Meine 713 Musikintrumente!
01.10.2005
Pro:
gutes Aussehen, Preis, Sound, Funktionsvielfalt
Kontra:
-
Empfehlenswert:
Ja
 nilman
Über sich:
Mitglied seit:07.09.2004
Erfahrungsberichte:179
Vertrauende:40
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 74 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Da ich vor kurzem ein Keyboardbericht gelesen habe, bekam ich richtig Lust, auch mal über meins zu schreiben. Es ist das PSR-550 von Yamaha, das mittlerweile nun auch schon ca. 4-5 im Betrieb ist ... Davor hatte ich ein anderes, total veraltetes und für den Keyboardunterricht in meiner Musikschule nichts mehr taugte. Mir wurde gesagt, es sei das perfekte Keyboard für den Einstieg in die Profiklasse - und recht hatte er ... ~~Lieferumfang~~ Wenn man das Produkt im Laden kauft, bekommt man erstmal einen richtig schweren und nicht grade kleinen Karton in die Hand gedrückt. Ich schätze er hatte die Maße 100cmx25cmx45cm. Enthalten war sehr viel Styrophor, damit dem Keyboard auch ja nicht zustoßen kann. Außerdem der Adapter und eine kleine Anleitung. Um genau zu sein ein Anleitungsbuch, dass ungefähr 7cm dick war und bestimmt um die 1000 Seiten fasste. Zum Glück war es in mehreren Sprachen, sodass der Deutsche Teil ein bisschen weniger war. Leider ist das Büchlein nicht mehr aufzufinden. Aber ich kann versichern, dass es sehr gut die vielen Funktionen des Produktes erklärt hat. Ob der Keyboardständer, der wie ein X aussieht mit dabei war, bin ich mir nicht so sicher, ich glaube aber schon. Wenn ich es genau überlege war er mit dabei, aber nicht im Karton, sondern extern.
~~Die Funktionen~~ So hier mal eine kleine Liste, über die wichtigsten Features des Keyboards. Darunter werde ich dann einige Sachen erklären: - 61 anschlagdynamische Tasten - 112 Styles mit 2 Variationen, - 219 Klangfarben - 32-stimmig polyphon - Musik Database - 9 Preset Songs - beleuchtetes Multi-Colour-Display - Bass Boost - 14 Drum Kits - 480 XG-Voices - Hall/Chorus/DSP - 32 Registrationsspeicher - Multi-Pads - 16-Spur Sequenzer - Diskettenlaufwerk - Pitch Bend Rad - 2-Wege Lautsprecher - MIDI In/Out
*Das Diskettenlaufwerk* Als eines der ersten Versionen in der PSR-Reihe besitzt dieses Keyboard ein Dikettenlaufwerk. Einfach eine Diskette hineinschieben und man kann Musik auf die Disk speichern, oder von ihr laden. So kann man seine abgespielte Musik am PC nachbearbeiten und weiterverarbeiten. Das ständige hin und herschieben der Disk nervt zwar irgendwann, aber es ist trotzdem sehr praktisch. *Multipads & Musikdatabase* Im Keyboard sind kleine Musikalische Teilstücke gespeichert, wie zum Beispiel eine Fanfare (keine Ahnung obs so geschrieben wird), kleine Pianoauszüge und viele andere Loops, wie ich sie immer nenne. Mit den Multipads kann man diese auswählen und durch die 4 Tasten die jeweiligen Kategoriezugehörigen Loops abspielen lassen. Es gibt aber auch 16 freie Slots, auf denen man selber seine Loops aufnehmen kann und wieder abspielt. Ich nutze es vorallem um etwas ganz langsam aufzunehmen und dann 10x schneller abzuspielen. Erstens klingt es ziemlich lustig und zweitens bekomme ich mit, ob der Rythmus des Stückes stimmt. Wenn ich jetzt richtig gerechnet habe, gibt es insgeasamt 220 Kategorien, in denen jeweils 4 verschiedene Teile enthalten sind => Das macht 880 Loops zum abspielen - eine nicht unerhebliche Menge wie ich meine.
*Midi In/Out* WIe ich bereits erwähnte ist das ständige rumhandeln der Diskette ziemlich nervig geworden. Deshalb habe ich mir einfach einen Midianschluß an den PC versorgt. Wenn ich so das Kabel mit den beiden Geräten verbinde, kann ich mit bestimmten Programmen auf dem Keyboard etwas spielen und sehe auf dem Bildschirm, wie die Noten rythmisch korrekt auf einem Notenblatt erscheinen. So kann ich später noch "Spezialleffekte" einbauen und kleinere Verspieler wegrationalisieren ... Das Kabel hat um die 30€ gekostet und hat einwandfrei mit dem Keyboard harmoniert. *Das Display* Das Diplay finde ich wirklich ziemlich cool. Zum einen kann man verschiedene Farben einstellen, in dem das 16 cm breite und 7 cm hohe Display erleuchten soll. Groß in schwarz sieht man immer grade, welches Instrument bzw. Style oder sonstige Funkion gerade aktiviert ist. Wenn man einen Rhytmus laufen lässt, so sieht man unten, welches Instrument gerade spielt. Wenn zum Beispiel das Schlagzeug einen 4/4 Takt vorgiebt und in Vierteln schlägt, so blitzt nach jeder Viertel der dazugehörige schwarze Balken nach oben. Mit Hilfe dieser kann man bestimmte unerwünschte teilnehmende Instrumente auch einfach aus dem Track entfernen/hinzufügen oder lauter/leiser machen. Dadurch kann man aus den bereits vorgegebenen Grundrythm noch viele verschiedene Speziell an seine Wünsche anpassen und verfeinern. Aber nun zurück zum Display selber. Es liegt in einer leichten schräge, sodass man auch im Sitzen problemlos den Inhalt erlesen kann. Wenn man das Licht mal im Raum ausmacht, so bekommt man erstmal mit, welche enorme Lichtquelle das kleine Viereck eigentlich ist.
