Gute Anfängergitarre, aber nicht mehr...
13. Mai 2005
Pro:
Preis
Kontra:
Höhen, Mitten und Bässe undifferenziert, starke Volume - schwankungen zwischen den Tonabnehmern
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Bedienkomfort:
mehr
 Timbo23
Über sich:
Mitglied seit:28.06.2000
Erfahrungsberichte:23
Vertrauende:5
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 28 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo erstmal! Ich weiß, die Bewertung von Musikinstrumenten ist immer eine sehr subtile Sache. Es gibt wenige objektive Anhaltspunkte, an denen man eine gute Gitarre erkennen kann. Im Prinzip ist der Spaß am spielen einer Gitarre immer eine persönliche Geschmackssache. Das nur vorweg.
Die Yamaha Pacifica 112 ist eine auf den ersten Blick robuste, gut aussehende Gitarre. Ich persönlich besitze sie in Naturholz-look mit Ahorn-Griffbrett. Die Gitarre hat ein angenehmes, durchschnittliches Gewicht und liegt mit Gurt auch recht gut in der Hand, ist also nicht besonders Kopflastig und bleibt auch da, wo sie der Spieler gern hätte (anders als beispielsweise bei den Gipson SG modellen).
Am Kopf angefangen fallen zuerst die gut verarbeiteten und auch gut zu bedienenden Mechaniken auf. Pluspunkt. Allerdings geht es beim Sattel auch schon los. Schnödes Plastik, was dem Sustain mit aller Macht entgegen tritt. Minuspunkt.
Die Bünde bzw. Bundstäbe sind ganz in Ordung. Punktbeschriftung standart. Leider war es ein heilloses Unterfangen, die Gitarre Bundrein zu bekommen. Da hat sie sich doch sehr gewehrt. Ein geschultes Ohr (oder ein Stimmgerät ;) sollte das allerdings dennoch hinbekommen. Kommen wir zu den Tonabnehmern. Ok, für den Preis darf man nicht viel erwarten, und das sollte man auch nicht. Jeh nach Modell hat sie 2 Singlecoils und 1 Humbucker, oder 3 Singlecoils. Meine Gitarre enthält erstere Konstellation. Leider musste ich feststellen, das die Klangbilder nicht wirklich zu einander passen. Wenn man zwischen der Abnehmern durchschaltet (5-Wege), müsste man eigentlich für jede Einstellungsmöglichkeit explizit höchen, Mitten und Bässe völlig neu einstellen, um einen vernünftigen Sound zu bekommen. Also sehr nervig. Alledings muss man dazu sagen, das so etwas einem Laien bzw. Gitarrenanfänger niemals auffallen würde. Anfängergitarre eben.
Wenn man aber die richtige Einstellung gefunden hat, bekommt man dennoch ein ganz passablen Sound. Die Abnehmer würde ich mit befriedigend bis ausreichend bewerten, das Preis-Leistungverhältnis allerding mir sehr gut. Jetzt dicker Minuspunkt: Rückkopplung bei Distortion. Sobald man bei eingeschalteter Distortion auch nur in die Nähe des Verstärkers kommt, bekommt man die Gitarre nicht ruhig. Sehr nervig für Hardrocker / Mettler.
Allerdings für den Preis völlig in Ordnung, ohne Frage! Tremolo - Standart Strat - Tremo, keine spiränzchen, solide, ok.
Buchse liegt direkt in der Kante unten, völlig ok, bis auf für die "Bett-Spieler" unter uns. Fazit:
Rumdumnote - 3 Preisleistung - 1 Ich nutze diese Gitarre nicht mehr, weil ich mir eine original Fender Strat. mit EMG aktiv Abnehmern - gekauft habe. (Das ist ein Baby ;)
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13.07.2006 13:31
Viel zu wenig Informationen.
17.07.2005 13:53
schöner bericht !! ich persönlich hab schon sehr schlechte erfahrungen mit stratocater kopien gemacht... da bekommt man hier ja doch noch ein wenig für sein geld.. LG Dave
01.06.2005 14:06
Bei der Bewertung deines Berichts habe ich meine pers. Erfahrungen mal außen vor gelassen. Denn die stimmen so gar nicht mit deinen überein. Alle Pacificas, die ich in der Hand hatte, waren gut verarbeitet und absolut bundrein. Scheint als hättest du ein Montagsmodell erwischt. Ich frage mich nur, warum du es nicht zurückgegeben/geschickt hast?! Dass dich der Sound (die Rückkopplungen mal außen vor gelassen) nicht überzeugt, will ich dir gerne glauben. Eine mit EMGs bestückte Strat (welch Frevel) schlägt halt in eine ganz andere Kerbe. Ich habe die Pickups gegen welche von David Barfuß und Leosounds getauscht und jetzt bin ich mit dem Klang der Pac. absolut zufrieden. Muss halt nicht immer das volle Brett sein. Dafür hab ich meine Jackson.