Yamaha YDP-140 C Arius

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Yamaha YDP-140 C Arius

Gesamtbewertung (2): Gesamtbewertung Yamaha YDP-140 C Arius

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Klangwunder für kleines Geld - Das YDP 140

5  12.01.2010

Pro:
sauberer, voluminöser Klavierklang *   -  wertige Verarbeitung, preiswert

Kontra:
* der bei zu viel Hall ein wenig zu "digital" klingt  -  interne Lautsprecher nicht optimal

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

BlackTheorie

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Erfahrungsberichte:13

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 33 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo liebe Leserinnen und liebe Leser,

vor einigen Tagen habe ich mir meinen langjährigen Wunsch erfüllt. War lang auf der Suche nach einem guten Digitalpiano, dass sowohl für den Anfänger als auch für den geübten Klavierspieler von Wert ist.
Die Kriterien waren:

- Es soll einen guten Klavierklang haben (für den andren Schnick Schnack hab ich mein Keyboard)

- Es sollte nicht viel teurer als 1000,- Euro sein

- eine gute Verarbeitung haben

Im Nachhinein trifft all dies zu. Das YDP ist zwar von Yamaha, gehört allerdings nicht der Clavinova- , sondern der Ariusreihe an. Hab mich vorher natürlich bei diversen Händlern und auch im Internet schlau gemacht. Während die Clavinovareihe eine Gr. Hammer Tastatur hat, hat die Ariusreihe "lediglich" eine gewichtete Tastatur. Da ich nur einmal kurz auf einem Clavinova gespielt habe, kann ich hier leider kein fachmännisches Vergleichsfazit ziehen.
Fakt ist aber, dass dem fortgeschrittenem Beginner (das klingt nicht zu überheblich^^) keine Unterschiede auffallen werden. Profis in dem Fach werden sicherlich einige Kleinigkeiten und Kniffe auffallen.

Der Klang des Klaviers ist sehr authentisch und natürlich wie ich finde. Aufgenommen wurde von einem Yamaha Konzertflügel. Die Anschlagdynamik umfasst drei verschiedene "Lautstärken". Behutsames Spielen, normales Spielen und kräftiges Spielen. Hierbei klingt das Klavier jedesmal anders, so das einem dynamischen Stück nichts im Wege steht.
Es wirkt auch nichts gekünstelt - alles geht fließend in einem über.

Das YDP hat, wichtig für den Beginner, einen internen Taktgeber (Metronom) den man auf Knopfdruck ein und ausschalten kann. Er ist ein wenig leise, aber das wird nur die Erbsenzähler wirklich stören^^
Die Funktionen des Digitalpianos sind sehr übersichtlich (was auch gut ist) - Es gibt einen Ein und Ausknopf, einen Lautstärkeregulator, einen Knopf für verschiedene Töne (Geige, E-Piano, Orgel und Harpsi) sowie einen Aufnahme und Abspielknopf. Es lässt sich immer nur ein Stück auf dem Gerät speichern. Mittels Midi-Kabel kann man seine gespielten Werke aber jedesmal auf den Rechner übertragen. Alle vorher getätigten Einstellungen (Hall, Dualvoice ect.) werden 1:1 so gespeichert. Das ist nicht Gang und Gebe.
Zudem gibt es noch viele Möglichkeiten der Feinjustierung (Reverb, Tonhöhentransportierung, Dualvoices) die auf die Spieltasten (!) gelegt wurden. Sie nehmen also kein Platz auf dem schön-schlichten Pianobrett ein. Ich persönlich finde, dass das ein "reines" Klavier verschandelt. Wer gern 476 Knöpfe am Gerät haben möchte, der sollte sich eh ein Keyboard kaufen.
Nachteil an der Belegung auf den Spieltasten - man muss bei jeder zusätzlichen Einstellung ins Handbuch schauen, welche Tasten nun für welche Einstellung gut sind. Sie sind logischerweise nicht beschriftet. Vielleicht merke ich mir mal irgendwie die Tasten, die ich am meißten nutze (Reverbeinstellung für Konzertsaal und Hall ca. 70% - klingt sehr gut - im Gegensatz zum "trocknen" halllosen Klaviersound vielleich ein wenig sehr digitalisiert, d.h. man hört bei zu viel Hall heraus, dass hier kein neues Piano-Hall-Sample aufgenommen, sondern einfach digitalisiert wurde.) Alle getätigten Feinabstimmungen sind, sobald das Piano aus- und wieder eingeschaltet wird gelöscht.