*Voices, Styles und Music Database* So jetzt mal das, was einige vielleicht am meisten Interessieren wird: Die Instrumentenvielfalt. Also es gibt insgesamt 713 verschiedene Instrumente , auch Voices genannt. Hier mal einige große Kategorien, mit der Anazhl in Klammern: Piano(8), elektrisches Piano(12), Gitarren(27), Drum Kits (13), Flöten(9), Saxophone (16), Accordions(6) und Trompeten(8). Das sind bei weitem nicht alle Kategorien. Es gibt wirklich eine unheimlich große Auswahl, sodass man immer das passende zum jeweiligen Stück finden sollte. Natürlich gibt es auch eine große Vielzahl, bei den bereits angesprochenen Hintergrundbegleitungen, auch Styles genannt. So gibt es insgesamt 113 Stück, die in 8 Beat, 16 Beat, Ballade, Dance, Disco, Swing & Jazz, R&B, Country, Latin, Marsch & Walzer, Ballroom und Piano untergliedert sind. Wie bereits angesprochen, kann man durch hinzufügen bzw. wegnehmen von beteidgten Voices den gesamten Klang total verändern und anpassen. Wirklich genial, wenn einem z.B das Schlagzeug zu viel Krach macht und man lieber die Streicher hervorheben will ...
Auch wirklich cool ist noch ein weiter Teil der Music Database. So sind in dieser Datenbank 220 spezielle Konfigurationen von bekannten Liedern eingespeicher. So kann man z.B "Why MCA", "Jingle Bells" und hunderte andere Lieder auswählen und das Keyboard stellt dir automatisch den passenden Voice und den richtigen Style ein. Diese kann man natürlich auch noch anpassen, aber es kann wirklich viel Zeit ersparen. ~~Preis & Kauffort~~ Also gekauft habe ich das Keyboard im Spezialgeschäft meiner Musikschule. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, kostete es damals um die 1300 DM; ist heutzutage aber durchaus billiger zu bekommen. Ich bin mir gar nicht so sicher, ob es überhaupt noch verkauft wird, da es auf der Yamaha Homepage nirgendswo auftaucht. Bei Gelegenheit, werde ich mal wieder im Shop vorbeischauen und nachfragen. Ich als Musikschüler habe einen Rabatt bekommen, der ungefähr so 200 DM gewesen sein wird. Der Preis klingt zwar heutzutage recht billig, damals war das aber richtig gutes Geld für ein richtiges Keyboard. Zum Kaufpunkt, gab es nur wenige vergleichbare Modelle in dieser Preislage. Das qualitativ herausragende war dann das PSR 1000 was sogar heute noch 1200€ kostet. Also war es für den Preis, das beste Exemplar was ich bekommen konnte.
~~Aussehen~~ So jetzt aber zum äußerlichen. Naja, sehr viel kann man da wohl nicht sagen. Ich nehme mal an, jeder weiß wie ein Keyboard aussieht. Ein längliches "Brett" das links und rechts oben zwei große Laustprecher besitzt, ein Display in der Mitte und unten viele schwarze und weiße Tasten zu finden sind. Dazwischen sind wirklich viele viele kleine Knöpfe - wenn ich richtig gezählt habe müssten es um die 70 Stück sein. Für den Laien scheint das Chaos perfekt. Doch für den Kenner geht die Sonne auf und man möchte stundenlang alle Knöpfe mit ihren vielen unterschiedlichen Funktionen austesten. Aber zurück zum Thema^^ Der gesamte äußere Teil ist schwarz und alles rund um das Display erstrahlt in einem stylischen Silber. Dabei ist wirkt nichts eckig, wie ich es bei den älteren Modellen immer so unschick finde. Alles ist irgendwie abgerundet oder fällt nicht so extrem auf. Mit dem Diskettenlaufwerk, welches sich an der Vorderseite im letzten Drittel rechts befindet wirkt es wirklich mege nach Hightech, auch wenn es dies mittlerweile evtl. gar nicht mehr so ist. Alles in allem finde ich das Design wirklich gut gelungen. Es sieht zwar nicht aus wie ein 5000€ Produkt, aber eben auch nicht wie ein 100€ Teil. Eben der perfekte Mittelweg; genau der richtige Einstieg in die Profiliga^^ Und außerdem kommts ja auch auf den Inhalt drauf an. ~~Die Soundqualität~~ Auch nach den vielen Jahren ist mir der Sound des Keyboards immer noch nicht zu wider. Wie bei allen Keyboards, wird es niemals 100% klingen wie ein Originales Intrument, aber ich denke hiermit kommt man schonmal in die Nähe. Natürlich muss man sagen, dass es sich mittlerweile nicht mehr mit den Supermodellen wie das PSR-3000 vergleichen, aber für den Preis ist es wirklich okay. Man erkennt sofort welches Musikinstrument es ist und man hört auch in den Styles jedes Voice sehr gut und sauber heraus. Da alles auf elektronischer Basis abläuft kann sich auch nichts verstimmen - sollte es zumindest nicht, sodass man den Klang für immer hat und er auch nicht schlechter werden kann. Wenn man mal eines der vorprogrammierten "Demo"stücke laut aufdreht, bekommt man wirklich ein tolles Klangerlebnis zu spüren.
