Zoom GFX-3

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---Beweggründe--- Was wäre der beste Gitarrist, wenn aus seinem Amp nur ein lustloser Matsch an Effektklang herauskommen würde und die Zuhörer nur das Weite suchen? Was wäre Kirk Hammet (Metallica) ohne sein Wah Pedal und die Töne, die ellenlang stehen zu bleiben scheinen? Genau! Nicht ... Bericht lesen





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ZOOM ZOOM ZOOM
Erfahrungsbericht von DaHorseman über Zoom GFX-3
16.06.2007


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Vielfalt, Preis
Kontra: Pedal

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

---Beweggründe---

Was wäre der beste Gitarrist, wenn aus seinem Amp nur ein lustloser Matsch an Effektklang herauskommen würde und die Zuhörer nur das Weite suchen?
Was wäre Kirk Hammet (Metallica) ohne sein Wah Pedal und die Töne, die ellenlang stehen zu bleiben scheinen?
Genau! Nicht sehr viel.
Wenn man den Sound der E-Gitarre optimieren will, oder sei es nur eine ädequate Verzerrung bekommen möchte, kommt man um sogenannte Effektgeräte nicht herum.
Hierbei unterscheidet man zwischen Multieffektgeräten und den herkömmlichen "Tretminen".
Der Vorteil an Multieffektgeräten steckt schon im Name. Da Multieffektgeräte digital den Sound verändern, passen so unendlich viele verschiedene Effekte in ein so ein "Kasten". Dabei bleiben sie bezahlbar. Würde man sich die komplette Palette in einzelner Form kaufen, so müsste man durchaus eine sehr dicke Geldbörse besitzen. Jedoch sind sie nicht nur von Vorteil. Bei billigen Multieffektgeräten kommt die Klangqualität meistens zu kurz und so gibt es im E-Gitarrenbereich natürlich auch die Fraktion, die diese Multieffektgeräte boykottieren.
Für mich war es allerdings eine Geldfrage mir dieses "Teil" zuzlegen und natürlich der Fakt, dass ich bis dato solche Effekte (teilweise) noch nicht besaß.

---Verpackung---

Das ZOOM GFX-3 kommt in einem weißen Pappkarton, auf dem Deckel ist das Gerät in schwarzer Farbe "aufgezeichnet", sowie werden die herrausragendsten Features angepriesen. Drinnen wird das gerät sicher von "Pappschiebern" gehalten.

---Lieferumfang---

Beim Lieferumfang muss ich leider die ersten Abstriche machen, denn ein Netzteil sucht man vergebens. Bei den teureren Modellen von ZOOM, wird eins standardmäßig mitgeliefert, so musste ich mir das ZOOM Netzteil für zusätzlich 15€ noch zulegen, denn die 4 Batterien (AA), die das Gerät schluckt, sind nach 11 Stunden Dauereinsatz leer und das kann auf Dauer sehr teuer werden.

---Bedienungsanleitung---

Die Bedienungsanleitung stellt ein kleines Heftchen dar. In Englisch und in Japanisch kann man die Eigenschaften begutachten. Zu jedem einzelnen Effekt gibt es eine kleine Beschreibung und man kann sich schnell durch das Tastenwirwarr hindurchfinden. Zusätzlich sind die Standardeinstellungen der einzelnen Effektbänke notiert, so lassen sie sich wiederherstellen, falls man ausversehen etwas verändert hat.

---Design/Verarbeitung---

Das Effektgerät kommt im schicken Blau. Auf der rechten Seite befindet sich das Pedal, unten die drei Effektbankschalter, dadrüber rotleuchtende (wenn angewählt) Tasten und Schalter für die Anwahl und dosierung der Effekte. In der linken oberen Ecke ein Display, welches die nötigstens Informationen während des Betriebes anzeigt.
Das Gehäuse ist echt super! Massives Metal, also perfekt für den "Road"-Einsatz geeignet. Das Gehäuse kann auch harte Schläge ab und übersteht Stürze ohne weitere Schäden. Das Pedal ist ebenfalls aus metal mit einer Gummischicht überzogen, damit dem Fuß besserer halt gewährleistet ist. Jedoch ist das Pedal wirklich nicht das beste, es stockt etwas und lässt sich nicht gut dosieren. Der Spielraum des Pedals ist ebenfalls nicht der längste.Zu dem ersten Problem muss ich hinzufügen, dass ich es noch nicht mit ein bißchen Öl probiert habe, sehr wahrscheinlich läuft es dann besser.
Die Tasten und Schalter sind aus Kunststoff. Bei den Schaltern fängt es langsam an ein wenig zu "haken", einer klemmte auch schon mal fest. Jedoch konnte ich das Problem durch einen festen Tritt auf den Schalter beheben und nun läuft wieder alles rund ;).

