzteile gibt es günstig in jedem besseren Elektronikmarkt. 12 Volt mit 800 mA sind erforderlich. Warum das NP-30 eindeutig in eine Marktlücke stößt? Weil es leicht und handlich ist, und weil es verhältnismäßig brauchbare Piano- und E-Pianoklänge für den Amateur liefert! Ich kann das Ding mitnehmen zu irgendeinem Meeting ohne mir einen Bruch zu heben und kann mit Freunden zusammen Musik machen. Das Instrument ist mit 6 Mignonbatterien bestückbar, und damit jederzeit unabhängig vom Stromnetz. Die Tastatur ist qualitativ etwa so, wie bei einem sehr hochwertigen Keyboard. Ich persönlich komme ganz gut klar damit. Der Klavierklang/ Flügelklang ist hochwertiger, als man es von den meisten Keyboards kennt, wer aber beim "Nachklingen der gesampelten Saitenklänge" genau hinhört, merkt schon, es mangelt noch ein wenig am authentischen Charakter in der zweiten Häfte der Ausklingphase. Nicht wirklich gravierend, aber für Puristen sicherlich ein Kritikpunkt. Dennoch: Die Vorteile überwiegen deutlich. Für knapp 300 Euro erhalten Sie ein "E-Piano to go".
Fazit: Vorstoß von Yamaha in eine echte Marktlücke. Auf sowas wie das NP-30 haben viele gewartet. Ich auch. wiedenmann2
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22.04.2009 10:36
Piano to go - diese Formulierung gefällt mir. Schöner Bericht, LG Karen
22.04.2009 10:32
Prima Bericht. lg