~~Bedienung & Komfort~~ Also aller Anfang ist natürlich schwer und es dauert seine Zeit, ehe man sich durch die vielen Tasten gewurschtelt hat. Wenn man das System einmal verstanden hat, der wird auch keine Probleme haben. Auch wer ein älteres Modell oder neueres besitzt, dürfte mit dem PSR 550 keine Probleme haben. Zur Not gibt es ja auch immer noch das Handbuch. Die wichtigsten Bedienelemente für die Menüs sind eigentlcih die Bestätigungstasten "yes" und "no" neben dem Display sowie das Auswahlrad leicht darunter. Mit diesen kann man sich eigentlich schon recht gut navigieren. natürlich gibts links auch noch das Volumerad^^ Alles in allem sind die verschiedenen Funktionen alle gut geordnet und die Knöpfe die nah beeinander sind, haben auch irgendwas miteinander zu tun. Also schnelles finden der geünschten Option sollte kein Problem werden. Die Tasten selber lassen sich halt wie bei einem normalen Keyboard drücken. Es gibt wie gewohnt keinen großen Widerstand. Dadurch ist leider auch keine gute Dynamik wie beim Klavier möglich. Wer will kann mit der Funktion "Touch", aber diesen Umstand imitieren, sodass man auch die Tonlautstärke der einzelnen Noten ein wenig voneinander abheben kann. ~~Zusatzgeräte~~ Wie schon erwähnt, kann man einige Zusatzgeräte an das Keyboard anschließen. Ich habe noch Extra das Midikabel dranghängen und ein Pedal, wie man es vom Klavier kennt. Ich musste es einfach nur anschließen und schon funktionierte alles einwandfrei. Deshalb finde ich es kinderleicht Zusatzmodule anzusetzen - also auch das ist mit diesem Keyboard kein Problem.
~~Fazit~~ Obwohl das Keyboard jetzt schon einige Jahre auf dem Buckel hat, ist es trotzdem noch toll in Schuß. Bis jetzt habe ich noch keinerlei Probleme gehabt und das wird hoffentlich noch einige Zeit so bleiben. Obwohl ich nun seit 2 Jahren auf Klavieruntericht umgestiegen bin, übe ich trotzdem noch regelmäßig mit diesem Keyboard. Es ist relativ leicht und lässt sich gut rumtragen, sodass man auch mal Freunden ein kleines Konzert geben kann. Dies geht mit einem klavie bekanntermaßen ja recht schlecht. Meine Anforderungen konnte es immer erfüllen, und ich bin voll zufrieden. Ein weitere Aussage ist, dass in meinem ehemaligen Keyboardunterrichtsräumen meistens das PSR-330 oder so stand/steht. Also habe ich ein besseres als, die in der Musikschule; und die ist mit seinen dutzenden Monsterinstrumenten weißgott nicht arm. Für gut 7 Jahre Keyboardunterricht hat mir das Yamaha einen sehr guten Dienst erwießen und tut es immer noch. Also lohnt sich der Kauf auf jeden Fall, gerade für Menschen, die ein uraltes Keyboard haben und ihre "Musikkarriere" noch einige Jahre fortsetzen wollen.
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21.12.2005 09:29
Super Bericht, hab meiner Tochter erst mal ein ganz einfaches vom Aldi für 99€ gekauft, meine Mutter lernt Ihr seit einem Jahr Noten und Klavierspielen. Mein Muttchen macht seit dem sie nur noch 2 Tage die Woche in Altersteilzeit arbeitet nicht anderes wie Musik, da ist bei meiner Tochter auch bald mal was besseres fällig. da ist es besser ich informiere mich rechtzeitig LG Guido
08.12.2005 08:26
Hinweis: Bitte vergeben Sie die Bewertung "besonders hilfreich" nur für aussergewöhnlich informative und gut geschriebene Erfahrungsberichte. Das habe ich genau befolgt.............LG Eva PS. Hbe Dich mal in den CIS aufgenommen.
27.10.2005 22:48
Wir haben auch ein älteres Yamaha- Keyboard. Mein Sohn hatte mal Unterricht. LG Katrin