Die andren Töne werde ich nicht allzu häufig verwenden, da ich i.d.R. mit meinem Keyboard begleite. Sie klingen solide und die Harpsiorgel hat sogar Loslassgeräusche. Sehr schön.

Die internen Lautsprecher (2 x 4 Watt) reichen für den Zimmerbetrieb. Die Bässe kommen sauber und kräftig - die Höhen sind, gerade bei der höchsten Lautstärke nicht sehr exellent. Dies ist aber kein Grund von diesem Gerät Abstand zu nehmen. Ich habe ein JBL Stereo-Subwoofer System an die Outschnittstelle angeschlossen (das geht ohne Probleme) - nun klingen auch die Höhen nahezu perfekt! Wenn ich hier eine Empfehlung aussprechen darf handelt es sich bei dem von mir verwendeten System um die Spyroreihe von JBL (Kostenpunkt ca. 100 Euro)

Die Pedalen sind leichtgängig und sind solide Verarbeitet.

Der Aufbau des Pianos war sehr einfach und dauerte bei mir ca. 25 Minuten. Das will etwas heißen, denn so manche Frau stellt sich bei diversen Aufbauarbeiten sicher schneidiger an als ich^^
Alles was sie brauchen ist ein Kreuzschraubenzieher.

Ach ja - eine eingebaute (versenkbare!) Tastenabdeckung im jeweiligen Holzton ist natürlich auch drin/dran. So schützt man die Tastatur vor Staub und klebrigen Kinderhänden^^. Ist jedenfalls sauber und edel verarbeitet und wiegt auch ein bisschen was.

Zum technischen Aspekt sei vielleicht noch einmal etwas über die 64-fache Polyphonie gesagt. Das heißt, dass man theoretisch 64 Tasten auf einmal zum Klingen bringen kann... da das Klavier 88 Tasten hat weiß ich nun nicht bei welchem Musikstück dies von Nöten sein sollte. Aber vielleicht habe ich das auch einfach nur mißverstanden.
Also - für die Technikfreaks unter euch - 64-fache Polyphonie inklusive ;))

Für mich jedenfalls war wichtig - sauberer, natürlicher, schöner und voluminöser Klavierklang. Den bekommen sie mit dem YDP 140 von Yamaha. Noch schöner und wohlklingender wie gesagt mit dem von mir vorgeschlagnem Boxensystem. Schließen sie bitte kein Dolby System an das Klavier an... habs versucht und das wird vom Piano nicht korrekt portiert.

Ich hoffe, dass dieser Erfahrungsbericht hilfreich war und wünsche Ihnen alles Gute.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
BlackTheorie

BlackTheorie

13.01.2010 14:39

@Ciaobock Danke für die Belehrung. Ich bin ja sozusagen ein Beginner in dem Fach und für mich sind weder technische Details noch sonstige Zahlen von Bedeutung. Es muss gut klingen, dann bin ich zufrieden. Für mein jetziges Spielniveau reichen diese 64 Stimmen in der Tat^^ Dieses Klavier hat übrigens tatsächlich "nur" 3 Samples. Leise, mittel und laut. Es sei denn die auf der Yamaha Website haben keine Ahnung^^ LG

Melle86

Melle86

12.01.2010 21:37

Mir würde erstmal ein funktionstüchtiges Keyboard reichen ;-)

Ciaobock

Ciaobock

12.01.2010 20:45

Die "Anschlagdynamik" hat wenig mit der Lautstärke zu tun... - damit wird eingestellt, wie empfindlich die anschlagdynamische Tastatur auf Deine Anschläge reagieren soll. Das Piano selbst verfügt über mehr als nur drei Dynamiksamples pro Ton. 64 stimmige Polyphonie ist übrigens schnell erreicht! Tritt mal das Pedal durch, schlag einen vollen Bassakkord an und dann mit der rechten Hand schnell absteigende Dreiklänge... - nach wenigen Sekunden bricht dann der Bass ab, weil Du in der Zwischenzeit mehr als 64 Töne angeschlagen hast... Wenn Du mal gelayerte Sounds ausprobierst (Klavier plus Streicher) wird diese Begrenzung schon nach 32 Noten evident. Prinzipiell hast Du aber Recht, 64 stimmig reicht fast immer aus. Bei der älteren Alternative, der 32 stimmigen Polyphonie wurde es früher aber regelmäßig knapp. Dein Bericht ist sicher schon hilfreich, könnte von Dir später aber sicher noch mit mehr Erfahrungen aufgemotzt werden.

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  1. Kjeldi
  2. simrose_07
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"hilfreich" von (3%):
  1. Ciaobock

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