---Bedienung---

Wenn man das Gerät auspackt, steht man erst einmal vor einem großen Rätsel. Gut, Distortion angewählt, damit kann man ja nicht wirklich was falsch machen. Wenn man sich aber wirklich mit den kompletten Eigenschaften des Gerätes befassen möchte, muss man unbedingt die Bedienungsanleitung zu rate ziehen. Und wie beschrieben klappt es damit super.
Das gerät besitzt insgesamt 120 sogenannter Bänke, wo man seine Effektgkreationen ablegen kann. 60 Davon sind als Preset vorgegeben. Nun geht es los, wenn man sich durch die Anleitung durchgefressen hat und die Effekte kennt, kann man sich nun maximal 4 Effekte gleichzeitig auf eine Bank legen. Beginnen tut man natürlich ganz link in der Schiene, dort kann man auswählen, mittels Tastendruck und drehen am Rad, ob und wie stark man ein "Noise Gate" in seiner Effektkreation haben möchte. Das Noise Gate verhindert lästiges Brummen, bei z.B. starker Verzerrung, indem es den Ton bei einem gewissen leisen Eingangspegel einfach "abtrennt". Jetzt ist der Compressor an der Reihe und kann definiert werden. Nun kommt man zur "Distortion" Sektion, was es dort alles zu erleben gibt, im nächsten Abschnitt. Auch hier kann man mittels einfachen Tastendrücken und Drehen am Schalter, die gewünschte Verzerrung (oder auch nicht) wählen. Danach kommt der Equalizer, bei dem man die Frequenzen des Sounds noch einmal optimieren kann. Der nächste Effektpart nennt sich "Modulation", hier findet man Effekte wie Chorus, Flange usw. Zum Schluss kommt noch der Reverb/Delay part. Bei allen diesen Effektparts, lassen sich (wenn Angewählt) die weiteren Eigenschaften, wie zb. "Gain" "Tone""Speakersimulation" mittels weiteren Tasten und Einstellen einer Zahl von z.b. 0-30 am Drehrad konfigurieren. Am Schluss noch ein kurzer Druck auf "Store" und die Kreation ist gesichert.
Das Pedal kann mittels Knopfdruckes zu verschiedenen Einsatzgebieten geschickt werden. Zum einen kann es als "Drive" pedal genutzt werden, dass heißt wenn man ordentlich Gas gibt wird die Verzerrung mehr. Genau das gleiche kann man auch mit dem gerade gewählten Effekt auf der "Modulation" und "Reverb" gegend machen, falls man z.B. in einem Lied Plötzlich viel Hall benötigt, lässt sich der auch schnell hinzufügen. Das letzte Einsatzgebiet für das Pedal ist die Lautstärke die sich damit dosieren lässt. Natürlich kann man es auch als Wah-Wah einsetzen.

---Ausstattung---

Hier guckt man natürlich am meisten drauf, denn wo 50 Effekte draufstehen, müssen auch 50 Effekte drinn sein. Das gerät besitzt wie gesagt ziemlich alles was das Herz begehrt. Angefangen, wie beschrieben mit dem Noise-Gate was wirklich richtig "zupacken" kann. In der Distortionsektion ist von Hi-Gain über Overdrive/Distortion bis hin zu "Metal" nahezu alles vorhanden. ZOOM spendierte dem gerät sogar eine Eigenkreation namens "ZOOM" Distortion. Bei den Modulationseffekten kann man auf Wah-Wah, Pitch,Vibe, Chorus und Co zählen. In der "Reverbarea" gibt es von Delay in Mono und sogar Stereoform bis zu "Room" und Hall ziemlich viel. Wenn man das Gerät auf "Bypass" schaltet kann man sogar ein Stimmgerät vorfinden, welches auf dem Display den angeschlagenen Ton und die Richtigkeit anzeigt. Es lässt sich wirklich super damit stimmen. Was auch ein Pluspunk ist, dass sich verschiedene Boxen "simulieren" lassen, sei es eine 4x12 Vintage oder ähnliches.

---Klang---

Die Frage aller Fragen, wie klingt es denn???
Und da muss ich sagen ich kann mich nicht beschweren, mit einer kurzen Drehung des "Drive" Schalters auf "Metal", bricht ein Ungetüm los. Und hier liegt auch schon der Vorteil des Gerätes, denn es verfügt über eine analoge Distortionsektion. Damit hat man nicht das Problem, wie bei eigentlich den Effektgeräten der Preiskategorie, dass sie sich einfach zu "digital" anhören und die Verzerrung ein einziger Matsch ist. Die restlichen Effekte sind ebenfalls Klasse und hören sich nach richtiger Einstellung top an. Beim Wah muss ich sagen, dass wenn man ein überdurchschnittlicher Wah-Wah Nutzer ist, sollte man sich ein externes Pedal zulegen, denn der Sound überzeugt nicht wirklich und wie gesagt ist der Spielraum des Pedals nicht der Größte.

---Preis---

Nun fragt man sich sicherlich: "Wieviel kostet der Spass denn jetzt?". Und hier erlebt man eine echte Überraschung, denn das gerät ist mit ca.170€ überaus günstig und bietet ein sagenhaftes Preis/Leistungsverhältniss.

---Fazit---

Wer sich überlegt ein solches Effektgerät zuzulegen, macht mit dem ZOOM GFX-3 wirklich alles richtig, es hat eine wundervolle Ausstattung und der Klang hat mich sehr überzeugt. Es ist nur Schade, dass es fast überhaupt nicht mehr zu kriegen ist, da ZOOM eine neue Serie auf den markt brachte.


---Übersicht der Effekte---

Wer sich nochmal vergewissern will, ob sein Lieblingseffekt auch im ZOOM GFX-3 vorhanden ist, der kann sich hier den Überblick schaffen.


EFFECT LIST COMP

Module
01.COMPRESSOR
02. ISOLATOR

DRIVE Module
03. FDR BLUES
04. FDR CLEAN
05. MS OLD
06. MS DRIVE
07. BG OLD
08. BG DRIVE
09. VX CRUNCH
10. JAZZ C
11. MP-1
12. PV DRIVE
13. ZOOM 9002
14. ZOOM PWR
15. VINTAGE OD
16. ZOOM PD-01
17. VINTAGE DIST
18. HYPER DIST
19. WILD FUZZ
20. ZOOM UF-01
21. METAL Z
22. METAL 7th
23. CLASSIC ACOUSTIC SIM
24. STANDARD ACOUSTIC SIM

EQUALIZER Module
25. 4 BAND EQUALIZER

ZNR Module
26. ZNR
27. D GATE CABINET Module
28. CABINET SIMULATOR

MODULATION Module
29. CHORUS
30. FLANGER
31. PHASER
32. WAH
33. TREMOLO / AUTO PAN
34. VIBERATO
35. PITCH SHIFT
36. SFX
37. SLOW-ATTACK
38. RING MODULATOR
39. PEDAL PITCH DELAY

REVERB Module
40. HALL REVERB
41. ROOM REVERB
42. SPRING REVERB
43. MONO DELAY
44. PING PONG DELAY
45. ECHO
46. PING-PONG ECHO
47. REVERSE DELAY
48. DELAY + HALL
49. DELAY + ROOM
50. DELAY + SPRING    


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Bewertung für Zoom GFX-8 von  Muckerbongo

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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als nicht hilfreich

nicht hilfreich
01.01.1970


Zoom GFX-8

Haupteigenschaften

Effektgerät-Typ: Multieffektgerät

Hersteller: Zoom

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(*) Meinungen von Ciao Mitgliedern


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